Iguazú Wasserfälle

Warum sollte man die Iguazú-Wasserfälle gesehen haben?

Die Dimension der Wasserfälle macht euch sprachlos, so etwas gibt es kein zweites Mal auf der Welt! Über 270 große und kleinere Wasserfällt erstrecken sich auf dem Gebiet, das zwei Länder einschließt. Dabei sind die meisten doppelt so hoch als die Niagarafälle. Ganz klar: Ein Besuch dieses Weltkulturerbes sollte Pflicht auf einer Weltreise sein!

Beste Reisezeit Iguazú Wasserfälle:

November bis März Hauptsaison, April bis Anfang Juni perfekt und ruhiger

Steckbrief Iguazú Wasserfälle

Brasilien Zeitverschiebung: Minus 4 Stunden
Wie viel Zeit sollte man sich für die Iguazú-Falls nehmen?
Empfohlene Dauer: 7-10 Tage
Mindestdauer: 5 Tage

Was macht die Iguazú Wasserfälle so besonders?

Die Iguazú-Falls sind natürlich eindeutig die imposantesten Wasserfälle in Brasilien. Aufgrund ihrer geografischen Lage haben sie sogar zwei Namen, zu finden sind die Falls an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones. Der Fluss, dem sie entspringen, nennt sich Iguaçu/Iguazú. Die brasilianische bzw. portugiesische Seite führt dazu, dass die Wasserfälle den Namen „Cataratas do Iguaçu“ tragen. Die spanische Version beläuft sich auf „Cataratas del Iguazú“.

Auf 2,7 Kilometern erstrecken sich 20 größere und 255 kleinere Fälle, die bis zu 82 Meter in die Tiefe stürzen.

Welche Seite ist die spektakulärere?

Natürlich haben sowohl die Wasserfälle in Brasilien als auch die Wasserfälle auf argentinischer Seite ihren Reiz. Von der brasilianischen Ecke aus habt ihr einen atemberaubenden und einmaligen Panoramablick auf die Iguazú-Falls, dafür seid ihr auf argentinischem Boden mehr im Geschehen der Wasserfälle und werdet auf Metallstegen direkt ans Wasser geführt. Durch diese unmittelbare Nähe wirkt die argentinische Seite also oftmals spektakulärer. Empfehlenswert sind natürlich beide Seiten, deshalb solltet ihr nicht nur für ein oder zwei Tage hier her kommen.

Nationalparks Iguazú Wasserfälle

Um die Iguazú-Falls in ihrer ganzen Pracht zu bewundern, empfiehlt sich ein längerer Aufenthalt, der beide Nationalparks miteinschließt.
Der Nationalpark Iguazú gehört seit 1984, der Nationalpark Iguaçu seit 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO. In beiden Parks bekommt ihr hinsichtlich Flora und Fauna eine Menge zu sehen. Alleine 800 Schmetterlingsarten tummeln sich hier und auch der südamerikanische Nasenbär ist hier daheim. Aber Vorsicht: So niedlich er auch aussieht, Essen, Sonnenbrille und Co. solltet ihr vor ihm lieber in Sicherheit bringen. Beide Nationalparks solltet ihr unbedingt besucht haben, deshalb rentiert sich auch ein etwas längerer Aufenthalt rund um die Iguazú Wasserfälle. In beiden Parks gibt es natürlich zahlreiche Wanderwege, die durch den Regenwald führen.

Argentinien: Wenn ihr so nah wie möglich an die Fälle heranwollt, solltet ihr im Nationalpark eine Bootstour buchen. Diese sollte man direkt zu Beginn machen, da die Boote sehr schnell vergriffen sind. Die passende Kleidung ist hier natürlich Pflicht, denn wie man sich vorstellen kann, bleibt es nicht bei ein paar kleinen Wassertropfen, die einem entgegenschlagen. Dazu gibt es die Möglichkeit, an einer Safari-Tour teilzunehmen. Ein besonderes Highlight stellt die spezielle Tour zum Garganta del Diablo dar, die bei Vollmond durchgeführt wird.

Brasilien: Etwas mehr Action gibt es im brasilianischen Nationalpark. Hochseilgarten, Rafting oder Helikopterflüge stehen hier zur Verfügung, die Safari ist natürlich auch auf dieser Seite der Fälle wieder möglich. Der Flug mit dem Hubschrauber über die Iguazú Wasserfälle kostet knapp unter 100€, wird von Tierschützern allerdings sehr kritisch gesehen. Die Touren oder Ausflüge müssen übrigens direkt am Eingang des Parks gebucht werden.

