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Vietnam Länderinfo – Der kompakte Vietnam Guide

Länderinfo FAQ

Was ist Vietnam und wo liegt Vietnam?

Vietnam ein sozialistischer Staat in Süd-Ost-Asien neben Kambodscha und Laos, unterhalb von China. Vietnam wird von einer kommunistischen Einheitspartei regiert. Mit 10% oppositionellen Abgeordneten im Parlament lässt sich seit dem Jahrtausendwechsel zumindest ein leichter Wandel hin zu mehr Demokratie erkennen.

Das Land hat eine ähnlich große Fläche wie Deutschland wobei es deutlich länger ist. Die Nord-Süd-Ausdehnung umfasst rund 1650 Kilometer. Die Ost-West-Ausdehnung ist an der breitesten Stelle etwa 600 Kilometer, an der schmalsten jedoch nur rund 50 Kilometer.  Mit rund 95 Millionen Einwohnern ist Vietnam etwas bevölkerungsreicher als Deutschland.

Welche Sprache spricht man in Vietnam bzw. was ist die Landessprache von Vietnam?

Die Amtssprache von Vietnam ist Vietnamesisch.

Seit 1945 hat Vietnam eine eigene Latein-basierte Schrift. Die Schrift wird durch einige Schnörkel ergänzt, die bestimmte Laute ergänzen.

Viele Vietnamesen sprechen durch die lange französische Besatzung auch heute noch Französisch. Jedoch wird zunehmend auch Englisch immer wichtiger und in vielen Schulen wird die Sprache obligatorisch gelehrt. Allerdings ist die Verbreitung von Englisch im Alltag noch so gering, dass man als Tourist eine Übersetzungsapp mitbringen sollte.

Andere Sprachen der ehemaligen Staaten des Ostblocks wie Russisch, Tschechisch, Polnisch und Deutsch beherrschen noch manche ältere Vietnamesen.

Wie viel Zeitverschiebung hat Vietnam und wie spät ist es jetzt in Vietnam?

Vietnam hat keine Zeitumstellung zwischen Sommer und Winterzeit. 

Vietnam liegt in der Zeitzone UTC+7. Deutschland liegt im Winter in der Zeitzone UTC +1 im Sommer in der Zeitzone UTC +2.

Die Zeitverschiebung von Deutschland nach Vietnam beträgt daher nach  deutscher Sommerzeit + 5 Stunden und nach deutscher Winterzeit + 6 Stunden. 

Wenn es nach deutscher Winterzeit also 12:00 ist, ist es in Vietnam gerade 18:00 abends. 

Wenn es nach deutscher Sommerzeit 12:00 ist, ist es in Vietnam 17:00 abends. 

Was ist die Hauptstadt von Vietnam?

Die Hauptstadt von Vietnam ist Hanoi.

Während der Teilung in Nord und Südvietnam, war Saigon (heute Ho Chi Minh Stadt) die Hauptstadt Südvietnams. Während des Kaiserreichs Vietnam war die Stadt Hue in Zentralvietnam die Hauptstadt.

Welche Währung hat Vietnam?

Die Währung von Vietnam heißt Đồng (VND)

Kartenzahlung ist in größeren Geschäften möglich, aber noch nicht so verbreitet wie in vielen anderen asiatischen Staaten. Abhebungen am Geldautomaten mit ausländischen Kreditkarten kosten normalerweise eine Gebühr von 40-50.000 Dong (etwa 2€) unabhängig vom Abhebungsbetrag.

Wie nennt man die Einwohner Vietnams?

Die Einwohner Vietnams heißen Vietnamesen (der Vietnamese, die Vietnamesin)

Die Vietnamesische Flagge

Die Flagge von Vietnam

Sicherheit in Vietnam

Wie sicher ist Vietnam?

Vietnam gilt als relativ sicheres Reiseland. Die Vietnamesen sind nicht immer besonders freundlich, aber wir hatten nie den Eindruck, dass uns jemand etwas schlechtes will. Ein Alarmsignal sollte wie überall sein, wenn völlig fremde Personen auf der Straße plötzlich sehr aufdringlich freundlich werden. Generell sind die Vietnamesen gefühlt ein bisschen wie die Bayern von SOA – Wen man nicht kennt, zu dem hält man erst einmal Distanz. Anders sieht es natürlich bei Airbnb Gastgebern und Co aus, die wir teilweise auch als sehr aufgeschlossen und gastfreundlich erleben durften. Eine Ausnahme sind auch Kinder, die einem gerne auf der Straße zuwinken und sich freuen wenn man zurück grüßt oder auch mal ein High 5 gibt.

