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Datum: 11.02.2019 | Ort: Utila

Heute beginnt der PADI so richtig

Heute stehen wir bereits um 6 Uhr auf, um uns dann pünktlich um 6:20 Uhr mit den anderen zum Frühstücken zu treffen. Wir sind alle noch ein bisschen müde. Es gibt Toast mit Avocado und Frischkäse, die wir am Vortag gekauft hatten. Das Morgenrot schimmert noch in den letzten Zügen über dem Wasser.

Kurz vor sieben trapsen wir los in Richtung Tauchschule. Wir sind extrem pünktlich. Jack kommt kurz nach 7 Uhr und wir müssen feststellen dass der Schlüssel für den Unterrichtsraum nicht da ist. Insgesamt vergeht eine 3/4 Stunde bis jemand gefunden ist, der uns in den Raum lassen kann.

Die Schwimmprüfung

Dann überprüfen wir erstmal die Hausaufgabe vom Vortag und reden noch ein wenig über die Theorie. Anschließend gibt es eine Mittagspause. Danach dürfen wir zum ersten Mal ins Wasser – Allerdings nicht um tauchen zu üben, sondern erst einmal um zu kontrollieren ob wir überhaupt schwimmen können.

Zum Nachbardock und wieder zurück soll es gehen. Die Jungs hüpfen ins Wasser und bieten sich ein Rennen. Laura und ich zuckeln gemütlich ratschend hinterher. Das Wasser ist hier nicht sehr tief aber tief genug, dass wir nicht stehen können. Es geht heute so gut wie keinen Wellengang und es sind nur 200m. Entsprechendes ist nicht wirklich schwierig die Strecke zurückzulegen. Das einzige was wirklich schwierig ist, ist es Max aus dem Weg zu gehen, da dieser die ganze Zeit versucht mich zu tauchen. Jack sitzt in der Zwischenzeit halb belustigt, halb genervt am Dock und geguckt zu, damit wir nicht schummeln und nicht absaufen.

Unter Wasser atmen

Nachdem das erledigt ist dürfen wir unsere Ausrüstung holen und da zusammenbauen – genaugenommen dreimal – also zusammen, wieder auseinander, wieder zusammen, wieder auseinander und wieder zusammen. Jetzt wissen wir auch langsam wie es geht.

Damit beginnt dann schon heute unsere erste Tauchstunde, allerdings erst im knietiefen Wasser, später auf Stehtiefe. Wir lernen, wie man die Ausrüstung richtig anlegt, wie man durch das Atemgerät und den Schnorchel atmet und sie von Wasser befreit. Außerdem lernen wir wie man das BCD aufbläst und wie man die Taucherbrille vom Wasser befreit.

Ein ungewöhnlicher tierischer Besuch

Als wir es geschafft haben uns mit unserer schweren Ausrüstung aus dem Wasser zu hieven und an Land die Teile auseinanderbauen, deutet Max plötzlich aufs Wasser. Dort wo wir im seichten Wasser gerade noch unsere Übungen gemacht hatten schlängelt sich gerade eine gut eineinhalb Meter lange grüne Muräne durchs Wasser. Sie sieht schon ein wenig einschüchternd aus.

Lernen bis zum umfallen

Nach unserer ersten Tauchstunde geht es wieder ins Klassenzimmer. Genaugenommen geht es erst einmal kurz heim, denn wir sind nass, haben Wasser in jeder Körperöffnung und wollen duschen. Danach schauen wir weitere Videos an. Inzwischen sind wir recht gut erschöpft und eigentlich auch mit Informationen und Gelerntem voll bis oben hin. Dass die Videos relativ langweilig sind, macht die Sache nicht unbedingt besser. Dann bekommen wir auch noch mehrere Kapitel Hausaufgabe auf. Eigentlich ist der ganze Abend schon wieder im Eimer. So leicht lassen wir uns allerdings nicht unterkriegen. Als wir dann später im Hotel ankommen, kochen wir doch noch. Zumindest als die Gruppe alleinstehender älterer Herren aus unserem Hotel endlich die Küche räumt. Es ist sehr lecker.

Das Hausaufgaben machen zieht sich dann noch bis in die Nacht und am nächsten Morgen geht es ja bereits um 6 Uhr wieder weiter.