Lago di Garda – Unser liebster See

Warum sollte man den Gardasee besucht haben?
Was Mallorca für die einen ist, ist der Gardasee für die anderen: Das 17. Bundesland, ein Domizil fest in Deutscher Hand. Kristallklares Wasser umrahmt von traumhaften Bergwelten, und das Ganze nicht weit von der österreichischen Landesgrenze entfernt. Kein Wunder also, dass sich der Gardasee seit so vielen Jahren einer derart hohen Beliebtheit erfreuen kann.

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Steckbrief Gardasee:
Fläche: 369 km²
Maximale Tiefe: 346 Meter
Provinzen: Trient, Verona, Brescia



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Italiens größter See bietet natürlich eine Vielzahl an sehenswerten Städten, Ausflügen und Unterkünften. Wo ihr euer Domizil aufschlagt, um das Dolce Vita zu genießen, ist abhängig davon, welche Eigenschaften die Lage aufweisen soll.

Nord, Süd, Ost West, wo ist es am schönsten?

Limone:
Limone sul Garda liegt am Westufer der Provinz Brescia. Mit engen Gässchen und seiner wunderschönen, verwinkelten Altstadt ist die Region ein wahrer Touristenmagnet, mehr als 10.000 Besucher werden hier jeden Sommer erwartet. Obwohl in der Stadt das „Zitronen-Image“ bestens vermarktet wird, was man vermeintlich am Namen erkennen will, hat „Limone“ einen ganz anderen rhetorischen Ursprung.

Limone Sul Garda

Doch nicht Limone?

Das Wort leitet sich vom lateinischen „limes“ ab, was zu Deutsch „Grenze“ bedeutet. Vor langer Zeit nämlich endete in Limone die Republik Venedig. In der Stadt selbst herrscht absolutes Autoverbot. In Limone sind besonders die beiden Kirchen San Benedetto und San Rocco sehenswert, außerdem gelangt man durch einen leicht ansteigenden Weg über den Gardesana zu einem malerischen Naturschauspiel, dem Wasserfall des Flusses Sopino.

Limone gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Städten rund um den Gardasee. Dementsprechend kann es in der Hauptsaison, besonders im August, passieren, dass es in dem kleineren Örtchen schnell voll wird. Mit dem Schiff kommt man mehrmals am Tag ans andere Ufer, wo Malcesine schon auf einen wartet.

Urlaub in Malcesine?

Malcesine:
Die „Perle des Gardasees“ liegt am Ostufer und ist noch stärker vom Tourismus geprägt, als Limone. In Malcesine angekommen, fällt der Blick sofort auf das Castello Scaligero. Nach einem kurzen „Aufstieg“ durch die Altstadt gelangt man zur Kasse des Schlosses und kann im Anschluss Stück für Stück, Foto für Foto, weiter, bis man ganz oben angelangt ist. Im Sommer kommt man oft in den Genuss, frisch vermählten Brautpaaren über den Weg zu laufen. Die Location, in der geheiratet werden kann, liegt mit traumhafter Aussicht im Mittelteil des Aufstiegs.

Je weiter man nach oben gelangt, desto enger werden die Treppen und Durchgänge. Aber keine Sorge, auch für Menschen mit Höhenangst ist es gut machbar. Ganz oben angekommen bietet sich einem ein mehr als atemberaubender Blick über Malcesine und den Gardasee, ein Meer an Fotos und Selfies ist hier garantiert. Nicht erschrecken, falls direkt neben euch die große Glocke zur vollen Stunde schlägt!

Habt ihr schönes Wetter erwischt, empfiehlt sich eine Fahrt mit der Seilbahn vom Monte Baldo aus. Hier treffen sich auch Wanderer, Mountainbiker und Gleitschirmflieger. Wer also am Gardasee nicht auf sportliche Betätigungen verzichten will, kann sich hier austoben.

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Auch Torbole ist schön!

