Der Grand Canyon Nationalpark in den USA

Warum sollte man die unbedingt den Grand Canyon besucht haben?
Es ist wohl die bekannteste Schlucht der Welt und zugleich eines der größten Naturwunder dieser Erde – der Grand Canyon in Amerika. Der größte Teil der 446 km langen Schlucht liegt direkt im Grand Canyon Nationalpark und jeder Reisende sollte sich wenigstens einmal in seinem Leben dieses Wunder anschauen. Die Besuchsmöglichkeiten sind vielfältig, egal ob per Bootstour, Flugzeug oder Maultier – für jeden Besucher bietet der Grand Canyon ein Abenteuer.
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Beste Reisezeit:
das ganze Jahr
Wie viel Zeit sollte man sich für den Nationalpark nehmen?
Empfohlene Dauer:4 – 5Tage
Mindest Dauer: 2 Tag
Steckbrief:
Name: Grand Canyon National Park
Größe oder Fläche: 4926 km²
Land: Vereinigte Staaten, Arizona
Entstehung:
Der Grand Canyon entstand wahrscheinlich vor etwa 10 Millionen Jahren, als sich der Colorado River einen Weg durch das Felsplateau bahnte. Zentimeter für Zentimeter grub sich der Fluss durch das Gestein, und erschuf somit eine bis zu 1.800 m tiefe und stellenweise bis zu 30 km breite Schlucht. Auch heute lassen sich die Gesteinsschichten der verschiedenen Epochen der Erde in den Felsen erkennen und erzählen so die Geschichte der Erdzeitalter.
Ab etwa 1880 zog der Grand Canyon immer mehr Besucher an, wodurch daraus eine touristische Einnahmequelle entstand. Rund 20 Jahre später wurde deshalb auch eine Eisenbahnverbindung erbaut (Grand Canyon Railway). Im Jahre 1908 erklärte der damaligen Präsidenten, Theodore Roosevelt, den Ort zum National Monument. Elf Jahr später, nämlich 1919, außerdem zum Nationalpark. Seit 1979 steht der Grand Canyon auch in der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes.

Mehr als nur irgendeine große Schlucht

Die Aufteilung des Grand Canyon
Wer den Grand Canyon besuchen will kann entweder den North- oder den South Rim, also den Nord- oder den Südrand besucht. Die beiden Teile trennen Luftlinie zwar nur etwa 16 km, da man von einem zum anderen Ende aber einen enormen Umweg fahren muss, dauert dies rund 5 Stunden. Viele Touristen beschränken sich deshalb entweder auf den einen, oder den anderen Teil. Der Grand Canyon National Park ist so groß, dass er sich über 5 Klimazonen erstreckt, wodurch das Wetter und auch die Umgebung, je nachdem, wo man sich befindet, variieren.
Der Südrand ist der eigentliche Besuchermagnet um das Gebiet des Grand Canyons. Hier tummeln sich ganzjährig über Touristen. Von dort aus bietet sich gleichzeitig aber auch der schönste Blick über das Naturwunder.
Das komplette Gegenteil befindet sich am Nordrand. Dorthin verirren sich weniger Besucher, und dadurch, dass dieser Teil des Nationalparks höher liegt, herrscht hier ein komplett anderes Klima. Man findet dort Bäume und Seen, der Ort eignet sich also vor allem ideal für Wanderer. Durch den regnerischen und oft verschneiten Winter kann man den North Rim allerdings nur von Mai bis Oktober besuchen.
(Zudem gibt es noch den Grand Canyon West Rim, ein Indianerreservat, welches dem Stamm der Hualapai gehört. Dieses liegt aber außerhalb des Nationalparks.)
Wanderungen
Ein besonderes Erlebnis bietet sich für sportlichere Menschen an – eine Wanderung in den Grand Canyon. Da man sich hierbei in einem Naturschutzgebiet befindet, gelten bei den Touren auch strenge Regeln, welche von Park Rangern überwacht werden. Um im Grand Canyon übernachten zu dürfen, braucht man eine Erlaubnis, diese kann 4 Monate vor dem geplanten Termin gebucht werden, allerdings sollte man dann auch schnell sein, denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen.

Tagestouren im Grand canyon?

