Einmal rauf auf das Dach der Welt!

Warum sollte man Tibet gesehen haben?

Mysterium und Sehnsuchtsort, endlose Täler, der Mount Everest und ein Leben, wie man es nur an diesem Fleckchen Erde erleben kann: Tibet, die autonome Region Chinas, reizt viele und sollte bei einer Weltreise unbedingt auf dem Plan stehen.

Beste Reisezeit: Mai bis September
Wie viel Zeit sollte man sich für Tibet nehmen?
Empfohlene Dauer: 10-14 Tage
Mindestdauer: 1 Woche

Steckbrief Tibet

Lage: Hochland in Zentralasien, abgeschieden durch den Himalaya
Fläche: 2,5 Millionen km²
Zugehörigkeit: repressive Herrschaft Pekings
Staatsoberhaupt: Dalai Lama

Vorsicht bei Reisebeginn einer Tibetreise!

Der Himalaya, endlose Steppen, kulturelle Schätze, ein Zentrum des Buddhismus, Tibet zieht Jahr für Jahr mehrere Millionen Touristen an. Aber anders als bei vielen Zielen der Welt gibt es in Tibet einige Dinge, die man vor Reisebeginn wissen sollte. Einreise, Visum und Klima sind mit ein wenig Aufwand und guter Vorbereitung verbunden.

Da sich die Einreise recht schwierig gestalten kann, empfiehlt es sich, seine Tibet-Reise mit Hilfe von dafür zuständigen Agenturen zusammenzustellen. Hier gibt es einige top Anlaufstellen (unter anderem http://www.tibetreiseexperte.de/, http://www.tibetreisen.de/ ), die auch verschiedene Längen der Touren anbieten, sodass ihr sicher seid, dass der Zeitraum genau der richtige innerhalb einer Weltreise ist. Für die Einreise benötigt ihr folgende Dinge: Zunächst ist die Einreisegenehmigung für Tibet wichtig, die bekommt ihr aber nur, wenn auch ein Fahrer und ein offizieller Reiseführer. Die Einreisegenehmigung solltet ihr unbedingt besorgen, bevor ihr weitere Pläne macht. Die chinesischen Behörden ändern nicht selten etwas an den Regularien oder legen plötzlich Sperren fest, sodass ihr auf einmal vor verschlossenen Türen stehen könnt. Außerdem braucht ihr zwingend das Tibet Permit, um überhaupt erst mit Zug oder Flugzeug nach Tibet zu kommen. Da eine Reise nach Tibet so genau geplant werden muss, ist es nahezu unmöglich, spontan mit einem Rucksack auf Tour zu gehen.

Nachdem die Einreise geschafft ist folgt Kultur und WOW!

Kultur pur – Zentrum des Buddhismus und einer ganz besonderen Kultur!

Lhasa, Tibets Hauptstadt, verfügt über einen Flughafen. Non-Stop-Flüge gibt es von Deutschland aus aber nicht, bei einem oder zwei Zwischenstopps kommen so schnell einmal 20-30 Reise-Stunden zusammen. Ein Zwischenstopp in China kann mit ganz schön langen Wartezeiten verbunden sein, so ist es vielleicht ratsam, 2-3 Tage in Peking (oder einer anderen chinesischen Stadt) zu bleiben, um sich schon einmal akklimatisieren zu können. Auch mit dem Zug kann man von China aus nach Lhasa kommen, allerdings sind die Tickets erst 10 Tage vor Reiseantritt buchbar und sehr schnell vergriffen. Wer länger als 72 Stunden in China bleibt, darf sich allerdings nicht auf sein 72-stündiges Transitvisum verlassen.

Das Klima in Tibet ist durch die riesige Ausdehnung stark unterschiedlich von Nord nach Süd. Außerdem wird es, logisch, immer kälter, je höher man hinauf möchte. Je nach eurem Wunschgebiet sollte in jedem Fall warme Kleidung eingepackt werden, da die Temperaturen nachts weit nach unten gehen können. Bedacht werden sollte auch unbedingt die Regenzeit, die in den Monaten Juli und August. Allerdings regnet es meist nur nachts, daher habt ihr tagsüber die volle Gestaltungsfreiheit.
Tibet entdecken

Nun aber genug der Vorbereitung, die Reise nach Tibet kann nun endlich losgehen!

