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Machu Picchu

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Machu Picchu – die Ruinenstadt in Peru

Warum sollte man Machu Picchu gesehen haben?
Obwohl die Ruinenstadt Machu Picchu nur schwer zu erreichen ist und keine Straßen dorthin führen, ist sie eine der bekanntesten Inkastädte Südamerikas. Der Ort wurde 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt und zählt seit 2007 zu den neuen sieben Weltwundern.
Neben den schönen, alten und gut erhaltenen Bauten bietet sich von der Stadt aus ein sehr eindrucksvoller Panoramablick über die Bergketten Perus, die die alte Stätte umgeben. Aber nicht nur die alte Stadt selbst ist besonders, auch jene, die zu Fuß zu der Inka-Stätte wandern, werden eine ganz besondere Tour erleben.
Beste Reisezeit: ganzjährig außer Februar (Regenzeit)
Wie viel Zeit sollte man sich für Machu Picchu nehmen?
Empfohlene Dauer: 3-4 Tage
Mindestdauer: 1 Tag
Steckbrief:
Name: Machu Picchu
Größe/ Fläche: 13 km²
Höhe: 2.430 m
Land: Peru
Standort: ca. 75 km nordwestlich von Cuzco, Peru
Entstehung:
Die Stadt wurde wohl um 1450 unter dem Inka-Herrscher Pachacútec Yupanqui auf einem Granitfelsrücken auf etwa 2.400 m Höhe errichtet. Die 216 steinernen Bauten, welche über insgesamt gut 3000 Stufen verbunden sind, sind bis heute ebenso erhalten, wie die Kanalverbindung zu den außerhalb der Stadt befindlichen Wasserquellen. Diese würden heute wahrscheinlich noch funktionieren.
Es wird vermutet, dass zu den Hochzeiten Machu Picchus rund 1000 Menschen in der Stadt lebten, dies kann aber ebenso wenig bestätigt werden, wie der Sinn und Zweck, zu dem die Stadt erbaut wurde. Wahrscheinlich spielte die Landwirtschaft eine große, tragende Rolle, dies konnte aber bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden.
Offiziell wieder entdeckt wurde die Stadt 1911 von einem US-amerikanischen Archäologen und unter seiner Leitung auch freigelegt. Heutzutage ist die Inka-Stadt eine der größten Touristenattraktionen Südamerikas, wobei der enorme Zustrom an Touristen die Umwelt stark schädigt.

Ein vielseitiger Ort

Der Heilige Bezirk, Paläste und Wohngebiete
Die Paläste und öffentlichen Gebäude wurden aufwendig aus großen Steinquadern errichtet und wohl nicht mit Mörtel verbunden – und wenn, dann so, dass man diesen nicht sieht. Fenster, Türen und ähnliches waren Trapezförmig. Viele der Bauten hatten dabei wohl auch zeremonielle Bestimmungen, der Intihuatana beispielsweise, ein prismatischer Granitblock, welcher eventuell als Opfertempel gedient haben könnte oder aber auch astronomisch bedeutsam gewesen sein könnte. Zudem gibt es einen Sonnentempel, den Tempel mit den drei Fenstern und etwas weiter entfernt noch weitere heilige Statten.
Die Wohnorte gliedern sich auf in jene für die Oberschicht und Priester, hierzu zählen Paläste, Mausoleen und der Tempel des Condor. Die einfache Bevölkerung lebte im Gegenzug dazu in den Wohngebieten, ihre Häuser wurden meist an zentralen Plätzen angelegt und bestanden aus Granitbruchsteinen, welche mit Mörtel verklebt wurden.
Der Ausblick und die Wanderung
Wer das alte Inka-Dorf erreicht, darf sich über einen sehr besonderen Ausblick freuen – man kann sowohl das Tal des Rio Urubamba mit seinen Flusswindungen überblicken als auch die Bergketten, die einen gänzlich umgeben.
Man kann das Ruinendorf über eine 3-4 tägige Wanderung erreichen (Informationen diesbezüglich im nächsten Abschnitt), wer diese Zeit aber nicht hat, kann zumindest eine kleine Wanderung von Machu Picchu auf zu einer Inka-Brücke folgen. Dieser Fußweg dauert etwa 15 Minuten. Weiter kann man auch den Huayna Picchu, also den Hausberg von Machu Picchu weiter besteigen. Der Aufstieg dauert etwa 90 Minuten und es müssen zahlreiche Stufen erklommen werden. Man braucht für die Wanderung zwar keine Bergerfahrung, dennoch sollte man aber auch keine Höhenangst haben. Zudem muss man sich registrieren lassen, sofern den Aufstieg wagen möchte.

