Giant’s Causeway in Nordirland

Wusstest du, dass Nordirland keine eigene Fahne hat? Zumindest keine offiziell anerkannte Flagge, die Union Flag wird nämlich aufgrund der verschiedenen Glaubensrichtung nicht genutzt. Aber darum soll es jetzt nicht gehen, denn Nordirland hat dafür wunderschöne Landschaften, schöne Pubs mit gutem Guinness & den Giant’s Causeway. Der Giant’s Causeway ist ein UNESCO-Weltkulturerbe, den ich für euch besucht habe.

„Ich“ ist in diesem Fall mal nicht Martina und auch nicht Max, sondern die Andrea. Wer Nomadenstory auf YouTube und Instagram verfolgt weiß, dass ich seit September 2021 immer mal wieder mit den Beiden reise. Da die zwei nicht nach Irland mitwollten erzähle ich euch heute von meiner Tour zum Giant’s Causeway.

Ein paar Daten & Fakten

Übersetzt bedeutet der Name Giant’s Causeway „Damm des Riesen“, was darauf basiert, dass der Legende nach ein Riese den Damm erbaute, dazu aber gleich noch mehr.

Die Sehenswürdigkeit liegt rund 100km von Belfast entfernt an der nördlichen Küste des Countys Antrim. Er besteht aus rund 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, die etwa 60 Millionen Jahre alt sind. Die meisten der Steine sind sechseckig im Querschnitt (was mich persönlich an das Eisschollenspiel von Tabaluga erinnert hat), es gibt sie aber auch mit vier, fünft, sieben und acht Ecken. Über etwa 5km erstrecken sich die Steine an der Küste entlang, entstanden sind sie vermutlich durch die Abkühlung von heißer Lava.

Neben der Theorie, dass der Giant’s Causeway durch die Abkühlung von Lava entstand, gibt es auch, wie bereits angekündigt, noch eine Legende. Ein Riese namens Fionn McCumhaill wurde seiner Zeit wohl von seinem schottischen Widersacher Benandonner so sehr beleidigt, dass er ihn in einem Duell besiegen wollte. Er riss Felsen aus der Klippe um einen Weg nach Schottland zu bauen. Durch den Bau war Fionn allerdings sehr erschöpft und suchte deshalb einen Ausweg, der Auseinandersetzung zu entkommen, denn Benandonner hatte die Aufforderung zum Kampf angenommen.

Fionn verkleidete sich deshalb am Tag des Kampfes als Baby. Als Benandonner in Nordirland ankam erzählte ihm Fionns Frau, dass Fionn selbst gerade nicht zu Hause sei, er solle aber auf einen Tee zu ihr kommen, denn Fionn sei mit Sicherheit bald zurück. Als Benandonner das „Baby“ beim Warten sah packte ihn die Angst – wie groß solle denn bitte der Vater sein, wenn das Baby schon so riesig ist? Daraufhin rannte er schleunigst über den Damm nach Schottland zurück und zerstörte dabei selbigen auch gleich hinter sich.

Welche Geschichte nun die richtige ist kann ich an dieser Stelle nicht mit Sicherheit sagen – aber ich kann und werde euch nun noch ein paar Eindrücke zu meiner Tour geben.

Touren zum Giant’s Causeway

Ich hatte während meiner Zeit in Nordirland eine Unterkunft in Belfast, von dort aus gibt es sehr viele Touren zum Giant’s Causeway. Natürlich kann man das auch auf eigene Faust machen, da ich aber kein Mietauto hatte und die Öffis recht lange dauern, habe ich mich nach entsprechenden Tagesausflügen umgeschaut.

Letzten Endes habe ich mich dann für eine Giant’s Causeway & Game of Thrones Kombi Tour entschieden. Viele Szenen aus GoT wurden in Nordirland gedreht und da ich die Serie wirklich gefeiert habe (und trotz der 8. Staffel noch immer feiere) dachte ich mir, ich nutze die Chance. Wir besuchten 4 Drehorte, 2 vor und 2 nach dem Besuch des Giant’s Causeway.

Am Giant’s Causeway selbst haben wir rund 2 Stunden verbracht, man kann hier nicht nur diese wunderschönen Felsen beobachten sondern auch wirklich gut an den Klippen entlang wandern.

Es macht wirklich Spaß, auf den Giant’s Causeway Felsen herumzuspazieren, allerdings sollte man darauf achten, nur auf die trockenen Steine zu steigen, da die nassen oft sehr glitschig und teilweise auch von Algen überzogen sind. Wie ich außerdem gelernt habe, darf man nicht bis ganz nach vorne zu den letzten Basaltsäulen gehen. Ich habe mich schon gewundert, warum dort vorne, direkt am Meer niemand ist um Fotos zu machen, da es aus der Entfernung hübsch aussah – unterwegs dort hin rief mich dann aber ziemlich schnell ein Mitarbeiter zurück, dass es zu gefährlich sei, so weit nach vorne zu gehen, da man eben abrutschen kann. Insgesamt kann man sich auf den Steinen gut fortbewegen, es schadet aber nicht, wenn man eine gewisse Trittsicherheit mitbringt und ein bisschen aufpasst, wohin man geht.

Kosten & Informationen

Die Tour selbst hat rund 35€ gekostet, darin enthalten war nur die Fahrt ab Belfast und natürlich auch zurück. Getränke und Essen unterwegs musste man selbst bezahlen. Den Giant’s Causeway kann man kostenlos besichtigen. Es gibt zwar eine Halle, durch die man gehen kann, hier zahlt man dann auch Eintritt und die Gelder werden zum Erhalt des Ortes verwendet. Dies ist aber nicht verpflichtend und unser Guide hat uns davon abgeraten.

Ansonsten fand ich allein die Fahrt durch die irische Landschaft schon sehr beeindruckend, denn Irland ist wirklich wunderschön grün, es gibt überall Schafe, Kühe und Pferde. Gedauert hat der Ausflug rund 10 Stunden, der Guide hat im Bus zu den GoT Schauorten und auch zum Giant’s Causeway einige informative Storys erzählt, unter anderem, dass ein Freund von ihm in mehrere Folgen als Statist zu sehen war. (Und darauf war er wirklich sehr stolz.)

Wenn ihr mal nach Irland kommt solltet ihr unbedingt auch Nordirland und den Giant’s Causeway besuchen, es lohnt sich. (Und falls ich mal wieder ohne Max & Martina reisen gehe werde ich euch gern davon berichten 😉 )

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