Torbole:
Torbole ist die Location für Wassersportler aller Art. Der Ort gehört zur Region Trentino-Südtirol und liegt am nördlichsten Ufer, hier endet der wunderschöne See. Die Besonderheit an Torbole stellen die flachen Ufer und Eingänge in den See dar. Während an den meisten Orten große Steine, fast schon kleine Felsen den Badespaß erschweren, hat man hier feinen Kies und langsam tiefer werdenden Wasser, was vor allem für Kinder ideal ist.

Durch die große Beliebtheit bei Wassersportlern haben sich hier viele Active- oder Sporthotels niedergelassen, auch Campingmöglichkeiten sind hier ausreichend gegeben. Empfehlenswert ist es, einen Zwischenstopp zu Beginn oder auf der Rückfahrt der Gardasee-Reise einzulesen. Abhängig davon, aus welcher Richtung man mit dem Auto anreist, liegt Torbole ohnehin auf dem Weg.

Torri del Benaco:
Das wunderschöne kleine Städtchen liegt am Ostufer, circa eine halbe Stunde von Malcesine entfernt. Besonders für Urlauber, die es auch zur Hochsaison etwas ruhiger mögen, ist die Region perfekt, da Torri mit keiner großen Touristenattraktion aufwartet, wie es zum Beispiel Malcesine tut. Von Torri aus fährt mehrmals täglich eine Fähre nach Toscolano-Maderno, von dort aus fahren Busse nach Limone.

Die Innenstadt ist geschmückt mit kleinen Boutiquen, vielen Restaurants und einem stets traumhaften Blick über den See. Der kleine Hafen für kleinere und größere Fischerboote liegt malerisch eingebettet im Zentrum und ergibt am Abend im Licht der umliegenden Lichter ein fantastisches Bild. Von Torri aus herrscht auch eine sehr gute Busanbindung in beide Richtungen, Tickets kann man vor Ort an der Station kaufen.

Mit der Fähre über den See?

Tipp: Das Hotel Lido, direkt gegenüber der Fähren-Station. Das 3-Sterne-Haus wartet mit nagelneuen, renovierten Zimmern, die hell, geräumig und super ausgestattet sind. Das Highlight für die Frauen unter uns: Ein riesiges, top-modernes Badezimmer.

Lazise:
Lazise befindet sich am Südost-Ufer und ist aus einem ganz bestimmten Grund so beliebt: Hier erwarten euch Sandstrände, was am Gardasee eine wahre Rarität ist. Die mittelalterlich wirkende Hauptstadt, in der Autos verboten sind, ist umgeben von einer zinngekrönten Stadtmauer.

Lazise eine bunte Stadt am Gardasee

Im bunten, romantischen Kern, der mit kleinen Gassen, Bars, Restaurants und dem Hafenbecken geschmückt ist, ist auch abends immer etwas los. Sehr bekannt ist hier auch die Fraktion Cola mit dem Thermalpark „Parco Termale del Garda“. Nicht weit entfernt ist übrigens der bekannte Wein-Ort Bardolino, außerdem zieht das nahegelegene Gardaland besonders Familien mit Kindern nach Lazise.

Sirmione:
Sirmione, am Südufer des Gardasees gelegen, ist ein ganz besonderer Ort, was er seiner geografischen Lage verdankt. Er liegt auf einer Halbinsel, die sich in den Gardasee erstreckt. Ein breiter Wassergraben trennt Sirmiones verkehrsberuhigte Altstadt vom Festland, das hier schmal und lang vier Kilometer in den Gardasee ragt und macht das viel besuchte Städtchen im wahrsten Sinne des Wortes zum i-Tüpfelchen des südlichen Seeufers. Wie in Malcesine gibt es auch hier ein Castello Scaligero, das einen Besuch definitiv wert ist.

Ein schöner Hafen

Mit seinem großen Hafenbecken und einer ringförmigen Mauer schließt es die Stadt vom Festland ab. Von der Burg aus genießt man einen Traumhaften Blick über den Hafen Sirmiones. Die Grotti di Catullo muss man ebenfalls gesehen haben. Die Ruinen gehörten einst zu einer der größten römischen Villen Italiens, außerdem findet man hier einige gute Badestellen. Sirmione ist besonders im Hochsommer sehr voll und gehört zu den beliebtesten Regionen in ganz Italien, dennoch empfiehlt sich ein Zwischenstopp hier unbedingt.

