Seltsame Orte – die sprachlos machen!

Wer auf Reisen geht oder in den Urlaub fährt, denkt in erster Linie an Sonne, Strand und Meer, Partyurlaub oder beispielsweise einen Stadturlaub. Aber unsere Erde bietet so unglaublich viele Wunder, die man in seinem Leben unbedingt gesehen haben sollte. Die Entscheidung, was man als erstes sehen möchte, fällt hier wohl extrem schwer, deshalb hier 5 Tipps von uns.

1. Antelope Canyon, USA

1. Antelope Canyon, USA

Der Antelope Canyon in Arizona in den USA ist ein wahres Wunderwerk, welches von der Natur geschaffen wurde. Es handelt sich hierbei um einen Slot Canyon, also eine enge Schlucht, welche über Jahrhunderte von fließendem Wasser geformt wurde. Vor allem das Spiel mit dem Licht beeindruckt die Besucher des Antelope Canyons. Je nachdem, wie die Sonnenstrahlen in die Schlucht fallen, werden die Wände anders beleuchtet und die Farben wirken ganz verschieden.

Einige Teile der Schlucht sind zudem auch mit Booten befahrbar. Grundsätzlich sind die verschiedenen Teile des Canyons fast immer trocken und dadurch für Besucher zugänglich. Nur wenn Regenfälle angekündigt werden, besteht die enorme Gefahr von Sturzfluten, auch wenn der Regen außerhalb vielleicht nicht so stark ist. Besichtigt werden können die Touren leider nur im Rahmen durch Guides geführter Touren. Die Schluchten befinden sich im Navajo-Reservat, und gehören aber definitiv zu den Orten der Welt, die man gesehen haben sollte.

2. Wandernde Felsen, Death Valley

2. Wandernde Felsen, Death Valley

Das Death Valley an sich liegt in der Mojave-Wüste, ist der trockenste Nationalpark in den USA und wird oft auch Tal des Todes genannt. Dennoch gibt es dort einige Tier- und Pflanzenarten, welche sich hier angesiedelt haben, aber sie sind es nicht, die die Besucher faszinieren und verwundern lassen. Vielmehr sind es Felsen, die sich wie von Geisterhand Kilometerweit über den Boden schieben, und hier auch eine lange Spur in den Sand ziehen.

Auf der Racetrack Playa, einem ausgetrockneten See im Nordwesten des Nationalparks wandern immer wieder bis zu 350 kg schwere Felsbrocken über die fast völlig flache Ebene. Erstmals richtig beobachtet wurden die Bewegungen erst im Jahr 2014. Die Spuren, die hier bleiben sind sehr unterschiedlich. Manchmal wandern die Gesteinsteile schnurgerade, manchmal erschaffen sie gewundenen Strecken. Es gab seit der Entdeckung der wandernden Felsen viele Theorien, wie das Naturphänomen zustande kam, manche der Felsen bewegten sich mit 5 Metern pro Minuten auch wirklich verhältnismäßig schnell.

Um die Felsen zu bewegen braucht es eine dünne Eisschicht auf dem Boden. Sobald diese zu schmelzen beginnt, reichen Winde ab einer Windstärke von drei Beaufort um die Steine in Bewegung zu setzten. Natürlich müssen hier alle Temperatur- und Windbedingungen zusammenpassen, so muss es natürlich auch vorher regnen. Die Bedingungen in Kombination treten manchmal nur alle paar Jahre oder gar Jahrzehnte auf, dies macht das Phänomen umso besonderer.

3. MUSA Museum unter Wasser, Mexiko

3. MUSA Museum unter Wasser, Mexiko

Vor der Küste der nördlichen Halbinsel Yucantan in Mexiko befindet sich ein sehr besonderes Museum, ein Unterwassermuseum. In diesem werden Skulpturen des britischen Künstlers Jason deCaires Taylor ausgestellt. In etwa 6-9 Metern Tiefe stehen lebensgroße Figuren, für welche Mexikaner jeden Alters und aus allen gesellschaftlichen Positionen Modell gestanden haben.

