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Great Barrier Reef

Teile!

Great Barrier Reef – Das größte Korallenriff der Welt

Warum sollte man das Great Barrier Reef gesehen haben?
Über 300 verschiedene Steinkorallenarten, 1.500 Fischarten, weitere 1.500 Schwammarten, mehr als 5.000 Arten Weichtiere und noch viele, viele mehr leben im Great Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Erde – noch zumindest. Denn dieser nahezu einzigartige Lebensraum ist durch die globale Erderwärmung und die dadurch ausgelöste Ozeanversauerung stark bedroht und viele Teile davon gingen in den letzten Jahrzehnten kaputt. Wenn sich das nicht ändert, wird dieses riesengroße Riff, welches aufgrund seines Ausmaßes selbst vom Weltall aus zu erkennen ist, schon bald nicht mehr existent und besuchbar sein – eine schreckliche Vorstellung, solch eine atemberaubende Unterwasserwelt zu verlieren.
Warum man das Great Barrier Reef gesehen haben sollte steht außer Frage – eine vergleichbare Welt findet man sonst nirgendwo auf dem blauen Planeten.
Australien Placeholder
Australien
Beste Reisezeit: ganzjährig
Wie viel Zeit sollte man sich für das Great Barrier Reef nehmen?
Empfohlene Dauer: 3 Tage
Mindestdauer: 1 Tag
Steckbrief:
Name: Great Barrier Reef
Größe/ Fläche: 347.800 km²
Inseln: ca. 1.000
Gewässer: Pazifischer Ozean
Lage: vor der Nordküste Australiens
Entstehung:
Das Great Barrier Reef ist nicht, wie der Name zuerst vermuten lassen würde, ein großes Riffsystem, sondern setzt sich aus diversen, verschiedenen Einzelriffen zusammen, die zwar teilweise aneinander Grenzen, dennoch aber ganz verschiedene Entstehungsgeschichten haben.

Unterwasserwelt der Superlative

Das erste Riff entstand vor rund 600.000 Jahren, als sich die ersten kalkabsondernden Steinkoralle-Polypen nahe der Küste Queenslands ansiedelten und anschließend auch vermehrten. Die Riffbildung war aber kein durchlaufender Prozess, durch Eiszeiten und dem dadurch bedingten Absinken des Meeresspiegels trockneten Teile des Riffs mehrfach aus. Durch Überflutungen, die nach den Eiszeiten durch das Schmelzen ausgelöst wurde konnten sich aber wiederrum Korallen ansiedeln, wodurch im Laufe der Jahrtausende sehr große Riffe entstanden.
Teile des Riffs gehörten vor zig Jahren zum Festland, durch die Flut versanken diese im Meer, und bildeten so ebenfalls einen Lebensraum für verschiedene Korallenriffe.
Der sichtbare Teil des Riffs mit seinen farbenprächtigen Korallen stammte aus der letzten Kalkzeit, vor etwa 10.000 Jahren – seitdem siedeln sich wieder die unterschiedlichsten Korallenarten an und bieten dadurch Lebensraum für unzählige kleine, mittelgroße und große Lebenswesen. Auch in Zukunft wird sich das Aussehen des Riffs ändern, sowohl was seine Größe, als auch sein Aussehen und seine Bewohner angehen.

Was gibt es am Great Barrier Reef zu entdecken?
Welterbe und Lebensraum für unzählige andere Wesen
Seit dem Jahr 1981 zählt das Riffsystem als UNESCO Weltkulturerbe und gehört zu einem der sieben Weltwunder der Natur. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie viele unterschiedliche Korallen-, Fisch-, Schwamm-, Weichkorallenarten, Stachelhäuter und Seetangarten hier zu Hause sind.
Aber auch diverse Meeresschildkröten, Seekühe, Vögel, Buckelwale sowie Schnecken und Muscheln finden am Great Barrier Reef Platz. Viele der genannten Tiere sind vom Aussterben bedroht, und sollte das große Riff weiter durch den Klimawandel zerstört werden, könnten viele der Arten somit komplett von unserem Planeten verschwinden.
Vielfältige Schutzmaßnahmen sollen diese einzigartige Meereswelt schützen, da die Gründe, für das Sterben der Korallen aber vielfältig sind, können diese oftmals nur sehr kurzfristig durchgeführt werden.

Korallen soweit das Auge reicht!