Die App Geosure bewertet Vietnam mit Werten von 49-50 (0 = sicher, 100 = tot, Deutschland = 34). Damit ist es sogar einige Punkte sicherer als das beliebte Reiseland Thailand (51-59).

Die Punkte die in Geosure negativ ins Gewicht fallen, sind die politische Freiheit und die medizinische Versorgung mit jeweils 65 Punkten. Auch die Gefahr von Diebstählen ist mit 54 etwas erhöht. Positiv fallen hingegen die Werten von 44 bei der LGBTQ Savety auf. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern in SOA gibt es in Vietnam keine Gesetze die einvernehmlich homosexuelle Handlungen unter Strafe stellen. Mit einem Wert von 31 wird auch die Sicherheit von Frauen in Vietnam als sehr positiv bewertet.

Betrachten wir nachfolgend die Einschätzungen des auswärtigen Amtes.

→ Reisehinweise des auswärtigen Amtes

Nachfolgend haben wir die Highlights der Reise und Sicherheitshinweise für Euch zusammengefasst (Stand 01/2020)

  • Diebstahl: Besonders an Bahnhöfen und touristischen Orten solltet ihr vor Taschendieben aufpassen. Bahnhöfe und Straßen vor Hotels scheinen zuletzt besonders im Fokus der Diebe zu stehen. Bisweilen werden auch Hotelzimmer, auch in „besseren Hotels“, bestohlen. Auch in Vietnam werden bisweilen Handtaschen und Handys von vorbeifahrenden Rollern entrissen. Teilweise werden auch Kinderbanden für Diebstähle oder als Ablenkung eingesetzt. Fahrräder und Roller werden häufig gestohlen. Vorsicht daher wo ihr Leihfahrräder abstellt.
  • Glückspiel und falsche Einladungen: Es kam in der Vergangenheit vor, dass Ausländer von Einheimischen auf der Straße angesprochen und zum Essen nach Hause eingeladen wurden. Teilweise waren jedoch Essen oder Getränke mit Drogen versetzt und die Leute wurden beraubt oder sie wurden in fingiertes Glücksspiel verwickelt und zur Zahlung von Spielschulden erpresst. Die Vietnamesen sind eher zurückhaltend gegenüber Fremden – sollte jemand zu enthusiastisch ohne Grund auf euch zugehen, seid vorsichtig.
  • Ticketfälschung: Teilweise werden Tickets von Händlern verkauft, die nicht bei der dazugehörigen Attraktion anerkannt werden. Auch Onlineangebote können sich als Betrug herausstellen. Verwendet daher möglichst Zahlungsdienstleister, bei denen ihr notfalls euer Geld zurückbekommt und seid besonders Vorsichtig, wenn ihr in Vorleistung gehen sollt. Taxis solltet ihr ausschließlich mit Taxameter verwenden (oder Grab).
  • Demonstrationen: Sind in Vietnam verboten und werden mitunter auch mit Gewalt aufgelöst. Wie überall im Ausland gilt: Demonstrationen weiträumig meiden.
  • Grenzregionen: Der Aufenthalt in Grenzregionen und militärischem Sperrgebiet ist ohne Genehmigung verboten. Teilweise sind diese Regionen nicht ausreichend beschildert. Lauft nicht ohne ortskundigen Guide in abgelegenen Gegenden herum.
  • Tropenstürme: Starke Stürme und Regenfälle können zu Überschwemmungen führen oder Straßen unpassierbar machen. Auch Erdrutsche sind möglich.
  • Erdbeben und Zunamis: Die Gefahr von Erdbeben ist in Vietnam deutlich geringer als in vielen anderen Ländern der Region. Allerdings können Tsunamis weite Strecken zurücklgen und daher auch vietnamesische Küsten treffen. à Verhalten bei Erdbeben
  • Straßenverkehr: Roller die am Gehweg fahren oder Geisterfahrer sind keine Seltenheit. Fußgängerüberwege oder grüne Fußgängerampeln bedeuten nicht, dass man die Straße gefahrlos überqueren kann.

