Copacabana – ein Partytraum?

Warum sollte man Copacabana gesehen haben?
Wer an die Copacabana in Rio de Janeiro denkt, denkt in erster Linie an einen kilometerlangen, traumhaften, weißen Strand vor einer atemberaubenden Felsenkulisse. Selbige ist nicht nur bei Tageslicht wunderschön, sondern auch in der Nacht wundervoll beleuchtet. Aber die Copacabana hat viel mehr zu bieten, und wer die brasilianische Stadt Rio de Janeiro besucht, sollte sich unbedingt auch die Zeit nehmen, den durch seine Geschichte berühmten Stadtteil zu besuchen.
Brasilien Placeholder
Brasilien
Beste Reisezeit:
ganzjährig (Sommer: Dezember – März)

Wie viel Zeit sollte man sich für Copacabana nehmen?

Empfohlene Dauer: 2-3 Tage
Mindestdauer: 2 Tag
Steckbrief:
Name: Copacabana
Fläche: 4,1 km²
Staat: Brasilien
Stadt: Rio de Janeiro
Entstehung:
Für die Ureinwohner Rios lag die Copacabana lange hinter einer nahezu undurchdringbaren Felsenkette. Erst als man diesen Felsen 1892 durchbrach und einen Tunnel erbaute, fand man das wunderschönes Fleckchen Erde, auf welchem ein „neues Rio“ erschaffen wurde. Schnell entstanden die ersten Villen und Häuser, und, da es in Brasilien meist generell keine Stadtplanungen gibt, in der direkten Nachbarschaft Hochhäuser. In dem neu entdeckten Gebiet entstand sehr schnell ein ganz neuer, und eigener Lebensstil, wodurch di Copacabana bis in die 1960er-Jahre einen enormen Hype auslöste.
2016 rückte der bekannte Strandzeile vor allem aufgrund der Olympischen Sommerspiele wieder ins Rampenlicht. Dort befanden sich unter anderem eine Volleyball-Arena, in der Spiele ausgetragen wurden, sowie Start und Zielpunkte für verschiedene Rennen.

Ein Ort der es zu Weltbekanntheit geschafft hat


Der 4 Kilometer lange, weiße Sandstrand, für den Copacabana unter anderem berühmt ist, zeichnet sich aus als der Ort, an dem Sport, Lebensfreude, Körperkult und ein gemeinsames Miteinander zelebriert werden. Der Strand ist nicht nur Treffpunkt für Touristen, auch viele Einheimische verbringen hier gerne ihre Stunden. Man kann dort verschiedene Ballsportarten spielen, meist sogar bis tief in die Nacht, da der Platz mit Flutlichtern ausgestattet ist. Besonders ist, dass der Strand trotz der vielen Besucher sehr sauber ist. Im Atlantischen Ozean kann man im Normalfall auch Baden gehen, allerdings gibt es häufig starke Strömungen sowie steil abfallende Uferzonen. Das macht das Baden teilweise gefährlich, tagsüber sind zwar viele Rettungsschwimmer vor Ort, dennoch sollte man auch selbst Vorsicht walten lassen.
Der Strand ist zwar die berühmteste, aber bei weitem nicht die einzige Sehenswürdigkeit, die die Copacabana zu bieten hat. Zudem sehr bekannt sind das Historische Museum des Heeres, in einer alten militärischen Anlage, diverse Plätze, die überwiegend zum Verweilen einladen, sowie das Shopping Cassino Atlantico.
Nachtleben
Der bekannteste Ort, um in Copacabana die Nächte durchzutanzen, war die 1984 eröffnete Großraumdisko Help. Sie war zu ihrer Blütezeit der größte Nachtclub Lateinamerikas, und gleichzeitig auch ein Kontakthof zur Prostitution und der Drogenszene. 2011 wurde der Club abgerissen.
Nichtsdestotrotz kann man auch heute noch gut weggehen in dem Stadtteil in Rio de Janeiro. Es gibt diverse Tanzlokale, Diskotheken und zudem bieten mittlerweile auch viele Hotels eigene Bars an. Je nach Größe des Hotels sind auch diese Bars teilweise sehr luxuriös. 2011 wurde wieder eine sehr große Diskothek eröffnet, der ON11 Nightclub eröffnet, der über 1.000 Gästen Platz bietet.

