Tikal – Maya Ruine und Nationalpark

Warum sollte man Tikal gesehen haben?
Der Platz der sieben Tempel, die Zwillingspaläste, Tempel I, Tempel II, die Zentrale Akropolis,… sind nur einige der Bauten, die sich in der Maya-Stadt Tikal befinden. Die Gründe, die für einen Besuch Tikals sprechen, sind vielfältig, ebenso, wie der Ort an sich. Tikal an sich ist eine Maya Stadt in den Regenwäldern im nördlichen Guatemala.

Das Besondere an dem Ort ist, dass er wohl eine der am besten erforschten Maya-Städte überhaupt ist. Der gleichnamige Nationalpark, in dem die Stadt liegt, erstreckt sich über 576 km² nahezu unberührten Regenwaldes. Ein nahezu einzigartiger Ort also, der nicht nur aufgrund seiner Bauten, sondern aufgrund seiner ganzen Umgebung etwas ganz Besonderes ist.

Guatemala Placeholder
Guatemala

Beste Reisezeit:
November – April (Sommer)

Wie viel Zeit sollte man sich für Tikal nehmen?
Empfohlende Dauer: 3-5 Tage
Mindestdauer: 2 Tage

Steckbrief:
Name: Tikal
Größe (Stadt): 65 km², zentraler Bereich etwa 16 km²
Größe (gesamt): 576 km²
Land: Guatemala

Entstehung:
Die Besiedlung von Tikal begann etwa 900 v. Chr., darauf deuten alte Keramikfunde hin. Aber erst 500 Jahre später wurden größere, und komplexere Bauten errichtet, von dieser Zeit an entwickelte sich Tikal zu einem der Zentren seiner Zeit.

Seit fast 2000 Jahren!

Etwa 200 nach Christus wurde der Einfluss der zentralmexikanischen Stadt Teotihuacán größer, was sich vor allem in der Tempelarchitektur zeigte. Eine Eroberung der Stadt folgte, dennoch blieben die kulturellen Verweise auf Zentralmexiko nicht lange erhalten.

Mitte des fünften Jahrhunderts begann die expansive Phase der Stadt, obwohl es zu der Zeit dynastische Probleme und Wechsel bezüglich der Thronfolge gab.

Auch in den folgenden Jahrhunderten gab es immer wieder Schwächeperioden, Machtübernahmen und ähnliches, und dennoch war Tikal eine der führenden Mächte der Region. Erst Anfang des 9. Jahrhunderts begann der Niedergang der Stadt. Warum zu der Zeit die gesamte Maya-Zivilisation zu Grunde ging, ist bis heute unter den Wissenschaftlern ein stark diskutiertes Geheimnis. Eine mögliche Erklärung wäre eine Dürreperiode, die um 800 einsetzte und zu einem extrem trockenen Klima führte, welches bis zum 10. Jahrhundert anhielt. Trotz allem war Tikal eine der am längsten überlebenden, klassischen Maya-Städte. Dies konnte belegt werden anhand einer Stele mit der Datierung aus dem Jahr 879.

Was gibt es in Tikal zu entdecken?

Ein toller Nationalpark

Der Nationalpark
Der Nationalpark Tikal erstaunt mit seiner Artenvielfalt. Auf den über 5500 km² sind über 300 verschiedene Vogelarten heimisch. Außerdem finden sich diverse Affen, Nasenbären, aber auch Jaguare und Krokodile. Vor allem morgens sind viele der Tiere zu sehen.
Aber nicht nur die Tiere sind bewundernswert. Viele Bauten in der Region sind noch nicht erschlossen – der Regenwald, die Natur haben sie gänzlich überwachsen.

Die großen Tempel
Es gibt viele verschieden Tempel in Tikal und noch sind längst nicht alle davon gefunden. Jene, die aber bereits für den Tourismus zugänglich sind, erzählen alle ihre eigenen Geschichten. Manchen dienten beispielsweise als Grabkammern, andere wiederum wurden zu Ehren von hochrangigen Menschen gebaut. Die Tempel selbst sind ebenfalls bei weitem noch nicht alle erschlossen, was dem gesamten Ort eine nahezu mystische Atmosphäre gibt.

Die meisten Tempel können von den Besuchern erklommen werden, was einem herrlichen Ausblick über die Stadt bzw. das ganze Gebiet bedeutet. Gute Schuhe, Schwindelfreiheit und auch Kondition sind nötig, um den schönen Blick genießen zu können.

