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Grippeähnliche Sympthome auf Kuba

Als ich am nächsten Morgen aufwache, fühle ich mich wie vom Bus überfahren. Mein Kopf pocht bei jeder Bewegung, ich bin wahnsinnig schlapp und haben Gliederschmerzen. Überanstrengung diagnostiziert Max. Mein Puls rast. Ich hab keine Ahnung was es ist, aber trinke vorsorglich erst einmal Elektrolyte. Danach fühle ich mich wenigstens ein bisschen besser. Ob es die Elektrolyte sind oder nur das Wasser, kann ich nicht sagen.

Zumindest schaffe ich es damit bis zum Frühstück nach nebenan zu schleichen, auch wenn mein Kopf dabei ordentlich pulsiert. Vivian hat groß aufgekocht. Sie hat sogar frittierte kleine Küchlein gemacht, ein bisschen wie Pancakes in der Größe einer zwei Euro Münze. Sie sind wahnsinnig lecker. Trotzdem kann ich nicht all zuviel essen.

Nach dem Essen muss ich mich wieder hinlegen. Max ist ratlos was er mit mir anstellen soll und klemmt sich erst einmal hinter seinen Laptop.
Am frühen Nachmittag überredet er mich zu einem kleinen Spaziergang, um Wasser zu kaufen und den Kreislauf auf Touren zu bringen. Mehr als ein schlaffes Schneckentempo schaffe ich heute aber nicht. Meine Füße sind so wahnsinnig schwer. Also schlurfe ich ganz ganz langsam zum Strand und in den Laden und wieder zurück. Motiviert davon gehen wir sogar noch ein kleines bisschen in die andere Richtung, um uns die Stadt anzusehen.

Alle paar hundert Meter bleiben wir stehen und ich setze mich für ein paar Minuten hin. Es ist mühsam.

Netter wird es erst, als wir einen Stand mit Kokosnüssen finden. Richtig viel Erfahrung scheinen die beiden Verkäufer nicht im Umgang mit Kokosnüssen zu haben, den sie brauchen fast zehn Minuten, um sie aufzubekommen und es ist eher Glück, dass dabei niemand einen Finger verliert.

Die Kokosnuss ist lecker und bis zum Rand voll Wasser. Wir setzen uns gegenüber an die Mündung der Bucht. Dort drückt ein Fluss unterirdisch ins Meer. Die Verwirbelungen im Wasser sehen toll aus. Max läuft ein bisschen am Ufer herum und entdeckt dabei in einem Loch eine Krabbe. Fasziniert glotzen wir beide fast zehn Minuten in das Loch.

Als wir in die Unterkunft zurückkommen muss ich mich ausruhen und schlafe promt noch einmal zwei Stunden. Dann ist es auch bereits Zeit fürs Abendessen.

Vivian bekocht uns heute. Als ich die Tür öffne, sitzt dort ein kleiner brauner Hund und wedelt mich freudig an. Ich knuddle sie begeistert. Dann will ich Vivian jedoch nicht warten lassen und gehe ins Haus. Die Kleine bleibt vor der offenen Tür sitzen und schaut unschlüssig herein. Ich bedeute ihr zu warten, doch sie versteht mich nicht und geht nach ein paar Minuten enttäuscht.

Vivian hat groß aufgekocht. Zuerst gibt es Gemüsesuppe und dann für mich Gemüsereis für Max Reis mit Hähnchen. Dazu fährt sie allerlei Beilagen auf, Bananenchips, Salat, Avocado und einiges mehr. Wir könne nicht mal annähernd aufessen obwohl es sehr gut ist.

Ich habe erst ein bisschen schlechtes Gewissen, dass sie nur für uns so viele Sachen gekocht hat, doch nach und nach kommen einige Familienmitglieder vorbei und wir hören im hinteren Teil des Hauses ein Familienessen. Es haben also noch mehr Leute etwas von unserem Besuch.

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