Tagestouren kann man auch ohne Erlaubnis machen, aber hier ist Vorsicht geboten: Viele, auch gut trainierte Wanderer, überschätzen sich beim Abstieg in die Schluchten, an einem Tag sind Ab- und der folgende Aufstieg fast nicht zu schaffen. Außerdem muss bei einem Abstieg unbedingt bedacht werden, dass es in der Schlucht viel wärmer ist als an den Rändern – hier kommt es Regelmäßig zu Rettungsaktionen, leider auch gelegentlich zu Todesfällen. In jedem Fall sollte man also zumindest genügend Trinkwasser dabei haben. Wer sich die Wanderung nicht zutraut, kann beispielsweise bei einen Wanderritt auf einem Pferd oder einem Maultier teilnehmen.
Der Grand Canyon Nationalpark zu Wasser oder von der Luft aus
Man kann die schönen Felswände und Schluchten, die sich in dem Nationalpark befinden, nicht nur zu Fuß besuchen, es gibt viel mehr Optionen. Wer ein paar Tage Zeit hat, kann sich auf Bootstour begeben und, je nach Reisetour, ein paar Tage auf dem Colorado verbringen. Die Touren werden dabei immer von erfahrenen Guides begleitet, die die Wassergefährte sicher durch das felsige Gebiet lenken, egal, ob die Strömung ruhig, oder stellenweise auch etwas wilder ist. Hierbei ist auch für das leibliche Wohl und die Übernachtungen der Gäste gesorgt.
Einen außergewöhnlichen, spektakulären Ausblick über die Weiten der Grand Canyon Nationalparks bietet im Gegenzug dazu ein Helikopterflug über die Schluchten. Dies lohnt sich vor allem für jene, die auf ihrer Reise möglichst viel in relativ kurzer Zeit sehen wollen und das Abenteuer in luftiger Höhe lieben. Aber auch jene, die eigentlich unter Flugangst leiden, schwärmen danach regelmäßig von diesem einzigartigen Ausblick. Diese Touren werden zumeist von Las Vegas aus angeboten.
Was gibt es im Grand Canyon Nationalpark zu entdecken?
Sonstige Informationen:
Anreise
Wie man am besten zum Grand Canyon Nationalpark kommt, hängt vor allem davon ab, von wo aus man seine Reise startet und was man sehen will. Der Südrand ist besser erschlossen, und lässt sich zudem einigermaßen schnell von bekannten Städten wie Las Vegas oder Los Angeles aus erreichen. Zudem gibt es dort einen kleinen Flugplatz sowie einen Bahnhof. Am Südrand selbst fahren Shuttlebusse, die die Touristen an verschiedene Orte bringen, und seit ein paar Jahren kann man sich vor Ort auch Fahrräder ausleihen, um den Canyon selbst zu ergründen.
Die Straßen, die die Besucher an den Nordrand führen, öffnen aufgrund der bereits beschriebenen, schlechten Witterungsverhältnisse nur in den oben angegebenen Monaten.

Wo soll man übernachten?

Unterkunft
Direkt am Grand Canyon befindet sich nahe dem South Rim das Grand Canyon Village, hier gibt es einige Unterkünfte, diese sind aber auch, aufgrund der vielen Besucher, sehr teuer. Wer Geld sparen will, kann sich in den umliegenden Orten nach Schlafmöglichkeiten umsehen, dafür verlängert sich die Anreisezeit zu den Schluchten. Die ist, je nachdem, wie lange man dort seine Zeit verbringen möchte, auch teilweise unpraktisch.

Am North Rim gibt es weniger Schlafplätze, dafür aber auch einen Campingplatz, den man nutzen kann.
Da jährlich rund 5 Millionen Menschen den Grand Canyon besuchen, empfiehlt es sich, möglichst früh Zimmer zu reservieren.
Eintritt
Wer den Grand Canyon besucht muss auch Eintritt zahlen, die Höhe richtet sich je nachdem, wie man anreist. Am teuersten ist das Auto mit etwa 30US$, Reisegruppen und Wanderer kommen oft günstiger weg. Die Tickets sind eine Woche gültig und gelten für den kompletten Nationalpark, allerdings werden die Gebühren bei schlechtem Wetter nicht zurück erstattet.
Der Grand Canyon Nationalpark auf Weltreise?
Egal ob zu Fuß, auf einem Reittier, mit einer Bootstour oder im Helikopter, aber den Grand Canyon National Park muss man in seinem Leben gesehen haben. An wenigen anderen Orten der Erde lässt sich die Gewalt der Natur so gut erkennen, wie in den tiefen Schluchten, welchen vom Colorado River einst durch das Gestein gegraben wurden. Ein Naturwunder, das einem durch seine Schönheit den Atem raubt und für Gänsehautmomente sorgt.
Google Maps:

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