Lhasa: Die Hauptstadt von Tibet wartet mit einer der größten Attraktionen auf, die ihr im ganzen Gebiet finden könnt: Der Potala Palast, der frühere Regierungssitz des Dalai Lamas, liegt weit oben auf dem Berg Mapori, der sich 130 Meter über Lhasa erhebt. Dieser Palast ist eine der wichtigsten Pilgerstätten für die tibetischen Mönche und taucht auch im UNESCO-Weltkulturerbe auf. Beachten müsst ihr aber, dass Tag für Tag nur 2.300 Touristen zur Besichtigung hineingelassen werden. Im Palast sind mehr als 3.700kg Gold verarbeitet. Die Hauptstadt von Tibet bietet neben dem Potala Palast auch noch den Jokhang- Tempel. Jeder Tibeter sollte mindestens einmal in seinem Leben hierher gepilgert sein. Im Westen der Hauptstadt findet ihr den Norbulingka. Hier residierte der Dalai Lama früher im Sommer. Riesen Parkanlagen, tibetansiche Architektur mit 374 Räumen und sogar ein Zoo warten auf euch. Mit dem Lahsa-Express ist die Hauptstadt von Tibet mit Peking verbunden. Zwei Tage lang könnt ihr auf dieser einzigartigen Strecke auf der höchsten Bahnlinie der Welt durch teilweise unberührte Natur reisen.

Hochland von Tibet: Gletscher, unendliche Gebirgszüge, tiefe Schluchten mit reißenden Flüssen und völlig fremde Kulturen und Bräuche. Im Hochland von Tibet taucht ihr in eine ganz neue, aufregende Welt ein. Das Gebiet liegt 4000-5500 Meter über dem Meeresspiegel und erstreckt sich über rund 2 Millionen km². Der höchste Gipfel im Hochland von Tibet ist gut 7.000 Meter hoch. Dazu kommen zahlreiche Salzseen wie der Tilicho Lake, der mit seiner Lage auf 4.920 Metern der höchstgelegene See der Welt ist. Steppen, dichte Wälder und Wüsten bieten dazu Raum und Schutz für zahlreiche Tierarten. Kiangs, Yaks, Schafe, asiatische Schwarzbären und Antilopenarten kreuzen hier schon einmal eure Wege.

Berg Kailash und Rongpu Tal sind ein Muss!

Rongpu Tal: Mit dem Rongpu Kloster steht hier das höchste Kloster der Welt. Viel beeindruckend ist aber, dass man sich von diesem Tal aus direkt vor der Nordwand des Mount Everest befindet, was einem einen unvergesslichen Anblick bescheren wird. Das Mount Everest Base Camp, von wo aus die Bergsteiger aufbrechen, um die letzte Etappe zum Gipfel zu erklimmen, liegt ebenfalls gleich um die Ecke. Von der Hauptstadt aus lohnt sich ein Tagestrip hier her nicht, doch im Tal gibt es ein paar nette Hütten, um länger zu verweilen.

Berg Kailash: Der Berg Kailash ist einer der beeindruckendsten Orte Tibets. Im Gangdise- Gebirge gelegen, wurde er noch nie bestiegen. Der Berg, der optisch an eine Pyramide erinnert, ist das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt und ist den Tibeters heilig, auch, weil in seinem Gebiet gleich vier große Flüsse entspringen. Von Lhasa aus ist die Anreise relativ kompliziert, trotz verbesserter Infrastruktur. Für eine längere Tibet-Reise aber ein absolutes Muss!

Tibet auf Weltreise?

Endlose Strände, türkisblaues Wasser, gigantische Wolkenkratzer oder kulinarische Highlights, das alles gibt es an vielen Orten der Erde. Tibet aber bietet euch Dinge, die ihr so kein zweites Mal erleben könnt. Der höchste Berg, der am höchsten gelegene Fluss, unendliche Leeren in Mitten großartiger Natur und die große Ruhe. Ganz klar: Ein Abstecher nach Tibet wird zu euren absoluten Highlights der Weltreise zählen. Ganz besonders viel bekommt ihr zu sehen, wenn ihr die Zugverbindung in die Hauptstadt nutzt. Es ist also sinnvoll, die Etappe „Tibet“ nach dem Erkunden Chinas einzubauen. Die etwas komplizierten Einreisebedingungen, die euch Profils erleichtern können, habt ihr sicherlich vergessen, sobald ihr in den ewigen Weiten auf dem Dach der Welt steht!

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