Wie immer gilt es den gesunden Menschenverstand einzuschalten und Wertgegenstände nicht aus den Augen zu lassen.  Ein weiteres Problem bei Diebstählen ist, dass sich die Polizei bisweilen weigert Schadensmeldungen aufzunehmen. In dem Fall habt ihr keinen Nachweis für die Versicherung.

Prostitution und Drogenkonsum und Verkauf sind in Vietnam strengstens verboten. Es gibt bei Drogenbesitz die Todesstrafe, die auch an Ausländern durchgesetzt wird.  Die Rechtsprechung folgt nicht unbedingt den Standards, die man in Europa gewohnt ist.

Alles in Allem ist Vietnam jedoch ein vergleichsweise sicheres Reiseland. Ein Blick auf die Reisehinweise der Nachbarländer zeigt, dass Vietnam hier wirklich gut abschneidet.

Wir persönlich fanden den Straßenverkehr sehr anstrengend und in Bezug auf Diebstahl sind wir generell sehr vorsichtig. Unsere größte Angst war in Vietnam tatsächlich angefahren oder in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden.

Einmal wollte uns ein Taxifahrer übers Ohr hauen mit einem völlig überzogenen Festpreis worauf wir uns ein anders Taxi nahmen (daher immer Taxameter nutzen oder Preisschätzung bei Grab geben lassen!). Ein andermal quatschte uns ein sehr dubioser und aufdringlicher Kerl im Park an und wollte uns unbedingt Mentos oder Zigaretten aufschwatzen. Auch dem erteilten wir eine freundliche, aber bestimmte Abfuhr.

Die Hygiene ist in Vietnam oft nicht sonderlich gut.  Lebensmittel werden nicht richtig gekühlt. Teilweise hatten wir auch das Gefühl, dass jeder um uns herum nießt und hustet.  An Flughäfen und in Menschenansammlungen kann eine Schutzmaske vor ungewollter Ansteckung schützen. Abgekochtes Essen ist auf jeden Fall zu bevorzugen. Auch ein Handdesinfektionsmittel schaden sicherlich nicht.

Etwas befremdlich kann es auch sein, dass die Vietnamesen ganz gerne mal schubsen, wenn sie durchwollen oder sich vordrängeln. Rücksichtnahme scheint generell nicht die Stärke dieser Kultur zu sein. Man sollte daher nicht zu zartbesaitet sein und es mit Humor nehmen, wenn sich jemand nach deutschen Standards komplett unhöflich und rüpelhaft verhält.

Flüge und Anreise nach Vietnam

Vietnam hat einige internationale Flughäfen. Dazu kommen noch Regionalflughäfen, die auch eher abgelegene Regionen, beispielsweise in den Bergen, zugänglicher machen.

Die beiden größten Flughafen des Landes sind die Flughäfen von Ho-Chi-Minh-Stadt/ Saigon (SGN), der Tan Son Nhat International Airport, und der Hauptstadtflughafen in Hanoi (HAN) namens Noi Bai International Airport.

Die wichtigste Fluglinie des Landes ist Vietnam Airlines. Es gibt auch einige Billigfluglinien in der Region wie Jetstar Pacific Airlines, VietJet Air und Bamboo Airways.

Die Flugzeit von Deutschland nach Vietnam beträgt etwa 10h 30min. Die meisten Flüge haben jedoch mindestens einen Zwischenstopp.

Einreise Vietnam

Die Einreise nach Vietnam ist auch über Land möglich. Es gibt zu drei Ländern Landgrenzen: China, Laos und Kambodscha.  

Deutsche Reisende können maximal 15 Tage ohne ein Visum in Vietnam einreisen (Visum on arrival). Für touristische Aufenthalte bis zu 30 Tagen kann ein E-Visum beantragt werden. Egal welche Variante ihr wählt, ihr müsst generell ein Ausreiseticket vorweisen können. Berufliche Aufenthalte müssen mit der jeweiligen Auslandsvertretung in eurem Heimatland vorab geklärt werden.

Einen Überblick über weitere Arten von Visa in Vietnam und die anfallenden Kosten findet ihr hier: Visum Vietnam.

 Siehe auch Onwayeinreise

Klima & Wetter in Vietnam

Vietnam liegt auf der Nordkugel. Sommer und Winter liegen also entsprechend in den gleichen Monaten wie in Europa. 

