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La Boca

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La Boca – der Stadtteil in Buenos Aires

Warum sollte man La Boca gesehen haben?
La Boca ist ein Stadtteil in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, der geprägt ist von Tango, Fußball, Italien und strahlend bunten Häusern. Sie liegt im Osten der Stadt direkt an der Einmündung des Riachuelo-Flusses und ist das bekannteste der 48 Stadtviertel. Eine besondere Stadtteil, in dem es so einiges zu entdecken gibt und der gleichzeitig auch eine traurige, andere Seite hat, die geprägt ist von Kriminalität und Armut.
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Beste Reisezeit:
grundsätzlich ganzjährig, am besten aber März-April/ Oktober-November
Wie viel Zeit sollte man sich für La Boca nehmen?
Empfohlene Dauer: 2 – 3 Tage
Mindestdauer: 1 Tag
Steckbrief:
Name: La Boca
Fläche: 3,3 km²
Land: Argentinien
Stadt: Buenos Aires
Entstehung:
La Boca entstand erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts und war vor allem als Viertel der italienischen Einwanderer bekannt. Die Einwohner stammten überwiegend aus der Hafenstadt Genua und arbeiteten dort in der neuen Heimat in der Industrie. Sie erbauten ihre Häuser überwiegend aus dem Blech alter Schiffswracks, von denen gab es in dieser Region genug, liegt dieser Stadtteil doch direkt an der Einmündung des Riachuelo-Flusses. Daher auch der Name der Stadt: Boca ist spanisch und bedeutet übersetzt „Mündung“. Noch heute wird das Viertel stark vom italienischen Einfluss geprägt.
Aber gerade die Anfangszeit der Region war sehr hart. Die Arbeiter teilten sich oft ihre Hütten, gar Betten, und es stand fast auf der Tagesordnung, dass die kleinen Lebensräume nachts abbrannten, da es oft sehr kalt war und mit offenem Feuer geheizt wurde.

Mehr als nur ein Stadtteil

Durch den Tangotanz und die bunten Farben schien die Stadt aufzublühen und lockte immer mehr Touristen an – dennoch entkam sie dem Status als Armenviertel bis heute nicht. Der Touristische Teil von La Boca heißt Caminito und besteht eigentlich nur aus etwa 2 oder 3 Straßen.
Was gibt es auf La Boca zu entdecken?
La Boca, ein Gesamtkunstwerk
Zweifelsohne sind es die Kunstwerke, die sich quasi direkt auf der Straße befinden, die Touristen anlocken und den Ort immer beliebter machen. Auf einer ehemaligen Straßenbahnlinie wurde von einem Künstler, dem Maler Benito Quinquela Martin, eine Künstlermeile errichtet. Dort werden vor allem Tango-Souvenirs verkauft, ebenso traditionell angehauchte Bilder mit Tangothemen – inspiriert wurde der Künstler ursprünglich durch einen Tango mit dem Titel Caminito. Sonntags gibt es zudem regelmäßig Vorstellungen mit Tänzern.

Auch an der Uferstraße Vuelta de Rocha am Riachuelo finden sich viele Tangolokale – und zwischendrin viele italienische Tavernen, die die Geschichte der ersten Einwohner des Gebietes weitererzählen.

Kein Shopping?

Einkaufen
Wer sich auf eine ausgiebige Shopping-Tour begeben will ist in La Boca leider am falschen Platz. Hier findet man lediglich das nötigste. Im Vordergrund stehen in diesem Ort die Maler und Künstler, die versuchen, ihre Werke zu verkaufen. Diese sind überwiegend im Stil des 19. Jahrhunderts gehalten, der Zeit, zu der der Stadtteil entstand und oftmals recht teuer. Kunstliebhaber können hier aber durchaus einige Schätze finden.
Eine Stadt für Fußballinteressierte
Das La Bombonera, also die Bonbonschachtel, der Name entstand durch die bunten Farben und die Form des Bauwerks, ist das Fußballstadion des weltbekannten Vereins Boca Juniors. Die Atmosphäre in dem Stadion gilt als legendär, und wer sich auch nur ein bisschen für Fußball interessiert, sollte sich an einem Sonntag (selten auch Samstags) die Zeit nehmen, und sich ein Spiel anschauen. Vorsicht ist geboten, für jene, die einen Platz in der Popular-Kurve haben, hier kommt es regelmäßig zu Fan-Ausschreitungen. Nichts desto trotz sind die Spiele der Erstligamannschaft ein wunderschönes, spannendes Erlebnis.

