Unendliche Landschafts-Vielfalt im Tongariro Nationalpark

Der älteste Nationalpark Neuseelands, der gleichzeitig auch der vierälteste der ganzen Welt ist, muss mit seinen drei aktiven Vulkanen ganz oben auf der To-Do-Liste stehen! Wandern, Mountainbike, Reiten, Skifahren, Jagen, Angeln, die Möglichkeiten der Aktivitäten lassen keine Wünsche offen. Im Tongariro Nationalpark gibt es landschaftlich eine unglaubliche Vielfalt zu entdecken!

Neuseeland Placeholder
Neuseeland

Beste Reisezeit: ganzjährig, abhängig davon, ob man Skifahren möchte

Wie viel Zeit sollte man sich für den Tongariro Nationalpark nehmen?
Empfohlene Dauer: 2 Wochen
Mindestdauer: 10 Tage

Steckbrief Tongariro Nationalpark

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Lage: Manawatu-Wanganui, Neuseeland
Nächste Stadt: Turangi, National Park Village, Ohakune
Fläche: 796 km²
Gründung: Oktober 1887

Was gibt’s im Tongariro Nationalpark alles zu sehen?

Mit seinen fast 800 Quadratkilometern bietet sich ein atemberaubend vielseitiges landschaftliches Flair. In Mitten wunderschönster Natur könnt ihr, abhängig natürlich von der Jahreszeit, euch nach Herzenslust austoben, was die sportliche Betätigung betrifft.

Emerald Lakes

Wandern im Tongariro Nationalpark

Wandern in Neuseeland? Oh ja! Ganz besonders im Tongariro Nationalpark. Der Mount Ngauruhoe ist ein ganz spezielles Highlight, der unbedingt in eine Wanderroute integriert werden sollte. Der aktive Vulkan gehört zu den jungen Schichtvulkanen. Der konisch geformte Berg befindet sich im Volcanic Plateau der Nordinsel und ist mit seinen 2291 Metern der höchste Gipfel im Tongariro-Massiv. Wer durch den Tongariro Nationalpark wandert, wird so manche Kulisse vielleicht schon einmal gesehen haben. Die Szenerie für Mordor und Mount Doom von „Der Herr der Ringe“, die ihr aus dem Kino oder Fernsehen kennt, ist nun Ausgangspunkt für eure Wanderung durch Neuseelands Nationalpark. Der Mount Ngauruhoe war übrigens auch Teil der Herr der Ringe Trilogie, wo er als Schicksalsberg seinen großen Auftritt hatte.

Da der Tongariro Nationalpark noch zwei weitere Vulkane (Tongariro und Ruapehu) beheimatet, ist die Landschaft von versteinerten Lavastromtälern und wunderschönen Explosionskratern, die mit türkisblauem Wasser gefüllt sind, geprägt. Daher ist jede Route durch Neuseelands Nationalpark ein absoluter Genuss. Eine der beliebtesten Touren ist der „Great Walk“, der Tongariro Northern Circuit. Der Rundwanderweg führt euch auf 42 Kilometern quer durch den Nationalpark, begonnen wird in Whakapapa. Aktives Vulkanland, Gletschertäler, unendliche Wälder und wunderschöne, smaragdgrüne Seen werden diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Insgesamt seid ihr drei oder vier Tage unterwegs und übernachtet in Hütten, die zwischen Oktober und April als Great Walk Hütten“ gekennzeichnet sind. Die Unterkünfte könnt ihr vorab online buchen.

Tongariro Alpine Crossing

Das absolute Must-Have ist das Tongariro Alpine Crossing, die schönste und eindeutig beliebteste Wanderung durch Neuseelands Nationalpark. Anders als beim Great Walk handelt es sich dabei nicht um einen Rundweg, doch durch die regelmäßigen Fahrten von Shuttle-Bussen kann man die Tour nach Erreichen des Zieles leicht beenden. Auf 19,4 Kilometern erreicht ihr, ausgehend vom Mangatepopo Valley, den Mount Ngauruhoe. Bis man oben angelangt ist, ist nahezu jeder einzelne Meter ein unvergessliches Highlight. Aktive Geothermalzonen und tiefblaue bzw. smaragdgrüne Kraterseen bilden eine atemberaubende Kulisse, die den Aufstieg um Einiges erleichtern. Bei klarem Himmel könnt ihr auf eurer Route sogar bis zum Mount Taranaki im Westen der Insel blicken. 19,4 Kilometer sind eine ganze Menge, doch nach frühem Aufstehen schafft ihr die Wanderung an einem Tag. Ob ihr sie auf eigene Faust oder geführt antreten wollt, bleibt euch überlassen. Da ihr auf einen Berg wollt, solltet ihr in den Wintermonaten aber den Schnee mit einberechnen. Diese große Tagestour kann natürlich auch bei Schnee angetreten werden, allerdings empfiehlt es sich hier, an einer geführten Wanderung teilzunehmen. Das Wandern in Neuseeland sollte sich niemand entgehen lassen, der dieses Land besucht!

