Oben
Smileys

Datum: Montag der 17.12.2018 | Ort: Cancun

Chaos an der Rezeption

Wir sind ein froh heute das Hotel zu wechseln. Max erzählt ihm hätte heute Nacht eine Kakerlake aus dem Waschbecken entgegen gegrinst. Auch wenn das in warmen Ländern schnell passieren kann ist es so ein bisschen der letzte Tropfen der uns das Hotel madig macht. Jetzt freuen wir uns auf ein Zimmer mit warmer Dusche und einem Fenster.

Im neuen Hotel ist gerade viel los. Irgendwie ist die Rezeption auch komplett überfordert. Vor allem, dass Max zwei Zimmer gebucht hat, sorgt für komplettes Durcheinander. Das Einchecken dauert eine halbe Stunde – obwohl wir noch nicht mal einen Schlüssel bekommen, da das Zimmer noch nicht fertig ist.

Wir können aber unsere großen Backpacks einstweilen im Hotel lassen und gehen zum Mittagessen ins nicht weit entfernte Einkaufszentrum.

Ventilatoren vor dem Fenster

Nachdem wir im Einkaufszentrum Zeit totgeschlagen haben gehen wir auf unser Zimmer. Es ist sehr schön, hell, freundlich und hat ein großes Fenster. Die Aussicht geht allerdings über das Nachbargebäude. Wir denken uns zunächst nichts dabei und sind einfach nur happy.

Am späten Nachmittag geht dann allerdings die Ventilationsanlage vom Nachbargebäude an, die direkt unter unserem Fenster liegt. Es klingt als würde jemand mit einem Laubbläser vor dem Fenster stehen, oder vielleicht auch mit einem Staubsauger. Das ganze Zimmer vibriert mit.

Wir gehen an die Rezeption um zu fragen, ob das nun die ganze Nacht so geht. Die Dame entschuldigt sich und versichert, dass das System nur für ein paar Stunden am Nachmittag an sei. Am Folgetag würde es gar nicht genutzt werden. Ich bin nicht wirklich glücklich, aber wir haben ja nicht vor den ganzen Nachmittag im Zimmer zu sitzen.

Ventilator

Einen Ventilator vor dem Hotelfenster zu finden ist unerfreulich, denn er ist nicht nur unschön sondern auch laut und sorgt für unangenehme Vibrationen

Wir bekommen Besuch

Am frühen Abend versuchen wir an der Rezeption den Zimmerschlüssel für das zweite Zimmer zu bekommen, das Max gebucht hat. Es endet in noch mehr Verwirrung und es ist beinahe zwanzig Minuten unklar wer jetzt wann und warum den Schlüssel bekommt.

Irgendwann hält Max dann jedoch endlich die Schlüsselkarte in Händen und wir gehen in den Supermarkt und kaufen eine Torte für unsere Freunde, die heute ankommen. Die drapieren wir schön in deren Zimmer und warten.

Als wir so auf unserem Zimmer sitzen, geht auch endlich der Ventilator vor dem Fenster wieder aus.

Kurz nach neun gehen wir in die Lobby. Wir haben noch nichts von unseren Freunden gehört, die eigentlich inzwischen da sein sollten. Tatsächlich stehen sie bereits an der Rezeption. Wir sind happy und liegen uns in den Armen. Dann geht es darum, dass die beiden noch ihren Pass an der Rezeption vorlegen müssen. Es dauert wiederum fast zwanzig Minuten bis wir schließlich klar machen können, dass schon aller Papierkram erledigt ist und sie nur noch den Pass brauchen. Der Rezeptionist schaut sich die Pässe an, gibt sie zurück und wünscht uns eine gute Nacht. Als wir bereits beim Aufzug sind, ruft er uns zurück, er bräuchte noch die Pässe. Wir müssen uns das Seufzen verkneifen.

Dann sind wir endlich am Zimmer und feiern die Ankunft der beiden mit Gin Tonic und Torte. Die Torte ist überraschend lecker und das Hotel hat eine abgefahrene Eiswürfelmaschine.