Veranstaltungen
Gerade bei besonderen Anlässen wie z.B. an Silvester, ist an der Copacabana immer etwas geboten, da sie die perfekte Kulisse für Veranstaltungen bietet. Silvester werden jährlich große Feuerwerke und Konzerte für diesen besonderen Tag geplant und veranstaltet.

Party all Night long?

Aber auch während des Jahres gibt es am Strand der Copacabana immer wieder besondere Feiern, so spielten dort unter anderem bereits die Rolling Stones, aber auch der Papst feierte zwischen Felsenwand und Meer mit seinen Gläubigern schon Gottesdienste.
Sonstige Informationen
Anreise und Mobilität in der Stadt
Etwa 20 km vom Stadtzentrums Rio de Janeiros befindet sich ein internationaler Flughafen, der von vielen verschiedenen Airlines angeflogen wird.
Wer sich bereits in Brasilien, oder einem seiner Nachbarländer wie Argentinien oder Uruguay befindet, hat auch die Möglichkeit, mit einem Fern- oder Nachtbus oder aber auch mit einem (gemieteten) Auto anzureisen. Züge fahren aktuell nicht, es gibt aber angeblich Neubaupläne für eine Verbindungsstrecke zwischen Sao Paulo nach Rio.
Wer sich bereits in Rio befindet, hat verschiedene Möglichkeiten der Fortbewegung. Einerseits ist es eine Option, Taxis zu verwenden, diese sind aber oftmals teuer und die Fahrer berechnen mehr, als ursprünglich ausgemacht. Wer mit einem privaten Auto angereist, wird schnell Bekanntschaft mit den dortigen Straßenregeln machen. Von Einbahnstraßen, die die Richtung wechseln bis hin zu Ampeln, die eher dekorativ als vorschreibend betrachtet werden.
Am leichtesten reist es sich mit den Bussen, diese fahren fast rund um die Uhr und sind außerdem sehr günstig.
Unterkunft
Allgemein gibt es in Rio de Janeiro sehr viele Unterkünfte, Hotels, Hostels und so weiter. Allerdings sollte man nicht blind das nächstbeste Hotel buchen, sondern sich zuerst darüber informieren, wo dieses genau liegt. Es gibt in Rio allgemein viele Favelas, also Ghettos, in denen die Ärmsten der Armen leben. Natürlich sind nicht alle dieser Ghettos gleich, manche können durchaus gefahrlos betreten werden, dennoch sollte man vorsichtig sein.
Viele der Unterkünfte sind aber immerhin sehr günstig (ab etwa 13€/ Nacht) und überzeugen dennoch durch gute Qualität und Sauberkeit. Je nach Typ kann man sich Unterkünfte direkt am Stand oder, wer gerne etwas mehr Ruhe hat, etwas weiter weg suchen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf jeden Fall genug.

Prostitution?

Sextourismus
Lange Zeit war die Copacabana vor allem für eines bekannt: billige Prostituierte und viel Sex. Dies hat sich mittlerweile aber extrem geändert, da der Staat das Rotlichtmilieu stark reglementiert hat. Prostitution findet sich überwiegend nur noch an der Grenze zum Stadtteil Lime.

Kriminalität
An den meisten Orten, an denen sich viele Touristen aufhalten, gibt es auch gleichzeitig sehr viel Kriminalität, so auch in Copacabana. Vor allem in den letzten Jahren entstanden vermehrt Jugendbanden, die ganz gezielt auf Touristen losgehen und diese auch ausrauben, die sogenannten „Uté“. Gerade am Strand kommt es häufig zu Raubüberfällen, bei denen den Badegästen all ihre Wertsachen abgenommen werden.
Um die häufigen Übergriffe zu minimieren, wird mittlerweile vermehrt die Militärpolizei eingesetzt, sowohl zum Schutz von Touristen als auch der Einheimischen.
Rio de Janeiro gehört mitunter zu den gefährlichsten Städten in ganz Brasilien, mit einer Mordrate von „nur“ 2,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern hat Copacabana aber den niedrigsten Index der Stadt.
Copacabana auf Weltreise?
Wer sich auf Weltreise begibt kommt an Brasilien und auch der berühmten Stadt Rio de Janeiro kaum vorbei. Der saubere, schöne Strand lädt geradezu dazu ein, ein paar Tage dort zu verweilen und die Kulisse dort zu genießen. Der Sand ist weich und das Wasser angenehm warm. Wer sich tagsüber ausgeruht hat, kann anschließend dort auch die Nacht durchtanzen – ein wundervoller Ort, der für jeden das richtige zu bieten hat.
Google Maps:

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