Skifahren im Tongariro Nationalpark

An Neuseeland als Skigebiet hätte man wohl nicht sofort gedacht. Doch von Juli bis November haben Schnee-Liebhaber in den Skigebieten am Mount Ruapehu, Mount Whakapapa und Mount Turoa perfekte Bedingungen. Für Nicht-Skifahrer stehen natürlich auch Rodelpisten zur Verfügung. Der Ausblick, der euch geboten wird, stellt sämtliche Skiurlaube in den Alpenregionen sofort in den Schatten! 100 Quadratkilometer Piste, 24 Lifte, Skispaß ist hier garantiert.

Auf den Spuren der Maori

Die Ureinwohner Neuseelands verbinden mit den Bergen im Tongariro Nationalpark enorme spirituelle Erinnerungen. Der Legende nach erstarrte der Hohepriester Ngatoroirangi auf einer Erkundungstour durch Tongariro bei einem Schneesturm und bat Hawaiki, das traditionelle polynesische Heimatland der Maori, ihm Feuer zu bringen. Sein Gebet wurde erhört und über den Kanal, der heute „pazifischer Feuergürtel“ genannt wird, brach der Berg aus.

Naturschauspiele im Tongariro Nationalpark, soweit das Auge reicht

Die Wanderung auf den Mount Ngauruhoe ist Pflicht, zeigt euch aber noch lange nicht alles, was ihr im Tongariro Nationalpart besucht haben solltet.

Taranaki Falls

Der 20 Meter hohe Wasserfall fasziniert jedes Mal aufs Neue. Nach der anstrengenden Tour zuvor habt ihr hier eine entspannte, zweistündige Strecke vor euch, die mit einem traumhaften Ausblick aufwartet. Die Gegebenheit der Tour ist nicht schwer, sodass die kleine Wanderung auch für Kinder bestens geeignet wäre. Die Landschaft, durch die man läuft, entschädigt ohnehin für jeden Schritt. Buschlandschaften, Buchenwälder, vorbei an Farnen und kleinen Bachläufen und der sagenhafte Ausblick auf den Vulkankegel des Ngauruhoe machen den Weg zu den Taranaki Falls unvergesslich

Ohakune Old Coach Road

Ein Highlight für alle Radfahrer. Der Mountainbike-Trail der Ohakune Old Coach Road führt durch herrliche Buschlandschaften und ist mit seinen 17 Kilometern für Jedermann machbar. Auf dem gut ausgebauten Weg findet man zahlreiche Infotafeln, die Einblicke in die Geschichte geben. Von einer Shuttle-Station aus gelangt man direkt zum Beginn der Tour, von dort aus ist man schließlich, mit einigen Trink- und Fotopausen, gut drei Stunden auf dem Rad unterwegs.
Alle Touren, ganz egal ob mit dem Rad, zu Fuß oder per Bus, können im Vorfeld als Komplettpaket mit Übernachtungsmöglichkeiten gebucht werden.

Übernachten im Tongariro Nationalpark

Nächtigen in Neuseelands Nationalpark? Hier gibt es für jeden Reisenden die passende Unterkunft. Es gibt 4-Sterne-Hotels, die um die 115 Euro pro Nacht kosten, oder aber kleine Hütten, wo ihr für unter 20 Euro schlafen könnt. Ein richtiges Hotel bietet sich eigentlich nur an, wenn ihr ausschließlich an einem bestimmten Gebiet interessiert seid. Aber wer schon einmal hier am anderen Ende der Welt ist, sollte sich natürlich von A bis Z so viel wie nur möglich anschauen. Auf die Buchung von kleinen Hütten zu setzen ist also ratsamer, so seid ihr flexibel und auch mit dem Nötigsten ausgestattet. Und eine finanzielle Entlastung ist es in Anbetracht der teuren Flüge natürlich auch, bei eurem Neuseeland-Aufenthalt den Fokus auf die Landschaft zu legen.

Der Tongariro Nationalpark auf Weltreise?

Klare Antwort: Unbedingt! Der älteste von Neuseelands Nationalparkst besticht mit Naturphänomenen, die man wohl nur hier bewundern kann. Man könnte wohl unendlich viele Tage dort sein, Berge, Lavatäler und Schneelandschaften würden wohl wöchentlich anders aussehen. Bei derart viel Naturschauspiel müsst ihr vor der Reise unbedingt dafür sorgen, ausreichend Speicherplatz für Fotos zur Verfügung zu haben, denn diese Erinnerungen müssen für immer festgehalten werden!

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