Vietnam wird wegen seiner Form auch Bambusstange mit zwei Reisschälchen genannt.

Es gibt zwei größere stark landwirtschaftlich geprägte Gebiete – das Mekongdelta im Süden und im Norden das Umland von Hanoi mit dem Roten Fluss, die wiederum von einer schmalen Landbrücke verbunden werden.

Der Norden Vietnams hat subtropisches Klima. Die Winter sind trocken, aber kalt. In den kältesten Monaten Dezember und Januar betragen die Temperaturen lediglich 17° C im Durchschnitt. Dafür sind die Sommer im Norden Vietnams sehr heiß. Die Sommer hingegen werden sehr heiß im Norden Vietnams. So können die Tageshöchsttemperaturen man manchen Tagen auch auf über 38°C steigen. Vor allem von Juli bis September Regnet es im Norden Vietnams viel.

In Zentralvietnam sind die Temperaturen weniger extrem. Auch hier gibt es eine ausgeprägte Regen- und Trockenzeit, allerdings sind die Wintermonate – vor allem Oktober und November- regenreicher. Teilweise kommt es dann auch zu schweren Taifunen.

Der Süden Vietnams hat tropisches Klima. Im November bis Januar ist es mit 28-30° Tagestemperatur im Durchschnitt am kältesten. Dafür ist es zu dieser Zeit relativ trocken. Von Februar bis Mai ist es mit Temperaturen von rund 35°C bereits ziemlich heiß, aber nach wie vor trocken. Von Juni bis Oktober ist im Süden Vietnams Regenzeit. Es ist sehr heiß, schwül und regnet häufiger als im Rest des Jahres.

Sehenswürdigkeiten in Vietnam

Wegen der Vielfältigkeit des Landes, kann man sich fast nicht entscheiden, was man denn alles ansehen möchte. Nachfolgend haben wir einige typische touristische Ziele für Euch gesammelt. Diese stehen exemplarisch jedoch für noch unzählige weitere Orte. 

Städte

Natur und Nationalparks

  • Halong Bucht: UNESCO Weltnaturerbe Bucht mit berühmten Karstfelsen.
  • Bản-Giốc-Detian-Wasserfälle: Malerische Wasserfälle an der Grenze zu China
  • Hai-Van-Pass: Pass an der Wetterscheide von Nord- und Südvietnam. Toller Ausblick, wenn er nicht in den Wolken liegt.
  • Fansipan: Mit seinen 3143 Metern der höchste Berg Vietnams. Er liegt im Nationalpark Hoàng Liên Sơn
  • Nationalpark Cúc Phương: 100km von Hanoi mit Bergen und Flussdelta
  • Nationalpark Hoàng Liên Sơn:
  • Nationalpark Hồ Ba Bể: Seenlandschaft mit öhlen und Wasserfällen nördlich von Hanoi.
  • Nationalpark Cát Bà: Auf der Insel Cat Ba in der Halong Bucht.
  • Phong Nha Höhle: Eine der Schönsten Höhlen der Welt mit Fluss und See
  • Hang Son Doong: Größte Höhle der Welt. Touren frühzeitig buchen da schnell ausgebucht

Inseln

  • Phu Quoc: Touristische Insel im Süden Vietnams
  • Côn-Đảo: Insel mit Stränden im Meeresschutzgebiet des Côn-Đảo-Nationalparks. (Vorsicht!) Schildkrötenbrutgebiet.
  • Cat Ba: Größte Insel der Halong Bucht, Teilweise Nationalpark

Transport in Vietnam

Leihwagen und Roller in Vietnam

Es gibt Leihwägen in Vietnam. Auch die internationalen großen Autovermietungen sind anzutreffen. Die Preise für einen Mietwagen sind allerdings im Vergleich zu vielen anderen Ländern enorm hoch (150€ pro Tag kann man kalkulieren).

Vietnam hat im Gegensatz zu vielen anderen Staaten in SOA Rechtsverkehr- wie in Deutschland. Das heißt jedoch nicht, dass es auf den Straßen annähernd genauso gesittet zugeht.

