Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten

Warum sollte man die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gesehen haben?
Mit einem Alter von etwa 4.500 Jahren gehören sie zu den ältesten noch erhaltenen von Menschenhand geschaffenen Bauwerken – die Pyramiden von Gizeh. Sie sind das einzige Bauwerk der sieben Weltwunder der Antike, welches auch heute noch erhalten ist und zählen als Weltkulturerbe. Die Pyramiden, um die sich auch heute noch viele ungeklärte Mysterien ranken, sind also einen Besuch wert, um in die längst vergangene Zeit der Pharaonen von Ägypten einzutauchen.
Ägypten Placeholder
Ägypten
Beste Reisezeit:
das ganze Jahr
Wie viel Zeit sollte man sich für die Pyramiden von Gizeh nehmen?
Empfohlene Dauer: 2-3 Tage
Mindest Dauer: 1 Tag
Steckbrief:
Name: Pyramiden von Gizeh
Fläche: 16.359 ha
Standort: Gizeh bei Kairo
Land: Ägypten
Entstehung:
Bereits lange vor dem Bau der ersten Pyramiden entstanden Mastabas, also altägyptische Grabbauten, wodurch das Pyramidenfeld in Gizeh schon seit jeher ein bedeutender Friedhof war. Es kann heute nicht mehr nachgewiesen werden, wie viele der alten Gräber durch den Bau zerstört wurden.
Der Bau begann rund 2620 vor Christus und dauerte gut 120 Jahre. Er fand in der 4. Dynastie der ägyptischen Herrscher statt. Allein der Bau der Straße, auf der die Rohstoffe für die Pyramiden nach Gizeh transportiert wurden, dauerte einer Legende zufolge bereits 10 Jahre. Die Pyramiden wurden auf einem 1000 m x 2000m großen Kalksteinplateau errichtet, zudem entstanden vor Ort aber auch Nebenpyramiden, Tempelanlagen, Friedhöfe und mehr.
Nach der 4. Dynastie wurde es ruhiger um die Pyramidenanlage, aus dem mittleren Reich sind kaum Überreste vorhanden, erst während des Neuen Reiches (etwa 1550 – 1070 v. Chr.) fanden erstmalig wieder Restaurierungsarbeiten an den Bauwerken statt.
Die wissenschaftliche Erforschung der Pyramiden in der Neuzeit begann etwa um 1798/ 1799. Seitdem gab es immer wieder Ausgrabungen und Funde, die wissenschaftlich untersucht wurden. Trotz allem sind weder das Gebiet noch die Pyramiden bis heute gänzlich erschlossen.

Königreich der Pharaonen

Was gibt es bei Pyramiden von Gizeh zu entdecken?
Die Pyramiden
Die höchste und wohl bekannteste der Pyramiden ist die Cheops Pyramiden zu Ehren des Pharao Cheops. Sie war ursprünglich 146 m hoch, heute ist sie aufgrund von Absenkungen nur noch 138 m hoch. Die Pyramide besteht aus etwa 3 Millionen Steinblöcken, bei welchem jeder rund 2,5 t wiegt. Ein monumentales Bauwerk, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Ägypter beim Bau keine beräderten Fuhrwerke verwendeten, sondern die Lasten wahrscheinlich über die schiefen Ebenen zogen. Im Inneren befinden sich Königsgrabkammern, Königinnenkammern, diverse unterirdische Grabkammern, Galerien und mehr.

Die mittlere der Pyramiden wurde zu Ehren des Pharao Chephren gebaut, so auch ihr Name, Chefren-Pyramide. Obwohl sie heutzutage 2 m kleiner ist als die Cheops-Pyramide, wirkt sie höher, da sie rund 10 Meter höher steht. Viele Laien verwechseln die beiden Pyramiden deshalb oftmals miteinander.
Die kleinste Pyramide ist die Mykerinos-Pyramide, für den gleichnamigen Pharao. Sie war ursprünglich nur 65 m hoch, also nicht halb so hoch, wie die anderen beiden.
Alle drei Pyramiden waren früher mit Kalksteinplatten verkleidet und hatten somit eine glatte Oberfläche, nicht so, wie wir sie heute kennen, als Stufenpyramiden.
Was viele Besucher nicht wissen, ist, dass es auch eine sogenannte „vierte Pyramide von Gizeh“ gibt, diese liegt südöstlich der Chephren-Pyramide. Ursprünglich hielt man diese für eine unvollendete Pyramide, aber es handelt sich dabei um eine zweistufige Stufenpyramide. Sie ist 17 m hoch und bei dem Grabbau befand sich eine Siedlung für Priester sowie ein Schiffsgrab – Attribute, die die Pyramide zu einem vollwertigen Herrschergrab machen.