Viel zu viel zu Entdecken
Aber Tikal besteht nicht nur aus Tempeln, die es zu bestaunen gibt. Oftmals wurden Gebäude in Gruppen um Plazas arrangiert. Wer Tikal heute besucht, kann ebenfalls dabei zusehen, wie einige dieser Plätze ganz aktuell freigelegt und restauriert werden.

Die Paläste und sonstigen Plätze, die sich in der Maya-Stadt finden, hatten alle ihre eigenen Aufgaben, bzw. Bestimmungen. Manche Plätze wurden zur Sonnen- und Sternenbeobachtung genutzt. Andere Orte dienten aber auch als Ballspielplätze, Wohnhäuser, Marktplätze und Versammlungsorte. Insgesamt kann man also einige Tagein Tikal verbringen und immer wieder Neues entdecken.

Wie bei den meisten Mayastätten gibt es auch in Tikal Museen. Aufgrund der Größe der Stadt und den vielen, verschiedenen Funden entschied man, diese aufzuteilen. In einem Museum befinden sich alte Stelen und andere Steinmetzarbeiten, zudem ein Modell der Stadt 800 n. Chr.. Das zweite Museum beherbergt Jadekunst, Keramiken, Knochen und andere Fundstücke aus den Bauten. Diese sind meist etwa von 8 – 16 Uhr geöffnet und kosten ein paar Euro Eintritt, sind aber durchaus interessant.

Sonstige Informationen

Unterkunft
Wer Tikal besuchen will, braucht eine Unterkunft. Viele Möglichkeiten dafür gibt es in Flores, die Stadt ist etwa 1 Stunde und 15 Minuten von Tikal entfernt. Von dort aus werden viele Fahrten in die Mayastadt angeboten. Wer aber schon früh am Morgen in der Maya-Stadt sein möchte, was sich wirklich empfehlenswert ist, kann direkt an der Anlage selbst übernachten.

Hierfür gibt es einige wenige Hotelzimmer die zur Verfügung stehen, oder aber auch einen Campingplatz. Dieser kann nicht reserviert werden, was aber auch nicht nötig ist. Zudem ist er mit GTQ30 (etwa 4€) recht günstig. Zelte, Hängematten und ähnliches können dafür sogar gegen Aufpreis ausgeliehen werden. Die Duschen sind zwar kalt, aber dafür schläft man direkt am Haupteingang der Stadt.

Wie kommt man an diesen Ort?

Anreise
Die Anreise ist mit dem Flugzeug nach Flores möglich. Von der Stadt kommt man relativ schnell nach Tikal und dort finden sich zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.

Von dort aus geht es, im Normalfall, mit einem Shuttlebus dann in die Maya-Stadt. Da die Straße aber bei Nacht sehr unsicher ist, sollte man, falls man früh in Tikal sein möchte, lieber schon einen Tag vorher anreisen.
Auch wer in diesem Gebiet eine Kreuzfahrt macht hat die Chance, Tikal im Rahmen eines Tagesausfluges zu besichtigen – allerdings hat man dabei meist nur ein paar Stunden Zeit, viel zu wenig für den schier unendlich großen Komplex.

Gesundheitliche Aspekte
In Guatemala gibt es einige Tiere, die auch für Menschen gefährlich sind. Zwar gibt es einige Giftschlagen, doch wenn Menschen gebissen werden, dann nur aus Versehen. Aufpassen sollte man hier trotzdem. Viel gefährlicher sind Moskitos, die gefährliche Krankheiten übertragen können. Mückenschutz und Mückennetze für die Nacht sollten also unbedingt mit ins Gepäck.

Wenn es in Tikal zu Unfällen kommt, dann meistens, weil Touristen an den Tempeln und Pyramiden herumklettern und sich dabei überschätzen. Hier sollte man grundsätzlich seinen Verstand nutzen, um auch nach dem Aufenthalt in der Tempelstadt noch weiter reisen zu können.

Tikal auf Weltreise
Tikal ist eine wunderschöne Tempelstadt, die gleichzeitig aber viel mehr zu bieten hat als ein paar „alte Bauten“. Wer die Zeit hat, sollte in der Umgebung unbedingt ein paar Tage verbringen um sich in dem schönen Gebiet im Regenwald neue Eindrücke zu holen.

Google Maps:

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