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Schloss von Versailles

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Das Schloss von Versailles in Frankreich

Warum sollte man das Schloss von Versailles in Frankreich gesehen haben?
Als eine der größten Palastanlagen und Vorbild für viele spätere Schlossbauten zeichnet sich die ehemalige Residenz der französischen Könige, die im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde, als Sehenswürdigkeit der Sonderklasse aus. Zu den von dem beeindruckenden Monument inspirierten Gebäuden zählt unter anderem Schloss Ludwigsburg nördlich von Stuttgart, das in den Jahren zwischen 1704 und 1733 erbaut wurde. In der Zeit des Historismus ließ der bayerische König Ludwig II. ab 1878 in Herrenchiemsee ein Abbild des berühmten französischen Schlosses errichten. Das Schloss vor den Toren von Paris gewährt dir einen unvergleichlichen Einblick in die höfische Kultur zu der Zeit Ludwigs XIV., die an Prunk alles andere übertrifft und ein Symbol der Macht des Sonnenkönigs darstellt.
Frankreich Placeholder
Frankreich
Beste Reisezeit:
das ganze Jahr
Wie viel Zeit sollte man sich für das Schloss von Versailles nehmen?
Empfohlene Dauer: 2 Tage
Mindest Dauer: 1 Tag
Steckbrief:
Name: Schloss von Versailles
Größe oder Fläche:
Land: Frankreich
Bau:
Im Jahr 1623 ließ sich Ludwig XIII. an der Stelle des heutigen Prunkpalastes ein kleines Jagdschloss erbauen. Dieses bildete den Kern der neuen Residenz seines Sohnes, der es trotz anderslautenden Empfehlungen in den Neubau miteinbeziehen ließ. Mit den ersten kleinen Umbauten begann man zwar ab dem Jahr 1661, die entscheidende Erweiterung geschah allerdings erst nach dem Aachener Frieden von 1668, der den Frieden zwischen Frankreich und Spanien besiegelte. Als Bauleiter fungierte zu Beginn Louis Le Vau, 1678 wurde er durch Jules Hardouin-Mansart abgelöst.

Ein Stück Weltgeschichte

Wegen der unterschiedlichen Aufbauphasen blieb das Schloss in Versailles bis zum Tod von Ludwig XIV. im Jahr 1715 eine Großbaustelle. Die Ursache ist darin zu sehen, dass der Bau immer nur in den Kriegspausen weitergeführt wurde. Die Palastarchitektur besticht durch ihre zurückhaltenden Formen. Die Mitte wird nur dezent hervorgehoben, wodurch der Eindruck der Regelmäßigkeit noch verstärkt wird.

Der Glanz aus vergangenen Zeiten!

Was gibt es im Schloss von Versailles zu entdecken?
Schon 1662 zogen der gesamte französische Hofstaat und die Verwaltung in das noch nicht fertiggestellte Schloss von Versailles. Im Rahmen der Französischen Revolution musste Ludwig XVI. im Jahr 1789 mit seiner Gefolgschaft nach Paris umziehen. Heute stehen der Palast und die prunkvolle Gartenanlage allen Interessierten zur Besichtigung zur Verfügung. Im Rahmen von Führungen oder mithilfe eines Audioguides kannst du dich in eine unvergleichliche Welt voller Luxus zurückversetzen lassen und dir selbst ein Bild von der Macht des absolutistisch regierenden Königs machen, dessen Spruch „L’état, c’est moi“, das heißt „Der Staat bin ich“, sein Selbstverständnis perfekt wiedergibt. Insgesamt befinden sich in dem 63.154 Quadratmeter großen Gebäude ganze 2.300 Räume.