Es gibt natürlich noch weitaus mehr Orte, die der Gardasee zu bieten hat. Ganz egal, für welche Region man sich entscheidet, die Verbindungen mit Bussen und Schiffen sind zeitlich gut getimed und auch nicht zu teuer. Bei den Busfahrten sollte man allerdings mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Bei dichtem Verkehr, zum Beispiel um die Mittagszeit, wartet man schon einmal eine geschlagene Stunde. Pläne, wann Busse oder Schiffe abfahren bzw. wo die Haltestellen sind, gibt es an jeder Station, hier wird man gut beraten und es ist alles sehr leicht verständlich.

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Baden im Gardasee?

Wie sieht es mit dem Baden aus?
Der Gardasee ist kein reiner Badesee. Dies zumindest würden wohl die meisten so formulieren, die ihn bereits besucht haben. An vielen Orten ist der Einstieg ins Wasser durch die großen Steine sehr schwierig, es ist also sehr ratsam, besonders für Kinder, Badeschuhe dabei zu haben. WO genau die schönsten Abschnitte zum Baden sind, kann man nicht im Detail sagen. Lazise ist sicherlich durch den sandähnlichen Strand zu nennen, auch in Bardolino gibt es schöne Ecken, die allerdings im Sommer auch sehr überfüllt sind.



Empfehlenswert ist daneben noch Castelletto, ein kleiner Ort vor Malcesine, wo das Wasser herrlich klar ist. Ist man einmal im (zugegebenermaßen recht kalten) Wasser, möchte man auch so schnell nicht mehr heraus. Holt euch Tipps an der Rezeption eures Hotels oder fragt Einheimische, so findet ihr oftmals kleine Abschnitte, die unbekannt sind und ihr den See ganz alleine genießen könnt.

Gibt es Ausflugsmöglichkeiten für einen Tag abseits des Sees?
Der Gardasee hat so viele schöne Städte und Ecken zur Auswahl, dass man leicht zwei ganze Wochen von einem zum anderen Ort fahren könnte. Habt ihr aber zwischendrin einmal Lust auf eine Unternehmung abseits des Sees, bietet die Region auch spannende Ausflugsziele.

Ein Tagesausflug nach Verona?

Verona:
Wenn ihr in der Region rund um Lazise, Torri oder Malcesine residiert, ist ein Tag in Verona ein absolutes Muss. Natürlich könnt ihr auch von der anderen Seite des Sees anreisen, aber vor allem im Sommer kann die Autofahrt schnell zu lang werden. Von besagter Seite aus seid ihr etwa 30 bis 90 Minuten unterwegs. Es empfiehlt sich, etwas außerhalb zu parken und den Weg in die Innenstadt zu Fuß zurückzulegen, immer am Wasser entlang, dann kann man sich gar nicht verlaufen.

Highlight ist natürlich die Arena mitten in der Stadt, eine Art kleines Collosseum. 22.000 Zuschauer finden hier Platz, aber auch von außen ist sie ein echter Hingucker. Die Innenstadt selbst spiegelt das typische la dolce vita perfekt wieder. Schmale, verwinkelte Gassen, Bars und Restaurants, kleine Läden und Obststände, der obligatorische Aperol zur Mittagszeit. Die Basilika San Zeno, die bedeutendste Kirche Veronas, ist ein paar Hundert Meter Abseits des Stadtzentrums.

Das romanische Gebäude aus dem 11. Jahrhundert ist einen Besuch auf jeden Fall wert, die Kirche ist sowohl von außen als auch von innen wunderschön gestaltet. Über die Ponte Scaligero kommt man höchstwahrscheinlich ohnehin, wenn man zu Fuß ins Stadtzentrum läuft. Mit ihren Rundbögen ist die 130 Meter lange Brücke aus dem Mittelalter ein beliebtes Fotomotiv.