Das Besondere: Die Figuren wurden seit der Installation nicht mehr gereinigt oder restauriert, vielmehr ist es sogar gewünscht, dass sich an ihnen Muscheln, Korallen und andere Meeresbewohner ansetzten. Die Kunst wird also beeinflusst von den Kräften des Wassers und deren Bewohnern, der Kraft der Natur also. Durch diesen Tauchspot soll aber auch die Natur entlastet werden. Indem man Besucher zu den Skulpturen lockt, versucht man, die nahegelegenen Korallenriffe zu entlasten, was aber auch funktioniert. Mehr und mehr Menschen besuchen jährlich die Skulpturen. Mittlerweile wurde ein weiterer Skulpturenpark vor der Karibik-Insel Grenade in der Moliniere Bay errichtet. Erreichbar ist das Museum sowohl für Taucher als auch für jene, die schnorcheln gehen wollen.

Da man leider hier keine Bilder vom Künstler selbst veröffentlichen darf habe ich als Platzhalter dieses Bild genommen. Wenn du mehr über den Künstler erfahren willst klicke einfach den Link.

4. Polarlichter, diverse Länder

4. Polarlichter, diverse Länder

Für viele ist es ein Traum, einmal die Nord- bzw. Polarlichter zu sehen, in der Fachsprache Aurora Borealis genannt. Theoretisch wäre das überall auf der Welt möglich, selbst in Deutschland, wenn die Konditionen passen. Allerdings gibt es auch einige Länder, in denen die Wahrscheinlichkeit, die Himmelslichter zu sehen, extrem hoch ist.

Am günstigsten und leichtesten zu erreichen ist wahrscheinlich Island. Vielfach warten Reisende hierfür die Wetterprognosen ab und buchen erst dann einen Last-Minute-Flug sowie eine Unterkunft. Auch in Finnland, Norwegen und Schweden kann man das Naturphänomen häufig beobachten. Die Länder streiten sich hierbei seit Jahren darum, an welchem Ort man den besten Blick hat. Häufig werden Touren angeboten, bei denen Guides Reisegruppen an eher abgeschiedene Orte führen, in denen man nachts stundenlang gen Himmel blicken kann. Auch in Alaska in den USA und in Kanada können die Polarlichter beobachtet werden.

Eine Garantie gibt es dafür natürlich nie, denn die Natur kann niemand beeinflussen. Dennoch gibt es Orte, an denen die Wahrscheinlichkeit, das Schauspiel mitzuerleben, sehr hoch ist. Yellowknife, die Hauptstadt der Kanadischen Nordwest-Territorien wird häufig als „Hauptstadt der Polarlichter“ bezeichnet, und der Ort eignet sich wirklich sehr gut. Allerdings braucht man auf der Reise eine sehr warme Winterjacke und vor allem sternenklaren Himmel, aber dann kann man sich von den Nordlichtern verzaubern lassen.

5. Lavasee, Dempkratische Republik Kongo

5. Lavasee, Dempkratische Republik Kongo

Feuer ist unglaublich gefährlich und fasziniert trotzdem Millionen von Menschen. Auch der Lavasee am Stratovulkan Nyiragongo ist eigentlich gefährlich, allein bei seiner Entstehung starben Hunderte Menschen, und dennoch lockt er scharenweise Besucher an.

Zum ersten Mal brach der Vulkan bereits 1977 aus, 2002 dann zum zweiten Mal. Dabei zerstörte ein Lavastrom mehrere Dörfer ehe er durch die Stadt Goma in den Kiwusee floss. Knapp 150 Menschen kamen dabei ums Leben, 120.000 wurden obdachlos. Seitdem ist im Krater des Vulkans ein Lavasee zu sehen, der mit einem Durchmesser von etwa 200 m der größte der Erde ist.

Der heiße See liegt rund 600 m unterhalb des Kraterrandes und wird noch immer vom Erdinneren aus gespeist, ein erlöschen ist somit nicht in Sicht. Vielmehr besteht die Gefahr, dass, wenn die Lava in dem See zu hoch steigt, Risse in der Kraterwand entstehen und die Lava dadurch ausfließt und erneut große Gebiete zerstört werden. Der letzte Ausbruch war erst im Jahre 2012, dennoch ist der Vulkan ein wichtiger Faktor für den Fremdenverkehr und wird jährlich von tausenden Touristen besucht.

Weltweit gibt es die verschiedensten, faszinierendsten Orte zu entdecken, manche von Menschenhand, andere von der Natur selbst geschaffen. Die hier genannten sind nur einige wenige Beispiele. Es lohnt sich aber, nicht nur auf klassische Urlaube zu setzten, sondern lieber verschiedenste Impressionen aus der Welt mitzunehmen.

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