Koh Rong Sanloem – die Malediven Kambodschas?

Wenn man an Kambodscha denkt – denkt man typischer Weiße immer an die Schreckensherrschaft der Roten Khmer aber auch an die verlassene Tempelstadt Angkor Wat. Kambodscha kann aber auch Paradies, so heißt es zumindest. Die Inseln nahe der Stadt Sihanoukville (nahe der vietnamesischen Grenze) sollen hier fast schon Ähnlichkeiten mit den Malediven haben. Da wir ja erst vor Kurzem auf den Malediven waren, waren wir wirklich gespannt, ob die Strände hier wirklich das gleiche Level haben. 

Koh Rong Sanloem

Die kambodschanische Koh Rong Sanloem ist eine kleine Insel vor der Küste von Sihanoukville, etwa 4 km südlich der Hauptinsel Koh Rong. Sie ist etwa 9 km lang, 4 km breit und an ihrer schmalsten Stelle etwa nur 1 km breit. Die Entfernung zum lokalen Hafen von Sihanoukville beträgt 25 km. Die Insel ist mit einigen Fährenanbieter schnell und einfach zu erreichen. Das Ticket Hin- und Zurück liegt je nach Pier und Fährengesellschaft zwischen 18 – 30 USD. 

Wichtig: Auf der Insel gibt es keine Geldautomaten. Man sollte also genug Dollar mitbringen für den Aufenthalt. Für Essen kann man pro Person zwischen 20-30 USD je Tag einplanen. Möchte man auch viel Alkohol konsumieren dann eben entsprechend mehr. 

Einige Hotels bieten zudem die Möglichkeit, Geld Vor-Ort zu bekommen. Allerdings wird dann eine Gebühr von stolzen 10% verlangt. 

Was gibt es auf der Insel zu essen?

Essen auf der Insel ist relativ teuer und nicht unbedingt für Vegetarier geeignet wie Martina während unseres Aufenthaltes auf Koh Rong Sanloem selbst feststellen durfte. Es gibt nur wenige Restaurants, die kein gutes vegetarisches Essen anbieten. Meist bleibt dann eben nur der Griff zu Pizza mit Käse und Tomatensauce oder dann eben Spaghetti mit Tomatensauce. 

Zudem ist das Essen, wie wir finden, auf der Insel auch relativ teuer. Einfache Speisen kosten gerne gleich einmal 5-6 USD und dann sind die Portionen auch eher so, dass man eher nicht wirklich satt wird. 

Abends bauen viele Restaurants BBQ am Strand auf. Wenn man abends dann am Strand entlang geht, wird man von den Mitarbeitern der einzelnen Beach-Bars angesprochen das man bitte doch in das Restaurant kommen soll und das BBQ genießen soll. Das klingt natürlich jetzt irgendwie sehr meckernd, aber wenn man alle 10 Meter von einem Lokal beim abendlichen Strandspaziergang angebettelt wird, wird es doch relativ schnell nervig. 

Die BBQ sind eher etwas für Fischliebhaber und beginnen pro Person bei etwa 10 USD. 

Was gibt es für Highlights auf der Insel?

Zugegeben ist die Insel nicht wirklich etwas für Abenteurer, sondern eher für Personen die einfach mal die Seele am Strand baumeln lassen wollen. Man hat die Möglichkeit die Strände, der Insel zu erkunden, den Leuchtturm zu besuchen oder einfach auch mal eine Bootstour zu buchen und die Unterwasserwelt zu erkunden. Es gibt auch einen Stand am Sarazen Beach, wo man sich einen Jetski ausleihen kann. Die bekanntesten Strände auf der Insel sind wohl der Lazy Beach, Buck Beach, Beach Beach, Sarazen Beach und der Clear Water Bay Beach. 

Zum Schnorchel vom Ufer aus eignet sich die Insel nur bedingt. Wir haben nicht wirklich ein Riff gefunden, sondern eher Steine, wo einige Fische und Krebse lebten. Ansonsten ist auf der Insel Abends immer sehr viel in den Bars los und man kann sich hier hervorragend mit Cocktails, Bieren und Shots am Strand betrinken (und den ein oder anderen Joint gibt es auch). 

Wie gut funktioniert das Internet?

Ein Thema das für uns ja als Digital Nomaden immer sehr wichtig ist: Wie gut ist das Internet auf der Insel Koh Rong Sanloem? Wir haben uns vorher lang informiert und verglichen welcher Anbieter hier eine gute Netzabdeckung bietet. Der Anbieter Smart ist nur selten mit dem Netzwerk verbunden. Metfone ist hier definitiv die bessere Wahl. Das Internet ist allerdings nicht sonderlich stabil.

Wir haben dazu noch einige Unterkünfte angefragt, welche auf Booking.com auch aktiv WLAN anboten. Das Sara Resort hatte hier mit etwa 30 MBIT die beste Internetverbindung, wo wir dann auch unsere Unterkunft gebucht hatten. Das Internet ist allerdings auch über das WLAN nicht sonderlich stabil. Zum Upload von größeren Dateien eignet sich die Verbindung nur bedingt. 

Lohnt sich ein Besuch der Inseln von Kambodscha?

Ja! Aber natürlich kommt es hier auch stark auf die persönliche Erwartung an. Möchte man Entdecker sein und ab und zu ein Bier trinken ist man wohl auf der Insel falsch. Auf der Insel wird man von wunderschönen Stränden gegrüßt und einfachen Inselleben man hat also gar keine andere Option außer die Seele baumeln zu lassen. 

Die Strände selbst sind wirklich schön, das Wasser klar, aber an die echten Malediven kommen die Strände dann doch nicht (aber definitiv eine schöne und günstige Alternative. 

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