Am anderen Ende der Welt

Warum man den Fjordland Nationalpark gesehen haben sollte:
Neuseeland – der Traum von jedem Reisenden. Einmal ans Ende der Welt reisen, einmal die Faszination zwischen atemberaubenden Stränden, ewigen Wiesen und Wäldern sowie exotischen Ausflügen ins Tierreich erleben. Während dem Neuseeland-Aufenthalt gehört ein ganz besonderer Ausflug zum absoluten Pflichtprogramm: Die Besichtigung des Fjordland Nationalparks!

Unendliche Weiten!
Neuseeland Placeholder
Neuseeland

Lage: Southland, Neuseeland
Nächste Stadt: Te Anau
Fläche: 12.570 km²
Gründung: 1952

Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch
Der Fjordland Nationalpark ist riesig, etwa so groß wie Tirol. So riesig, dass man sich unbedingt vor der Reise überlegen sollte, was man sehen möchte und welche Route die passendste ist. Hier lebt das unberührteste Stück Natur, das von Gletschern geformt wurde. Atemberaubende Fjorde, spektakuläre Wasserfälle, Gipfel, die mit Schnee bedeckt sind, Regenwälder direkt neben Berghängen. Ein Fjord, sollten manche sich noch nicht damit befasst haben, ist übrigens ein vom Gletscher geformtes, u-förmiges Tal, das vom Meer überflutet wurde. Sehenswert ist jeder Zentimeter des Nationalparks. Wie man das riesen Gelände erkundet, ist natürlich jedem selbst überlassen, grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten: Eine Besichtigung durch eine Bootsfahrt, eine Wanderung oder einer Reise mit dem eigenen Auto. Selbstverständlich kann man diese Komponenten auch miteinander kombinieren, hier gibt es diverse verschiedene Touren zu buchen. Für die Abenteurer gibt es auch die Möglichkeit, mit einem Kajak auf eigene Faust die Fjorde zu erleben.

Fjordland Nationalpark – wie aus einem Traum!

Was gibt’s alles zu entdecken?
Im Nationalpart angekommen, weiß man zunächst gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Deshalb kommen jetzt ein paar Vorschläge, was ihr unbedingt besichtigen solltet.

Milford Sound:
Der Milford Sound ist der bekannteste Fjord Neuseelands mit einer Länge von 15 Kilometern. Die Felswände, die den Fjord umgeben, sind bis zu 1500 Meter hoch. Da die neuseeländischen Alpen angrenzen, gehört der Milford Sound mit über 8000mm Niederschlag zu den regenreichsten Gebieten der Welt. Jeder Regenschauer lässt dutzende Wasserfälle an den umliegenden Hängen entstehen, die auch schon einmal 1000 Meter erreichen können. Das Wasser des Fjordes hält ein besonderes Naturschauspiel bereit: Es besteht aus zwei Schichten, einer aus Salz- und einer aus Süßwasser. Das Süßwasser enthält durch den vielen Regen aus dem Boden gelöste Gerbstoffe, die für einzigartige Lichtverhältnisse. Wie in der Tiefsee können im Fjord Flora und Fauna bestaunt werden. Robben, Pinguine und Delphine leben übrigens im Milford Sound. Es gibt zahlreiche kleine Kreuzfahrten, die den gesamten Fjord abfahren. Bekannt sind auch die Wanderwege rund um den Sound. Die Milford Road ist ebenfalls sehr sehenswert. Sie gilt als eine der schönsten Straßen der Welt und bietet unglaublich schöne Fotomotive aus der neuseeländischen Natur.

Tipp: Der Milford Sound ist sehr gut besucht. Wenn ihr mehr Privatsphäre wollt, besucht den Doubtful Sound. Er ist nicht so leicht zugänglich und dadurch weniger von Touristen belagert. Hier ist die Chance, vielen Delphinen zu begegnen, groß.