Ein Ort den man gesehen haben muss

Sonstige Informationen:
Anreise
Wer nach Machu Picchu muss zuerst zu dem Dorf Aguas Calientes reisen, dieses liegt am Fuß der Berges, an welchem auch die Inka-Stätte liegt.
Eine Möglichkeit, Aguas Calientes zu erreichen ist, per Bahn von Cusco aus anzureisen. Die Fahrtzeit dauert gut 3,5 Stunden, und kostet, je nachdem welcher Klasse man fährt, 70-130€. Im Vergleich zu anderen Bahnlinien ist dies sehr teuer, aber der hohe Preis soll die enorme Nachfrage der Touristen eindämmen – denn täglich besuchen gut 2.000-2.500 Leute Machu Picchu. Wer sich von dem Preis aber nicht abschrecken lassen will, sollte sich sein Bahnticket ein bis zwei Tage im Voraus kaufen.
Alternativ kann man die Bahnfahrt aber auch umgehen, indem man versucht, Busse zu nehmen, und dann von dem Wasserkraftwerk Hydroelectrica entweder in 2,5 Stunden zu Fuß oder trampend nach Aguas Calientis gelangen. Aber sowohl die Bahnstrecke als auch die Straßen sind immer wieder aufgrund von Erdrutschen nicht passierbar, was die Anreise zu solchen Zeiten verhindert.
Von Aguas Calientes kann man Machu Picchu mit einem Shuttle-Bus erreichen, dieser fährt tagsüber regelmäßig, und bringt Besucher binnen 25 Minuten über eine 8 km lange Serpentinenstraße in die Inka-Stadt.Eine andere, spannendere, interessantere aber auch anstrengendere Möglichkeit ist, die Stadt zu Fuß auf dem Inka-Pfad zu erreichen. Dieser führt von Aguas Calientes aus rund 33 km zur Ruinenstadt und es dauert etwa 3-4 Tage, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Die Wanderung ist anstrengend, und man muss viele Stufen erklimmen, da die Inkas seinerzeit das Rad noch nicht kannten.

Eine Wanderung ist es immer wert!

Die Wanderung nach Machu Picchu darf nur mit einer geführten Inka Trail Tour gemacht werden und muss unbedingt 1 bis 3 Monate vor der Durchführung gebucht werden. Sie kostet rund 300 €. Mit dabei ist sowohl die Verpflegung, als auch die Übernachtung in Zelten.
Unterkunft
Wer sich gegen die Wanderung nach Machu Picchu entscheidet, sollte sich anderweitig eine Schlafgelegenheit suchen. Da die Region selbst nicht bebaut werden darf, ist die beste Option auszuweichen Aguas Calientes – hier sind die Preise aber, da die Stadt vom Tourismus lebt, sehr hoch. Oftmals hat man aber das Glück, dass die Hotels die Gepäckstücke wenigstens direkt am Bahnhof abholen, wodurch man sich direkt auf den Weg nach Machu Picchu machen kann.
Machu Picchu auf Weltreise?
Die Inka-Ruinenstadt ist zweifelsohne wunderschön und einzigartig. Trotz des großen Touristenandrangs und der hohen Preise, lohnt sich der Aufstieg, vor allem, wer dazu bereit ist, sich die 3 oder 4 Tage Zeit zu nehmen, um die Stadt zu Fuß zu erreichen. Dies ist sicher ein einmaliges Erlebnis der besonderen Art.
Die Stadt birgt zahlreiche geheimnisse, alleine die Frage, warum in solchen Höhen ein so riesiger Ort erbaut wurde, welcher dann aber wieder verlassen wurde, wird wohl für immer ungeklärt bleiben. Es lohnt sich also, sich von diesem mystischen, geheimnisvollen Ort mitreißen zu lassen und eines der sieben neuen Weltwunder zu besuchen.
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