Ein Kulturmix der besonderen Art

Touristentraum und Armenviertel
So schön die ersten Eindrücke aus dem Stadtviertel mit den bunten Wellblechhäusern im ersten Moment auch scheinen, sie spiegeln lange nicht das wahre Leben La Bocas wieder. Die Teile des Viertels, die überwiegend für die Touristen bestimmt sind, wurden extra aufgehübscht, eben um sich den Tourismus als Einnahmequelle zu erhalten. Wer die bunte Hauptstraße verlässt findet schon bald Hinterhof-Fußballplätze, verlassene Orte und oftmals auch Polizisten. Selbige sorgen dafür, die Menschen von gefährlichen Plätzen fernzuhalten, vor allem die Gefahr, ausgeraubt zu werden ist in dem Viertel fast allgegenwärtig.
Sonstige Informationen
Anreise
Am bequemsten und empfehlenswertesten erreicht man den Stadtteil entweder mit dem Bus oder per Taxi. Es ist zwar auch möglich, mit einem (Miet)Auto oder zu Fuß über die Straßen Paseo Colón und Avenida Almirante Brown in die Stadt zu gelangen, allerdings ist vor allem der Fußmarsch nur tagsüber zu empfehlen.

Unterkunft
In La Boca selbst gibt es nur sehr wenige, eher schlichte und einfache Hotels, diese sind dafür aber relativ günstig. Wer gehobenere Ansprüche pflegt, sollte sich eher eine Unterkunft direkt in Buenos Aires oder Barrio Norte buchen, was durchaus empfehlenswert ist, da auch hier die Entfernungen zu anderen, sehenswerten Orten eher gering sind.

Sicher durch La Boca?

Tipps für einen sicheren Aufenthalt
Wie oben bereits erwähnt zählt La Boca grundsätzlich eher zu den Armenvierteln, aber es gibt einige Tipps, die man (nicht nur in La Boca) beachten sollte, um möglichst sicher zu reisen. Ein erster Tipp ist es, sich nur tagsüber in dem Ort aufzuhalten. Abends, bzw. nachts wird es dort gefährlich, es lohnt sich, in den späten Stunden andere Viertel aufzusuchen. Des Weiteren sollte man Seitenstraßen und versteckte Orte eher meiden, ganz getreu dem Motto, wo viele Menschen sind ist es sicherer. Dass man Wertsachen im Hotel lassen sollte, hört man wohl immer und überall – dennoch ist es ein durchaus sinnvoller Tipp, den es zu beachten gilt.
Ein letzter Tipp ist, einfach mit Einheimischen zu reden, gerade wenn man ein Hotel/ Hostel hat, können die Porteño, also die Einwohner Buenos Aires, zumeist gute Tipps geben, was sich am ehesten lohnt zu besuchen.
Geld tauschen in La Boca?
Viele Reisende berichten regelmäßig davon, wie mühselig es ist, in Argentinien Geld zu tauschen. Wer dazu in Banken geht, muss sich ausweisen können und zudem einen langen Fragenkatalog beantworten, unter anderem z.B. auch die Telefonnummer aus der Heimat, wie lang man bleibt,…
In den inoffiziellen Cambios geht dies viel schneller, in La Boca gibt es eines, bei dem man sicher sein kann, kein Falschgeld zu bekommen, nämlich in der „Bar“, links an einem Stand, der offiziell Brillen verkauft. Auch hier wieder der Hinweis, jeder muss selbst entscheiden, welcher Weg ihm am besten scheint.

La Boca auf einer Weltreise?

La Boca auf Weltreise?
La Boca ist eine faszinierende, bunte Stadt, die zum Tanzen und einfachem glücklich sein einlädt. Es lohnt sich, sich zumindest für ein paar Stunden hier mitreißen zu lassen, aber gleichzeitig sollte man sich auch nicht zu sehr von der bunten, fröhlichen Kulisse blenden lassen, sondern beide Seiten der Medaille betrachten.
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