Auf dem Weg zu den Iguazú-Falls

Brasilien oder Argentinien?

Argentinien: Um auf argentinischer Seite, wenn du nur die Falls besichtigen möchtest, zu den Wasserfällen zu kommen, dauert etwas. Abseits der vielen anderen Attraktionen im Park solltet ihr, ausschließlich für die Fälle, zwei Tage einplanen. Wenn ihr am Eingang sagt, dass ihr auch morgen wieder kommen werdet, müsst ihr am zweiten Tag auch nur die Hälfte des Eintritts (ca. 30 €) zahlen. Der Weg vom Eingang zur sogenannten „Teufelsschlund“ ist für alle machbar. Wer nicht zu Fuß laufen möchte, kann mit einem kostenlosen Bummelzug durch den Regenwald fahren. An den verschiedenen Haltestellen zum aus- oder zusteigen befinden sich auch ausreichend Toiletten oder kleine Imbiss-Stände. Habt ihr genug Kondition mitgebracht, solltet ihr aber Großteile des Weges zu Fuß zurücklegen, es gibt einfach zu viel im Regenwald zu entdecken. Die beste Zeit für den Garganta del Diablo ist nachmittags. Nach der Tour durch den Regenwald und der Teufelsschlund könnt ihr mit der Bahn bequem wieder zurück zum Ausgangspunkt fahren. Es empfiehlt sich, vor der Reise sich die verschiedenen Touren genau anzuschauen, um die perfekte Route auswählen zu können.

Brasilien: Auf brasilianischer Seite braucht ihr nur einen Tag einzuplanen. Die erste Challenge ist hier der Zutritt zum Park, denn Vorsicht: Es gibt Schalter für Einheimische und Schalter für Touristen. Vom Eingang aus führt euch eine Tour mit Doppeldeckerbussen durch den windigen Regenwald zu den Falls. Wenn ihr vor den Wasserfällen noch Safari oder Rafting geplant habt (beides muss man ebenfalls direkt beim Eintritt zahlen und buchen), müsst ihr direkt an der ersten Busstation aussteigen.

Zufuss oder mit dem Auto?

Allerdings gilt hier das gleiche, das schon auf argentinischem Gebiet galt: Wenn möglich, geht zu Fuß. Die Strecke ist weder sonderlich lang noch sonderlich schwer, sogar mit einem Kinderwagen wäre sie unproblematisch zurückzulegen. Am Ende des Weges habt ihr euer Ziel erreicht. Dort führen Stege über die Flussläufe, bis vor das Panorama der herabstürzenden Wasserfälle. Mit einem Aufzug gelangt ihr zur Panorama-Plattform, die euch den weltbesten Ausblick über die Fälle bescheren wird!

Tipp: Schaut euch unbedingt noch den Vogelpark an! Durch die Freifluggehege kommt ihr den Tieren sehr nahe und könnt eine Runde mit einem Papagei auf eurer Schulter drehen. Neben Vögeln beheimatet der Park auch Schildkröten, Krokodile, Schlangen, Spinnen und Schmetterlinge. Wer möchte, kann sich hier auch eine Würgeschlange um den Hals legen lassen.

Übernachten an den Iguazú-Falls

Die meisten Besucher übernachten in den nächstgelegenen Städten, dem brasilianischen Foz do Iguaçu und dem argentinischen Puerto Iguazú. Von beiden Städten aus bringen euch Busse zu den Eingängen der Nationalparks, außerdem verfügen die Orte jeweils über einen internationalen Flughafen. Ein Hostel kostet im Doppelzimmer mit Frühstück ungefähr 25€, natürlich stehen euch aber auch gute Hotels zur Verfügung, die sich lohnen, wenn ihr einen längeren Aufenthalt plant. Ein 3-Sterne-Hotel beläuft sich preislich zwischen 80 und 130 Euro für 2 Personen pro Nacht.

Die Iguazú-Wasserfälle auf Weltreise?

Ein spektakuläreres Ziel als dieses wird eure Weltreise nur schwer hervorbringen! Fast 100 Meter stürzen sich Wassermassen in die Tiefe, während sich bunte Regenbogen zwischen den Wasserstreifen bilden. Dieses Bild muss jeder einmal gesehen haben. Durch die außergewöhnliche geografische Lage lernt ihr sowohl Brasilien als auch Argentinien ein bisschen kennen und sehr in den Nationalparks eine Menge Tiere und Pflanzen. Wasserfälle dieser Art erlebt ihr wirklich nur hier an diesem einzigartigen Ort mitten im Regenwald!

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