Die einzige Verkehrsregel, die in Vietnam manchmal eingehalten wird, sind Ampeln. Es scheint keine Vorfahrtsregeln zu geben. Leute wechseln ohne Vorwarnung Fahrspuren auch in Kreuzungen und Vor allen Rollerfahrer stellen eine allgegenwärtige Gefahr da, da sie sich überall durchzudrängeln versuchen. Für den toten Winkel scheinen sie dabei keinerlei Bewusstsein zu haben. Im Endeffekt war unser Eindruck, dass Vietnam ein Land ist, in dem es keine guten Fahrer gibt und jeder frei Schnauze fährt. Die Einheimischen besitzen aber auch nur in Ausnahmefällen irgendeine Art von Fahrtraining. Auch Kinder nehmen auf Rollern schon am Straßenverkehr teil.

So gesehen ist Vietnam ein Land, in dem man im Straßenverkehr viel erleben kann und mit allem rechnen muss. Große Städte würden wir prinzipiell eher meiden, vor allem zur Rushhour.

Die größeren Straßen rund um die Ballungsräume sind in einem relativ guten Zustand. In ländlichen Gebieten können Straßen jedoch so schlecht werden, dass Dörfer bei schlechter Witterung komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind.

Für Rollerfahrer gilt in Vietnam eine Helmpflicht. Deutsche Staatsangehörige brauchen bei einem vorübergehenden Aufenthalt in Vietnam den Internationalen Führerschein in Verbindung mit einem nationalen Führerschein. Beachtet, dass für Roller mit mehr als 50cm³ der Führerschein der Klasse B nicht ausreicht. Bei Unfällen kann das zu ziemlichen Scherereien bis hin zu Haftstraßen führen.

Züge in Vietnam

Vietnam hat sechs Zuglinien. Die Längste von ihnen geht von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Hanoi. Tickets können vorab online erworben werden.

→  Zugtickets kaufen

 Die Züge sind nur teilweise modern und eher langsam. Es gibt nur eine grenzüberschreitende Verbindungen nach China am Grenzübertritt Đồng Đăng.

Mehr Infos zum Zugfahren in Vietnam gibt es hier

Taxi in Vietnam

Taxifahren in Vietnam funktioniert problemlos und ist günstig, solange man darauf achtet ausschließlich offizielle Taxis mit Taxameter zu nehmen. Fahrer die ihre Fahrten an touristischen Orten (z.B. Bahnhöfen) für einen Festpreis verkaufen wollen, sind meist um ein Vielfaches teurer.

Daneben funktionieren in den meisten größeren Städten auch Mobilitäts-Apps wie Grab. Diese sind allerdings nicht unbedingt billiger als die normalen Taxis. Inzwischen bietet Grab allerdings auch Grab Taxi an. Damit kann man sich über die App auch ein herkömmliches Taxi rufen und bezahlt dann nach Taxameter.

Busse und öffentlicher Nahverkehr in Vietnam

Vietnam hat ein System an öffentlichen Bussen. Diese sind allerdings nicht sonderlich komfortabel. Alternativ gibt es jedoch zunehmend auch private Transportunternehmen, die mit teils komfotableren Bussen oder Kleintransportern aufwarten.

Wir empfehlen für einen aktuellen Überblick eine kurze Recherche mit einer Onlinesuchmaschine, da viele der Anbieter Websites haben. Auch die Apps Rome2Rio und Easybook fanden wir sehr hilfreich dabei den Transport zu organisieren.

Flüge innerhalb Vietnams

Da manche Regionen Vietnams sehr bergig sind und daher schlecht zugänglich und das Land zudem eine große Nord-Süd-Ausdehnung hat, spielen auch Inlandflüge eine wichtige Rolle. Die Maschinen der meisten Fluganbieter entsprechen europäischen Standards – vielleicht abgesehen vom Beinabstand. Zudem sind Flüge selbst mit Aufgabegepäck oft billiger als Zugfahrten und Busfahrten.

Hotels in Vietnam

Vietnam ist ein sehr günstiges Reiseland. Egal ob man sich für Airbnbs oder Hotels entscheidet, kann man mit etwas Suche bereits tolle Schnäppchen machen. Wer auf gutes Internet unterwegs angewiesen ist, sollte allerdings zuvor bei den Unterkünften anfragen, da manche nur über rudimentäre Internet Anschlüsse verfügen. Alternativ bietet sich ein mobiler WIFI-Hotspot an, da die Abdeckung an mobilem Netz oft besser ist als die des tatsächlichen Kabels. Internet-Datentarife sind sehr günstig.