Ein klassischer Riffbesuch
Wer das Riff besuchen möchte, aus verschiedene Gründen aber nicht ins Wasser möchte, kann sich über verschiede Anbieter Schiffs- und Bootsreisen buchen, dabei gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Man kann sowohl in kleinen Segelbooten als auch in großen Katamaranen mit bis zu 400 Plätzen aufs Meer hinaus fahren – und dies ebenso als Tagesausflug wie auch als Segeltörn über mehrere Wochen. Einen etwas anderen Blick in die Unterwasserwelt bietet eine Fahrt auf einem Glasbodenboot oder einem Halb-U-Boot.
Am meisten Nachgefragt werden aber immer noch, verständlicherweise, Tauchgänge oder Touren zum Schnorcheln. Die Artenvielfalt macht das Riff einzigartig, durch die Korallen ist das Wasser klar und sauber, und da ebendiese viel Licht zum Wachsen brauchen, erstreckt sich die Sicht oft sehr weit, je nachdem wo man sich unter die Wasseroberfläche befindet, auch mit einem wundervollen Blick hinaus aufs offene Meer. Prinzipiell kann man die Tauchgänge ganzjährig und an den verschiedensten Orten buchen – jede Stelle und jede Zeit hat dabei ganz eigene Reize, zu manchen Zeiten sieht man Wale am Riff vorbei ziehen, in anderen Monaten blühen die Korallen, manchmal ist auch einfach nur das Wasser wärmer und die Sicht besser.

Besichtigung aus dem Flugzeug

Über den Wolken…
… ist die Freiheit grenzenlos – aber auch der Blick über das Great Barrier Reef phänomenal. Wie oben bereits erwähnt, ist das Riff so groß, dass es sogar vom Weltall aus gesehen werden kann, nur logisch also, dass viele Fluganbieter Rundflüge über das Riff anbieten. Wo man seinen Flug bucht, ist fast egal, die Anbieter lassen zumeist gut mit sich handeln, vor allem, wenn man ihnen mit günstigeren Preisen von anderen Konkurenzunternehmen argumentiert. Mit 150- 200 $ sollte man aber definitiv rechnen. Viele der Flugzeuge und Hubschrauber sind sehr klein und nur für etwa 10 Personen ausgelegt, ein Shuttle holt die Passagiere oftmals direkt vom Hotel ab.
Der große Vorteil eines Rundfluges ist wohl vor allem, dass einem aus der Luft die Ausmaße des Riffs viel eher bewusst werden, da der Überblick einfach nicht mit dem von einem Boot aus zu vergleichen ist.

Sonstige Informationen
Vorsicht bei Tauchgängen
Australien ist durchaus bekannt als Land, mit unzähligen, tödlichen Tierarten, und diese lauern nicht nur an Land, sondern vielfach auch im Wasser – und dazu zählen nicht nur verschiedene Haiarten, sondern gibt es auch im Wasser giftige Pflanzen, Quallen und andere Tiere, auf welche man treten kann, oder die man berühren kann. Wer also tauchen gehen will, sollte auf jeden Fall einen Trockenanzug tragen, um sich vor schwereren, teils schwersten, Verletzungen zu schützen.

Achtung vor giftigen Lebenwesen!

Anreise und Hotels
Die meisten Nationalitäten, die Australien besuchen wollen, brauchen dazu ein Visa, so also auch, wer das Great Barrier Reef besuchen will. Man kann das Riff von fast der ganzen Küste Queenslands aus besuchen, deshalb ist es so gut wie unmöglich, eine genaue Empfehlung zu geben. Auch der Ort, an dem man übernachten will, variiert von Reisendem zu Reisendem, manche suchen sich Motels, andere Hotels. Aber egal, wie lange man vorhat, am Great Barrier Reef zu bleiben – langweilig wird es dort auf keinen Fall.
Das Great Barrier Reef auf Weltreise?
Wer auf seiner Reise in Australien ist und die Möglichkeit hat, das Great Barrier Reef zu besuchen, egal ob zum Tauchen, Schnorcheln, auf einem Boot oder von der Luft aus, sollte dies unbedingt machen. Gerade wenn man bedenkt, dass dieser einzigartige Lebensraum in den nächsten Jahrzehnten schon komplett zerstört werden könnte, sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen, einmal selbst diese bunte Meereswelt, egal auf welche Art, zu besuchen.
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