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Reisebericht Kingston Jamaika

Als wir unsere 3 Tage auf den Caymans gut überstanden hatten hieß es für uns Abschied zu nehmen vom teuersten Urlaubsort unserer bisherigen Weltreise. Als nächste Station sollte die Karibik Insel Jamaika dienen. Wenn man an Jamaika denkt, denkt man meist erstmal an Rastafaris, Reggea und viel Marihuana – und das können wir direkt nach unserer Ankunft in Kingston bestätigen.

Das ist übrigens eine fahrende DUB Bühne womit man in Kingston oft zu tun haben wird!

Anreise nach Kingston

Die Anreise nach Jamaika von Deutschland aus ist relativ problemlos möglich. Es gibt viele Flüge von allen deutschen größeren Flughafen die entweder den Morgen Manley International Airport in Kingston anfliegen oder auch den Internationalen Flughafen Sangstar International Airport von Montego Bay.

Wir hatten uns auch einmal Kurzzeitig überlegt mit dem Schiff von den Grand Caymans auf Jamaika zu fahren – allerdings gibt es hier gar nicht viele Optionen bzw. nur Möglichkeiten die sehr teuer sind. Daher haben wir uns auch entschlossen unsere Weiterreise von Georg Town auf den Grand Caymans mit einem Flug nach Jamaika zu planen.

Der Flug mit Grand Cayman Airlines von Roatan mit einem Zwischenstopp auf den Grand Caymans bis nach Kingston lag pro Person exkl. Gepäck (hier nochmal 40 USD je Person) bei 440 Euro.

Unterkünfte in Kingston

Unterkünfte in Kingston gibt es sehr viele. Entweder man bucht hier auf Airbnb, Booking.com oder auch Hostelworld – aber sogar auf Couchsurfing gibt es sehr viele Teilnehmer.

Unsere tolle Unterkunft in Kingston mit Blick über die Stadt!

Für eine der günstigsten Unterkünfte bzw. Hostels werden meist um die 20 – 25 Euro je Nacht fällig. Wir hatten eine Unterkunft direkt in Beverly Hills und haben hier über Airbnb nur 48 Euro die Nacht bezahlt. Die Lage war sehr gut und die Unterkunft war mit einer schönen Klimaanlage, großzügigen Bad und tollen Ausblick über die Stadt ausgestattet. Es gibt auch einige Luxus-Hotels in Kingston – meist werden die allerdings aber eher für die ganzen Business Trips genutzt und weniger von Touristen.

Blick aus unserem Fenster

Sitzgelegenheit bei unserer Unterkunft

Essen und Restaurants

Zugegeben haut uns das Essen auf Jamaika nicht aus den Schuhen – es erinnert uns sehr an das Essen auf Kuba – relativ viel Reis, wenig Fleisch, viel Bohnen und wenig Gewürze prägen die gesamte kulinarische Kultur von Jamaika.

Ein typischer „Burger“ auf Jamaika – kostet etwa 450 Jamaika Dollar – also etwa 3 Euro

Was man auf der Straße sehr oft zu sehen bekommt sind die Jerk Läden / Stände – hier gibt es relativ günstig leckeres Gegrilltes – meistens hat man die Wahl zwischen Ziege, Hühnchen, Schwein und Rind – die Ziege war allerdings Nichts für unseren europäischen Geschmack.
Je nach Größe der Portion werden hier im Schnitt zwischen 600 Jamaikanischen Dollar und 1200 Jamaikanischen Dollar fällig was etwa 5 – 8 Euro je Portion entspricht.

Wer nicht auf das lokale Street Food steht hat die Möglichkeit in ein normales Restaurant in Kingston zu gehen. Hier sind die Preise (sogar für uns Deutsche) relativ hoch. Ein asiatisches Lokal verlangt hier für gebratenen Reis mit Huhn und Ei gerne mal 10 – 15 Euro. Speisen mit Rindfleisch liegen meist über 20 Euro je Portion. Natürlich findet man auch die gängigen Speisen wie Pizza, Burger, Pasta und aber auch Fast Food in Kingston. Sehr häufig vertreten ist hier in Jamaika überall die Kette KFC die sich durch das Hähnchen großer Beliebtheit erfreut.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kingston

Zugegeben hat Kingston nicht so viel zu bieten wie man denkt. Die Stadt an sich würden wir eher als runtergekommen und nicht besonders Sehenswert beschrieben. Was aber die Stadt zu einem echten Highlight macht sind wie auf ganz Jamaika die super sympathischen Menschen.