Rätselhafte Pyramiden

Viele Rätsel rund um die Pyramiden
Obwohl die Pyramiden eigentlich Grabkammern beinhalten wurde bis heute kein einziger Leichnam darin gefunden. Selbst der Sarkophag, welcher in der Königskammer der Cheops-Pyramide gefunden und geöffnet wurde war leer, das Rätsel um den Verbleib der Gebeine des Pharaonen ist bis heute ungeklärt. Zudem sind auch längst nicht alle Kammern im Inneren der Pyramiden gefunden und erschlossen. Was sich also in den Tiefen des Bauwerks verbirgt, bleibt wohl noch lange ein Rätsle. Aber auch die spärlichen Funde und Hieroglyphen in den Bauten geben noch sehr viele ungelöste Rätsel mit.
Aber wie aus überlieferten Schriften aus dem Jahr 450 v. Chr. deutlich wurde, gab es auch damals schon unzählige Mythen und Legenden rund um die Bauwerke, zu denen auch die bekannte Sphynx zählt.
Die vier Seiten der Pyramiden sind jeweils exakt nach den 4 Himmelsrichtungen ausgerichtet und es gibt weitere Anzeichen, dass die Pyramiden nach einem astronomischen Schema errichtet wurden.
Einigermaßen klar scheint zu sein, dass die Pyramiden eine Art Verbindung zwischen Himmel und Erde darstellen sollen, vor allem, um den Pharaonen, bzw. ihren Seelen nach deren Tod den Aufstieg in den Himmel zu erleichtern.
Die Forschung, Ausgrabungen und Arbeiten rund um die Denkmäler sind noch immer in vollem Gange, und bis das letzte Rätsel endgültig gelöst ist, wird noch sehr viel Zeit vergehen – falls je alle Rätsel gelöst werden können.

Sonstige Informationen:

Touristen soweit das Auge reicht

Vom Tourismus überrannt
Die Pyramiden sind bekannt, alt, besonders und tragen eine einzigartige Geschichte – somit ist die Haupteinnahmequelle der Region der Tourismus. Dementsprechend viele Touristen pilgern nach Ägypten um diesen sagenumwogenen Ort wenigstens einmal zu sehen. Viele empfinden die Souvenirverkäufer, Kameltreiber und ähnliches als sehr störend und finden es schwer, sich auf das Weltwunder einzulassen, wenn gleichzeitig versucht wird, den Reisenden etwas anzudrehen.
Anreise
Gizeh liegt nur 23 km entfernt vom internationalen Flughafen in Kairo, somit sind die Stadt, und damit auch die Pyramiden, von überall in der Welt aus relativ schnell und einfach zu erreichen. Wöchentliche fliegen mehr als 2.000 Flüge in Kairo an und ab.
Von dort aus gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, nach Gizeh zu gelangen, entweder per Taxi, Bus oder Mietauto, die Preise variieren dabei je nach Reiseart und sind individuell abhängig von der persönlichen Präferenz.
Generell lohnt es sich aber, im Voraus zu buchen, allein aufgrund des großen Touristenandrangs.
Übernachten
Wer die Pyramiden besuchen will, kann sowohl in Gizeh als auch in Kairo übernachten, von beiden Städten aus sind die Bauten schnell zu erreichen. Auch hier ist, wie in vielen touristischen Städten, das Angebot riesig, und so sollte jeder den Platz finden, den er möchte. Aber auch hier lohnt sich eine Buchung im Voraus.

Was kostet so eine Besichtigung?

Eintritt
Wer die Pyramiden besichtigen will muss auch Eintritt bezahlen. Zu den Pyramiden kostet dieser 50 EGP, also ca. 5€. Für den Eintritt zu den Einzelnen Pyramiden, Museen und Licht-Shows die dort angeboten werden, muss zusätzlich ein Entgelt entrichtet werden, Studenten sind hier im Vorteil, sie zahlen überall nur die Hälfte.
Geöffnet sind die Pyramiden ganzjährig von 7-19 Uhr, nur an Ramadan schließen diese bereits um 17 Uhr.
Die Pyramiden von Gizeh auf Weltreise?
Der enorme Touristenansturm auf die Pyramiden von Gizeh könnte durchaus den ein oder anderen abschrecken – gleichzeitig zeigen die vielen Besucher auch, dass die Bauten besonders und sehenswert sind. Mit ihrer alten 4.500 Jahre alten, sehr beeindruckenden Geschichte sind die Pyramiden etwas Besonderes und sie erzählen ihre Geschichte jedem, der die Touristen um sich für einen Moment ausblendet. Zu sehen sind in der Region nicht nur die bekannten Pyramiden, sondern auch die Sphinx und diverse Museen, was auch einen etwas längeren Aufenthalt auf keinen Fall langweilig macht.
Google Maps:

Share.

Hinterlassen Sie ein Kommentar

zehn − 9 =

X