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Datum: Dienstag 22.01.2018 | Ort: Belmopan

Guten Morgen aus Belize

Als mein Wecker heute klingelt ist Max noch nicht wach. Ich schlafe trotzdem wieder ein. Ich sollte mir das wirklich abgewöhnen! als ich das nächste mal die Augen öffne sitzt Max bereits wieder mit seinem Laptop im Bett und schaut auf als ich mich bewege. “Ich habe Hunger!” erklärt er. “Guten Morgen” seufze ich.

Heute gibt es Toast. für mich mit Ei, für Max mit Schinken und Ei. Eigentlich hatten wir auch Käse bestellt, aber der ist anscheinend heute auch aus.

Nach dem Frühstücken gehen wir aufs Zimmer. Max muss noch ein paar Dinge für die Arbeit erledigen, ich räume derzeit unser Instagram Postfach aus. Es ist Wahnsinn wie viel Spam sich dort in den letzten Monaten angesammelt hat.

Guancaste Nationalpark

Aufbau des Guancaste Nationalparks

Gegen Mittag brechen wir zum Guancaste Nationalpark auf. Der Nationalpark von Belmopan liegt direkt am Kreisverkehr, der die Hauptstraße von Belmopan mit der Bundesstraße verbindet. Wir laufen zu Fuß dort hin, daher brauchen wir eine gute halbe Stunde bis wir da sind.

Zunächst geht es zum Nationalpark zwischen den Bäumen hindurch auf einen Parkplatz, der an eine große Wiese grenzt. Am Rande steht ein kleines einstöckiges Gebäude. Aus dem Gebäude kommen zwei Männer, ein großer junger und ein kleiner recht alter entgegen. Beide lächeln freundlich und wir werden mit Handschlag begrüßt.

Der jüngere der beiden erklärt uns anhand einer Karte den Aufbau des Parks. Es gibt drei Abschnitte. Einen direkt am Fluss, an dem auch zwei Badestellen sind, einem direkt am Hauptgebäude und einen weiteren ein gutes Stück weiter hinten im Wald. Der Eintritt sei jeweils 5 BZ$. Wir schlucken etwas, da der Eintritt doch deutlich teurer ist als erwartet, aber legen dreißig Dollar auf den Tisch. Der Angestellte sieht uns etwas verwirrt an und gibt uns zwanzig Dollar zurück. Der Eintritt ist 5 BZ$ jeweils pro Person, nicht pro Waldabschnitt. Wir müssen alle drei über das Missverständnis lachen.

Grün ist es im Guancaste Nainalpark

Wir gehen zuerst in Richtung Fluss. Der Weg ist gesäumt von Dschungel. Darin stehen beeindruckend große Bäume. Leider hört man hier noch sehr den Lärm der angrenzenden Straße. Es gibt zwei Aussichtsplattformen am Fluss. Beide sind ganz neu und laden ein auch ein bisschen länger sitzen zu bleiben. Außerdem gibt es zwei Treppen in den Fluss hinab. Hier kann man baden. Ob es hier Krokodile gibt wissen wir allerdings nicht.

Wir laufen durch den Wald und halten nach Vögeln ausschau. Einige sitzen über uns in den Bäumen, aber sehen lässt sich keiner.

Anschließend gehen wir den längeren Weg entlang. Der Weg ist sehr schön und wahnsinnig grün. Einmal sehen ich etwas zwischen den Bäumen verschwinden. Vermutlich war es ein Nasenbär. Im ersten Moment hätte ich allerdings schwören können es wäre ein Jaguarundi gewesen, wie wir ihn gestern im Zoo kennengelernt haben. Kurz darauf kreuzt jedoch ein ganzes Rudel Nasenbären hysterischer unseren Weg und verschwindet im Dickicht.

Ansonsten bleiben Vogelsichtungen jedoch weitestgehend aus. Ich sehe zwei Kolibris und ein paar kleine gelbe Vögel, die deutschen Meisen ähneln. Es sind zwar auch ein paar größere Vögel in den Bäumen über uns, aber von ihnen sehen ich leider nur den braunen Po und den gestreiften Schwanz. Nach allem was ich bisher hier gesehen habe, könnten es auch Tauben gewesen sein.

Der Spaziergang geht über einige Brücken und immer mal wieder ein bisschen bergauf und bergab. Die Wege sind bis auf die morschen Brückengeländer gut gepflegt und wir kommen gut mit unseren Turnschuhen zurecht. Wenn es viel geregnet hat wären vielleicht Schuhe mit etwas mehr Profil nicht schlecht. Außerdem braucht man unbedingt Mückenspray sonst wird man gefressen.

Der Waldbesuch endet nach zwei Stunden mit einem Nieselregen. Wir setzen uns noch ein paar Minuten in ein Picknickhäuschen am Eingang und warten bis der Schauer endet. Ein kleiner gelber Vogel hüpft um uns herum und ich schieße mein einziges gelungenes Vogelbild des heutigen Tages.

Ein normaler Abend

Auf dem Weg zurück ins Hotel hängt uns inzwischen schon etwas der Magen bei den Kniekehlen. Das Mittagessen hatten wir heute, wie meistens, ausfallen lassen. Das Ende vom Lied ist, dass wir uns regelmäßig gegenseitig anzicken. Das ist natürlich auch nicht das Wahre. Wir holen uns noch ein Wasser im Supermarkt, bringen die Kamera aufs Hotelzimmer und steuern dann das Asiarestaurant in der Nähe unseres Hotels an. Das Chop Sui ist erstaunlich lecker. Es ist allerdings gerade einmal vier Uhr.

Wir gehen im Anschluss ins Hotel zurück und arbeiten noch ein wenig. Inzwischen ist es acht Uhr und ich hätte jetzt so langsam mal wieder Hunger…

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