Kingston liegt direkt in der Karibik und hat somit auch Zugang zum Meer.

Reggae in Kingston

Was man in Kingston lieben wird – egal ob man Reggae mag oder nicht ist die Musik! Egal wo man in Kingston hingeht man wird meist von tollen Reggae Sounds verfolgt. Die Musik verleiht der Stadt ein ganz besonderes Charisma – was in Havanna der Latino war ist in Kingston der Reggae.

Neben den ganzen Lautsprechern finden in Kingston auch die weltbekannten DUB Parties statt. Hier geht es dann richtig zur Sache und ein Mix aus Reggea, DUB und Dancehall wird die ganze Nacht gespielt. Natürlich darf der Duft des Marihuanas zu keinem Zeitpunkt fehlen.

Hope Botanical Gardens

Wo findet man den Hope Botanical Gardens: 231 Old Hope Road Kingston – nördlicher Teil der Stadt

Hope Botanical Gardens in Kingston ist kostenlos. Hierbei handelt es sich um einen recht weitläufigen Botanical Park der am Rande von Kingston seinen Platz gefunden hat. Der Park hat eine Größe von 81 ha.

Den Botanischen Garten gibt es offiziell seit dem Jahr 1873 und wurde auf dem Grundstück von Major Richard-Hopes-Haus eröffnet. Der Botanische Garten lädt zu einem Spaziergang unter Palmen ein und bietet hier einige tolle Pflanzen und Sitzgelegenheiten die zum Relaxen einladen.

National Heros Park

Wo findet man den Hero Park Kingston? Der Park wird von der National Heroes Cir umrahmt und ist auf Google Maps nicht zu übersehen

Der Hero Park klingt größer und schöner als er eigentlich ist aber trotzdem würden wir es zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kingston zählen.
Das gesamte Areal ist 50 Hektar groß – im Internet findet man oft das Stichwort Botanischer Garten in Verbindung mit dem Hero Park – das können wir so nicht bestätigen. Der Hero Park ist kostenlos. Neben den schönen Pflanzen findet man einige Monumente und viele Begräbnisstätten vieler jamaikanischer Nationalhelden.

National Heros Park in Kingston

Hier findet man die Gräber von Dennis Brown, Marcus Garvey, Michael und Norman Manley (dieser im Übrigen der Namensgeber vom Internationalen Flughafen von Kingston ist), Paul Bogle, Lady Bustamante und viele mehr.
Der Hero Park lädt ein auf den Weg in die Innenstadt und Trenchtown vorbei zu schauen.

Trenchtown

Trenchtown ist ein Stadtviertel in Mitten von Kingston. Bekannt ist dieses außergewöhnliche Viertel durch seine unzähligen Reggae Künstler geworden. Im Internet findet man oft das Wort Slumviertel in Verbindung mit Trenchtown – das mag auch so zum Teil stimmen aber dennoch sollte man einen Besuch in diesem Viertel auf die Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kingston packen.

In diesem Viertel sind Legenden wie Bob Marley, Peter Tosh, Bunny Wailer aufgewachsen und haben somit das gesamte Viertel musikalisch und kulturell sehr geprägt.

Straßenmarkt in Trenchtown

Bob-Marley-Museum

Wo findet man das Bob-Marley-Museum? 56 Hope Road, Kingston

Täglich von 9.30 – 16.00 Uhr geöffnet – Sonntag ist das Bob-Marley-Museum geschlossen

Bob Marley gehört zu Jamaika wie Reggea, Weed und Jerk – es ist also von dieser karibischen Insel nicht wegzudenken. Das Museum befindet sich im ehemaligen Wohnsitz vom Nationalhelden Bob Marley. Im Haus befinden sich unzählige Raritäten die unangetastet bleiben und somit ein echtes Gefühl vermitteln wie Bob Marley damals gelebt hatte.

Ein Wehmutstropfen für uns war, dass es nicht gestattet war im Museum zu Filmen und Fotos zu machen. Hierfür hätte man ein anderes Ticket gebraucht und man hätte sich vorher anmelden müssen. Da wir das nicht wussten gibt es hier nun leider keine Fotos vom Bob-Marley-Museum in Kingston. Erwachsene müssen für ein Ticket 25 $ USD zahlen Kinder von 4 – 12 Jahren zahlen nur 12 $ USD. Der Eintritt ist nicht günstig – aber, wenn man schon einmal in Kingston ist sollte man unbedingt ein Stück Jamaika bzw. Bob Marley besucht haben.

