Vegetarisches Essen auf Bali

Kann man als Vegetarier oder Veganer eine Weltreise machen?

Fleisch und Fisch sind in vielen Ländern aus der Küche nicht wegzudenken und auch andere tierische Produkte sind ein fester Bestandteil des Essens. Während in Europa immer mehr Menschen ihren Verzehr kritisch hinterfragen, sind diese Ernährungsformen außerhalb von Nordamerika und Europa noch nicht unbedingt verbreitet.

Wir sind nun seit 500 Tagen unterwegs. Ich selbst bin seit über 20 Jahren Vegetarierin und habe das Experiment gewagt eine vegetarische Weltreise anzutreten. Ob ich es durchgehend geschafft habe vegetarisch auf Weltreise zu leben und welche Tipps ich Euch mit auf Eure Reise geben möchte, lest nachfolgend selbst.

Vegane Gemüsesuppe – Kuala Lumpur, Malaysia
Curry – Philippinen

Warum ist es in vielen Ländern schwierig vegetarisch und vegan zu essen?

Das Konzept „vegetarisch“ und „vegan“ ist in vielen Ländern, die wir besucht haben, nicht bekannt oder nur begrenzt verbreitet. In vielen Ländern mag das daran liegen, dass die Nahrungsmittelsicherheit erst seit einigen Jahren gewährleistet ist. Tierische Lebensmittel gelten dort noch immer als Luxusprodukte. Sie zu essen, bedeutet Wohlstand und wird daher besonders in der Öffentlichkeit zelebriert. Der Tourist, der daherkommt und plötzlich „arm“ essen möchte trifft daher häufig auf Unverständnis.  

Auch das Verhältnis zu Tieren unterscheidet sich in vielen Kulturen gravierend. Es landen Tiere auf dem Teller, die Deutsche nie anrühren würden, andere wiederum, die in Deutschland häufig gegessen werden, gelten beispielsweise als unrein oder heilig. Häufig werden tierische Produkte auch als Gewürze verwendet. Da sie dann kein Hauptbestandteil des Essens sind, wird auch nicht verstanden, dass das Essen dennoch nicht vegetarisch oder vegan ist.

Ramen – Malaysia
Nasi Campur – Bali, Indonesien

Unwissenheit und Mangelndes Angebot

Das erste Problem, mit dem man häufig konfrontiert ist, ist entsprechend Unwissenheit. Wenn man fragt, ob es vegetarisches oder veganes Essen gibt, erhält man oft ein „Nein“ als Antwort, weil die Leute keine Ahnung haben, was man von ihnen möchte. Stattdessen ist es oft einfacher einen Blick in die Speisekarte zu werfen und zu fragen, wie Gerichte zubereitet werden – also mit welchen Soßen, mit oder ohne Fleisch etc. Zudem könnt ihr einfach fragen, ob bei Gerichten auf der Karte das Fleisch oder Ei weggelassen werden kann.

Man kann leider nicht erwarten, dass die Leute im Restaurant proaktiv sind. Manchmal hat man zwar Glück und trifft super hilfsbereites und kreatives Personal. Im Regelfall schauen einen die Leute aber nur etwas perplex an. Daher hilft es immer konkrete Vorschläge zu machen und zu fragen, ob sie vielleicht umgesetzt werden könnten. Oft kann man aus Beilagen etwas zusammenstellen oder bei Gerichten auf der Karte einfach das Fleisch weglassen.

Was häufig geht, sind Nudeln oder Reis mit Gemüse oder Tomatensauce und eventuell Ei, Omelette oder andere Ei Varianten mit Brot, Baguette mit Gemüse, Ei und Käse, Kombinationen aus verschiedenen Beilagen, Salat, Gemüsesuppe oder Tomatensuppe (wobei man der Brühe oft nicht trauen kann), Nachtisch. In Asien gibt es auch meistens Tofu. Das ist zwar keine besonders vielseitige Auswahl, aber reicht zum Überleben.

Denkt bei frischen Salaten daran, dass die Nahrungsmittelhygiene nicht überall die beste ist. Zahlreiche Keime lauern vor allem auf Salaten und Obst. Ich lag in Peru einmal drei Tage mit Typhus und Amöben im Krankenhaus. Das kann zwar auch bei allen anderen Gerichten passieren, wenn beispielsweise die Teller nicht ordentlich gewaschen werden, aber die Gefahr ist mit Obst und Gemüse höher.

Gado Gado – Bali, Indonesien
Salat – Flores, Guatemala
Hotpot – Phu Quoc, Vietnam
Vegetarische Carbonara – Siargao, Philippinen

Sprachbarriere – Übersetzungen, Erklärungen und Bildertafeln nötig

Prinzipiell ist es einfacher ist es, wenn man eine Übersetzungshilfe dabei hat. In vielen Ländern sprechen auch in touristischen Orten nur wenige Leute Englisch. Fragen die über die üblichen Bestellungen hinausgehen werden nicht verstanden.