Ein riesiger Palast mit über 2300 Räumen

Der berühmteste von ihnen ist der Spiegelsaal. In Richtung Park öffnen sich dort 17 große Fenster: Diesen stehen ebenso große Spiegel an der Innenwand gegenüber. Dadurch wird der Außenbereich in das Innere des Palastes gebracht. Der Maler der prachtvollen Deckengemälde war Charles Lebrun. Ihm gelang es auf eine perfekte Weise, den Machtanspruch des Königs zu verbildlichen und dadurch allen Betrachtern zu verdeutlichen. Der Raum wurde nicht nur als Festsaal genutzt, sondern auch als Treffpunkt der Gesellschaft. Deshalb spielte sich an diesem Ort ein Großteil des Hoflebens ab. Weitere Highlights stellen der Garten und der Park dar, weshalb du bei der Planung deines Besuches auch das Wetter mitberücksichtigen solltest.

Ein Ort mit Geschichte

Bis zum Barock herrschten in Europa eher kleine Gartenanlagen mit geometrisch angelegten Beeten nach italienischen Vorbild vor. Durch den Park von Versailles, einem großzügigen, nach perspektivischen Gesichtspunkten kreierten Landschaftsgarten, wurde nun eine vollkommen neue Gattung modern. Diese Anlage mit ihren langgestreckten Alleen, Fontänen, Wasserbecken und Skulpturen solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Für Ludwig XIV. war sein symmetrischer Garten, mit dessen Gestaltung er im Jahr 1661 André Le Nôtre beauftragte, genauso wichtig wie der Schlossbau selbst. Besuche dabei auch unbedingt die von Jules Hardouin-Mansart errichtete Orangerie, in der sich unter anderem Orangenbäume aus Italien, Portugal und Frankreich, Palmen oder Granatapfelbäume befinden.

Auf dem Gelände findest du auch den Großen Trianon. Dabei handelt es sich um ein Lustschloss, das dem König als privater Rückzugsort diente. Im Jahr 1768 ließ Ludwig XV. für sich und seine Mätresse den Petit Trianon erbauen. Ludwig XVI. schenkte diesen 1774 seiner Gattin Marie Antoinette, die sich nur schwer dem Leben am französischen Hof anpassen konnte. Außerdem bietet dir das Schloss von Versailles eine Kutschengalerie, wechselnde Ausstellungen im Großen Trianon und unterschiedliche Shows. Wähle vor deiner Reise das für dich passende Programm aus und buche schon vorab dein Ticket.
Sonstige Informationen:
Zu einer weltweiten Bekanntheit gelangte das Schloss spätestens durch den dort unterzeichneten Friedensvertrag von Versailles im Jahr 1919. Damit war der Erste Weltkrieg offiziell beendet. Gleichzeitig fand der Gründungsakt des Völkerbunds, des Vorläufers der Vereinten Nationen, statt. Wie schon zuvor bei der Kaiserproklamation 1871, die während des Deutsch-Französischen Krieges geschah und als Gründungsakt des Deutschen Reiches gilt, wurde dafür der Spiegelsaal ausgewählt. Aufgrund der weitreichenden Bedeutung der Palastanlage und ihres prachtvollen Flairs solltest du sie auch bei einer Weltreise einplanen. Die Entfernung zum Zentrum des Hotspots Paris, den du wahrscheinlich nicht auslassen wirst, beträgt nur 22 Kilometer. Übrigens besuchen jedes Jahr rund sieben Millionen Menschen das ehemalige Macht- und Kulturzentrum Frankreichs.

Leider mit Wartezeit

Da die Wartezeit auf die Tickets dementsprechend dauert, solltest du diese schon im Vorhinein online buchen. Insgesamt stehen dir sechs Eingänge zur Verfügung. Es gibt sogar einen Eingang, in den du mit deinem Auto fahren kannst. Das Parken ist in den meisten Fällen kostenpflichtig. Falls du kein Fahrzeug zur Verfügung hast, dann erweist sich der RER C übrigens als günstigste und einfachste Möglichkeit, um von Paris nach Versailles zu gelangen. Noch ein ganz besonders heißer Tipp: Auf dem großen Kanal im Schlosspark kannst du dir von März bis September ein Ruderboot ausleihen und die tolle Umgebung genießen. Du wirst den kleinen Abstecher in den Vorort von Paris mit Sicherheit in ausgesprochen guter Erinnerung behalten.

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