Wandern durch den Nationalpark

Wanderungen, Kepler-Track:
Es gibt wahnsinnig viele Routen durch den Nationalpark. Ein absolutes Highlight ist die Wanderung über den Kepler Track. Hier sollte man 4 Tage und 3 Nächte einplanen, 60 Kilometer umfasst die Tour. Diese Wanderung zeigt die Vielfältigkeit Neuseelands in ihrer vollen Pracht. Märchenwälder, karibische Strände, klare Seen, Papageien, ein einzigartiges Panorama, wohin das Auge auch reicht. Die Nächte verbringt man in kleinen Hütten, auf denen es nur Wasser gibt. Geschirr, Schlafsäcke und Essen müssen also selbst mitgenommen und vor allem getragen werden. Auf dem Kepler-Track gilt hierfür: Alles, was mitgebracht wird, wird auch wieder zurückgetragen. Müll wird also keiner auf dem Weg weggeworfen. Der Lake Manapouri ist ein echtes Highlight der Wanderung. Weißer Strand und türkisblaues Meer laden hier zum Baden und zum Entspannen ein. Der Name des Tracks kommt übrigens vom deutschen Astronom Johannes Kepler. Auf der Wanderung trifft man in den Hütten auf viele andere Abenteurer, um die 80 Personen sind nachts zu Gast. Jedoch „verliert“ man sich kurz nach dem morgendlichen Aufbrechen sehr schnell wieder im großen Gelände, sodass man die Natur ganz privat genießen kann.

Tipp: Wer Schnee und Eis umgehen möchte, sollte die Wanderung im Sommer (Dezember bis März) machen.

Ein schöner Bergsee in Mitten der Natur

Lake Marian:
Um an diesem wunderschönen Bergsee zu entspannen, muss man erst einmal ein paar Hürden überwinden. Getreu dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Zu Beginn des Weges geht es bequem über Holzstege am Fluss entlang, das aber ändert sich schnell. Über Geröll, Stein und die Reste von Bäumen, die den Berg hinunterkamen, geht es weiter über Wege, die bei uns wohl verboten wären. Über Stock und Stein, ja sogar durch Schlammfelder geht die Tour weiter. Der anstrengende Wanderweg, der fast nur bergauf geht, lohnt sich spätestens mit dem Blick über den Lake Marian. Der See eignet sich nicht nur zum Entspannen, auch eine kleine Abkühlung kann man im kristallklaren Wasser genießen.




Wichtige Informationen:
Um eine unbeschwerte Zeit im Fjordland Nationalpark zu verbringen, sollte man einige Vorbereitungen treffen und sich über die Rahmenbedingungen vor Ort hinsichtlich des Wetters informieren. Das Klima ist ozeanisch geprägt und gemäßigt. Im Juli, in Neuseeland tiefster Winter, betragen die Temperaturen um die fünf, im Sommer (Januar) 23 Grad. Regenschauen erlebt wohl jeder Neuseeland-Besucher, denn das Land hat mehr als 200 Regentage pro Jahr. Bezüglich des Wetters ist es sehr wichtig, immer warme Kleidung dabei zu haben. Selbst im Sommer, wenn es über 20 Grad hat, kann ein Wetterumschwung so plötzlich und heftig eintreten, dass plötzlich Schneeflocken fallen. Wer nicht während der Hochsaison der Touristen anreisen möchte, sollte die Monate Oktober bis April meiden.

Neuseeland und Weltreise?

Der Fjordland Nationalpark auf Weltreise:
Wer eine Weltreise macht, muss natürlich von Haus aus auch an das andere Ende der Welt reisen. Der Nationalpark ist für alle, die Neuseeland als Stopp planen, ein absolutes Muss. Hier gibt es so viel, was man unbedingt gesehen haben muss, die Schauspiele der Natur sind unvergesslich. Es ist nahezu unmöglich, die Highlights des Parks zu beschreiben. Je nachdem, wie lange ihr in Neuseeland bleiben wollt, solltet ihr für den Fjordland Nationalpark mindestens zehn Tage Aufenthalt einplanen. Informiert euch vorher, was ihr zwingend sehen möchtet und wie ihr dorthin kommt. Angebote, Pakete und Touren gibt es zahlreich, Erkundungen komplett auf eigene Faust sind natürlich auch sehr zu empfehlen, denn der Nationalpark der Naturwunder bietet Spektakel für jeden Reiseliebhaber!

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