Transport in Kingston

Wer sich in Kingston von A nach B bewegen will hat eigentlich 4 Möglichkeiten. Die günstigste Möglichkeit sich in Kingston zu bewegen ist natürlich zu Fuß – allerdings empfehlen wir das nicht unbedingt da die Straßen doch relativ gefährlich sind (Straßenverkehr nicht die Menschen) und es wenig Spaß macht an den laut hupenden Autos entlang zu spazieren. Wir haben an einem Tag einmal über 20 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, haben Geschwitzt, wurden an gehupt und hatten um ehrlich zu sein wenig Spaß aber viele neue Eindrücke sammeln können.

Enge Straßen in Kingston – hier wird jede Fahrt zu einem echten Erlebnis.

Eine weitere Möglichkeit sich in Kingston relativ günstig fortzubewegen ist das Route Taxi bzw. Sammel Taxi – wenn so ein Taxi an euch vorbei fährt irgendwie auf euch aufmerksam machen – aber bitte Vorher immer den Preis verhandeln. Nachdem man mit einem Route Taxi in Jamaika gefahren ist, weiß man das in einem Fünfsitzer ohne Probleme 10 Leute passen – also wer mit viel Gepäck reist sollte falls möglich ein teureres privates Taxi nehmen – da man sich hier dann doch einige Kubikmeter Platz mit kauft.

In Kingston fahren dazu noch sehr viele Busse, das ist auch die nächste Möglichkeit die wir in unseren Reisebericht Kingston genauer erläutern wollen. Die Busse haben meist keinen wirklichen Fahrplan, sondern Fahren bestimmte Routen ab – einsteigen kann man wo man möchte – aussteigen auch hierfür reicht ein „One Stop Please“ zum Fahrer und der Bus hält an. Hier gelten meist „feste Preise“ die aber nicht niedergeschrieben sind. In der Regel sollte man für einen Public Bus je nach Fahrlänge nicht mehr als 250 Jamaika Dollar zahlen. (in Kingston).

Eine verrückte Idee, aber auch eine Möglichkeit von A nach B zu kommen ist der Leihwagen – allerdings würden wir diesen nur Menschen empfehlen die den Stadtverkehr von Kingston gewohnt sind bzw. die Stadt etwas kennen.

Sicherheit in Kingston

Jamaika gilt derzeit nicht gerade als sehr sicher. Viele Nationen warnen derzeit vor Rauben und anderen kriminellen Übergriffen auf Touristen. Natürlich hatten wir das während unserer 4 Nächte in Jamaika immer im Hinterkopf.

Grundsätzlich kann man sich hier in Kingston an einige Dinge halten um ohne Probleme die Stadt zu erkunden.

  • Bei der Wahl deiner Unterkunft sollte man darauf achten das es sich um eine Unterkunft in einem guten Viertel handelt bzw. eine Unterkunft die ausreichend mit Sicherheitsmaßnahmen geschützt ist – wir hatten unsere Unterkunft in Beverly Hills und hier gab es für den Bereich einen extra Sicherheitsdienst
  • Meide die Randgebiete von Kingston – solang man sich in Kingston Zentrum aufhält bewegt man sich auf recht sicheren Grund. Hier sieht man viele Sicherheitsunternehmen und Polizei die durch die Straßen patrouillieren. Trench Town, Kingston Zentrum und alles entlang der Hope Rope gilt auch bei den Einheimischen als sehr sicher
  • Halte dich im Allgemeinen an die Grundsätze wie man sich als Ausländer im Ausland verhält
  • Trage keine wertvollen Gegenstände offensichtlich mit dir umher!

Lohnt sich eine Reise nach Kingston? Unser Fazit

Auf den Straßen von Kingston!

In sehr vielen Foren und Blogs hört man oft, dass Kingston eine Reise wert ist. Wir waren insgesamt 4 Nächte in Kingston und können das leider nicht wirklich bestätigen. Die Stadt ist sehr weitläufig und für Touristen gibt es nicht viel zu tun als die Eindrücke der Stadt auf sich wirken zu lassen. Daher finden wir, dass sich eine kurze Reise bzw. 1-2 Übernachtungen in Kingston schon lohnen können um ein paar neue Eindrücke aufzusagen und somit ein besseres Gefühl für den jamaikanischen Lifestyle zu bekommen. Wer aber in Kingston eine blühende Weltmetropole erwartet die von Touristen-Attraktionen nur so trotz wird nicht fündig werden.

Hier gibt es noch den VLOG aus Kingston

Du willst auch nach Kingston Reisen hast aber noch gar kein Gefühl für die Stadt? Hier erfährst du mehr!