Budgetreisende Backpacker können mancherorts bereist für etwa 3€ ein Bett im Hostel inklusive Frühstück ergattern.

Essen in Vietnam

Die Vietnamesische Küche erinnerte uns ein wenig an das, was viele Deutsche landläufig über die chinesische Küche Denken – Es landet nämlich alles im Kochtopf.

Wer auf einem Markt unterwegs ist, wird dort Frösche, Schlangen, Schildkröten, Haie, Schnecken und zahlreiches andere Getier für den Verzehr entdecken. Auch Hunde landen vereinzelt im Kochtopf. Die Lebensmittelhygiene hat keine westlichen Standards.

Ein typisches Nationalgericht in Vietnam ist Phu, eine Art Nudelsuppe mit Gemüse und Fleisch- oder Fischeinlage.

Des Weiteren haben sich Einflüsse aus der französischen Küche gehalten. Als Ban mi kann man vielerorts belegte Baguettes mit Wurst, Käse und Salat am Straßenrand kaufen.

Generell empfehlen wir gerade Leuten die nicht so experimentierfreudig sind immer einen Blick in Google Maps (oder Happy Cow) zu werfen, bevor sie spontan ein Restaurant besuchen, um einschätzen zu können, was einen erwartet.  

Was absolut zu empfehlen ist in Vietnam ist der Kaffee. Egal ob heiß oder kalt, der vietnamesische Kaffee ist sehr lecker. Vor allem der klassische Ca Phe sua da hat es uns angetan. Dieser besteht aus Kaffee, der direkt auf der Tasse gebrüht wird und einer art süßen Kondensmilch. Auch der Kokoskaffee ist sehr lecker. Etwas ungewöhnlich fanden wir in Vietnam, dass viele der Cafés keinerlei Speisen anbieten.

Trinkgeld wird in Vietnam übrigens normalerweise nicht erwartet.

Fazit: Lohnt sich eine Reise nach Vietnam

Vietnam ist ein Land, das such geübten Reisenden noch einen Kulturschock verpassen kann. Die Vietnamesen sind im Vergleich zu vielen sehr um Höflichkeit bemühte Kulturen im asiatischen Raum ziemlich ungeduldig und rüpelhaft. Das kann am Anfang ein wenig verstörend sein. Wenn man jedoch die Chance hat Leute etwas näher kennen zulernen, dann sind auch die Vietnamesen ein sehr herzliches Volk – Harte Schale, weicher Kern. Doch auch mit diesem Wissen, mussten wir uns gelegentlich etwas zusammenreißen, um nicht auszurasten. Leute, die dich mit dem Roller am Gehweg schneiden, nur um ihn dann vor deiner Nase zu parken, Leute, die im Supermarkt oder Zug einen kompletten Gang schamlos blockieren oder unfreundliches Hotelpersonal – manchmal muss man schon schlucken, weil man so ganz andere Umgangsformen und Rücksichtnahme gewohnt ist.

Auch die Küche kann zunächst ein wenig irritierend sein – gerade, wenn man auf den Märkten sieht, was denn so alles in den Töpfen landet. Doch auch hier kann man mit etwas Geduld sehr positive Erfahrungen machen. Wir wurden in Vietnam zudem zu wahren Kaffeejunkies.

Die Landschaft in Vietnam ist sehr schön und ist gibt zahlreiche Naturwunder, die man leider gar nicht alle in der Dauer eines Touristenvisums besuchen kann. Außerdem hat Vietnam sehr viel Geschichte, mit der auseinanderzusetzen sich absolut lohnt. Vieles von dem was hier passiert ist, gibt einem auch noch einmal einen ganz anderen Eindruck von der Rolle der westlichen Staaten in der Welt. Natürlich kann Vietnam auch Pauschalurlaub. Aber für Pauschalreisen ist Vietnam eigentlich viel zu schade.

Vietnam ist kein „Hier mal schnell 14 Tage ausspannen Land“. Dafür ist es zu anstrengend und hat zu wenig „Erholungstouristische“-Infrastruktur. Vietnam ist eher ein Land der hautnahen Kulturerfahrung und unverblümten Selbsterfahrung, der ungezähmten Naturwunder und ungeschönten Geschichte – Full Contact Urlaub quasi.

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