Venedig:
Über Venedig’s Romantik braucht man wahrscheinlich nicht viele Worte zu sagen. Von der gleichen Uferseite (Malcesine, Torri, Lazise) erreicht man Venedig in ungefähr zwei Stunden mit dem Auto. Der Ausflug lohnt sich zwar, allerdings muss man hier die Jahreszeit bzw. die Saison mit einrechnen.

Im August ist von dieser Reise eher abzuraten, da Venedig dort ziemlich überlaufen ist und das Müllproblem der Stadt im Hochsommer auch nicht gerade angenehme Begleiterscheinungen mit sich bringt. Bei Gardasee-Urlauben im Frühling oder Herbst aber ist ein Zwischenstopp in Venedig ein absolutes Muss!

Auf nach Bergamo?

Bergamo:
Auch Bergamo ist unter zwei Stunden Autofahrt zu erreichen. Die märchenhafte Stadt gilt als echter Geheimtipp Italiens. Der Charme der engen, romantischen Gassen kombiniert mit den Kirchen sowie dem fröhlichen Leben auf den Straßen, Bergamo gilt zurecht als Perle des Landes.

Neben einer traumhaften Stadt könnt ihr hier auch malerisches Alpenpanorama erwarten. Auch kulinarische hat man hier die Qual der Wahl, echte, original italienische Spezialitäten werden in allen Variationen serviert. Bergamo ist besonders zur Nebensaison ein absoluter Geheimtipp.

Hier erlebt man die Schönheit dieser Stadt ganz alleine abseits der Touristen und kann, falls es einem so gut gefällt, dass man einmal übernachten möchte, dies für nur 20 Euro in einer gut ausgestatteten Jugendherberge tun. Tipp: Das 24-Stunden-Ticket, das für alle öffentlichen Verkehrsmittel gilt und nur fünf Euro kostet! Von Bergamo aus ist es auch gar nicht mehr weit nach Mailand, wo sich ein Tagesausflug natürlich auch mehr als nur lohnt.

Soll ich nach Italien fliegen oder fahren?
Die Anreise variiert natürlich von Wohnort zu Wohnort, von Deutschlands Norden aus wäre eine Autofahrt schon sehr weit. Aus dem Süden kommend empfiehlt sich die Anreise mit dem Auto definitiv. Es gibt rund um den Gardasee einfach so viele Orte, Städte und Ausflugsziele, dass es zu schade wäre, sich nur an einem Ort aufzuhalten. Wenn ihr also entweder recht nah am Gardasee seid oder aber generell lange Autofahren mögt, lohnt sich die Eigenanreise auf alle Fälle.

Natürlich sind die vielen Städte auch zu bereisen, wenn man mit dem Flugzeug ankommt. Hier gibt es entweder die Möglichkeit, sich ein Leihauto zu nehmen, oder aber, man nutzt die Busse und Schiffe, um die kleine Rundreise zu starten. Auch Fernbusse, zum Beispiel nach Venedig, fahren in Italien regelmäßig und zu günstigen Preisen.

Der Lago di Garda für Aktivsportler?

Der Gardasee auf Weltreise?
Diese Frage kann nur mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Die Kombination aus Wasser, Bergen und italienischem Flair ist ein Urlaubsmotiv, das jeden an den Gardasee lotsen wird. Es empfiehlt sich, den Zwischenstopp von circa einer Woche im Frühling oder Herbst einzulegen. Zu dieser Zeit herrscht dort ein angenehmes Klima zum Sightseeing, Wandern und Entspannen, außerdem ist es durch die noch fehlenden Touristen deutlich ruhiger und exklusiver.

Wenn ihr den Gardasee als Kombination aus Badeurlaub und Sightseeing seht, kann man das gut im Mai in die Tat umsetzen. Selbstverständlich lockt der See auch zur Hochsaison im August, wenn das zeitlich in euer Weltreise-Konzept passt. Hier einfach vorab ein bisschen informieren, welche Orte nicht ganz so überlaufen sind und schon habt ihr auch zur absoluten Hauptsaison euer schönes Stück Italien!

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