Beispielsweise kann man sich Bilder ausdrucken, oder die entsprechenden Worte übersetzen. Nur die Worte vegan oder vegetarisch zu übersetzen ist allerdings zu wenig, da eben nicht jeder genau weiß, was sich hinter dem Konzept verbirgt.

Ich bin dazu übergegangen zu schreiben: „Ich bin Vegetarierin. Ich esse keine toten Tiere. Auch Fische, Shrimps, Krabben und andere Meerestiere möchte ich nicht essen. Auch Fischsoße oder Austernsoße möchte ich nicht essen. Ich möchte auch keine Brühe und Soße mit Fleisch.“

Das Ganze passe ich gegebenenfalls noch an die ländertypische Küche an. Manchmal ist es auch sinnvoll eher ungewöhnliche Dinge in die Aufzählung zu übernehmen, wie Insekten, Frösche oder Schnecken. Aber da solltet ihr euch auf den lokalen Märkten inspirieren lassen.

Zusätzlich könnt ihr schreiben, was ihr gerne esst, also eine Art Positivliste. Lasst Euch hier auch wieder von der landestypischen Küche inspirieren, um die Chance zu erhöhen, dass sie etwas davon dahaben. „Ich esse gerne Gemüse, Kartoffeln und Nudeln. Ich esse gerne Tofu. Ich esse Ei“

Achtet darauf, dass die Sätze kurz und eindeutig sind oder lasst euch von jemanden den Text übersetzen. Erfahrungsgemäß kommen Google Translator und andere Übersetzer gerne mal mit Verneinungen durcheinander. Bei längeren Aufzählungen wird es dann schnell falsch oder unverständlich. Im schlimmsten Fall kommt dann etwas missverständliches wie „Keine toten Tiere, Huhn, Krabbe Fisch esse ich“ heraus und das wollt ihr sicherlich vermeiden.

Ein weiterer Trick ist es den Text nach der Übersetzung zurück ins deutsche zu übersetzen, um ihn zu kontrollieren. Ganz sicher seid ihr damit allerdings auch nicht, da Fehler oft in beide Richtungen bestehen.

Ein weiteres Problem bei Übersetzungen ist, dass manche Leute nicht lesen können – oder dazu eine Brille bräuchten. Apps, die die Texte vorlesen, sind daher ein Vorteil.

Die sicherste Variante sind daher immer noch Bildertafeln, die man sich vorab individuell selbst bauen kann, oder die es auch bei einigen Anbietern zum Download gibt.

Tacco mit Blumenkohl

Übersetzungsfehler und falsche Kennzeichnung

Auch wenn vegetarisch draufsteht ist leider oft kein Vegetarisch drin. In Kuba hatte ich einmal einen „Vegetarian Burger“ in dem Fleisch war. Leider ist es in spanischsprachigen Ländern häufiger der Fall. Das spanische „con vegetales“, also „mit Gemüse“, wird kurzerhand zu einem „vegetarian“. Auf dem Burger waren zusätzlich zum Rindfleisch einfach mehr Tomaten als auf dem herkömmlichen Burger. Ein Blick auf die originalsprachige Bezeichnung kann dem vorbeugen.

In Peru bekam ich einmal Linseneintopf, der als vegetarisch in der Karte gekennzeichnet war, in dem allerdings Fleischstücke herumschwammen. Auf Nachfrage hieß es, es sei ja ohne Fleisch, das Fleisch darin sei ja nur für den Geschmack. Mit der gleichen Begründung landeten auch schon des Öfteren Shrimps und getrocknete Fische in meinem Gemüse.

Burger
Curry, Edamame und Miso Suppe

Misstrauisch, aber freundlich bleiben

Daher gilt: Wenn ihr in einem Land unterwegs seid, in dem es kaum vegetarisches Essen gibt, dann stimmen die Kennzeichnungen häufig nicht. Wenn es zu schön ist, um wahr zu sein, dann stimmt es vermutlich auch nicht.

Aber stellt euch darauf ein, dass euch gelegentlich ein Tier untergejubelt wird. Ihr werdet es bei längeren Reisen kaum schaffen nicht doch einmal aus Versehen Hühnerbrühe, Fischsoße, Butter oder Ei zu essen. Normalerweise ist es auch keine Absicht von deinem Gastgeber. Manchmal ist es Ignoranz, Unwissenheit, Faulheit oder einfach ein Missverständnis.

Erklärt freundlich, aber bestimmt, wo das Problem liegt, wenn ihr etwas zurückgehen lassen möchtet. Je nachdem, wie ihr dazu steht, kann es auch manchmal einfacher sein, das Tier aus einem Gericht nur herauszusuchen oder außen herum zu essen. Und wenn ihr doch einmal aus Versehen etwas Tierisches esst, mach euch deswegen nicht verrückt. Es ist ekelig, aber ihr seid deshalb nicht weniger Vegetarier oder Veganer.

Poke Bowl
Vegetarischer Teller – Zentralamerika

Reserven anlegen

Für den Notfall empfiehlt es sich allerdings immer ein paar Nüsse oder Müsliriegel im Rucksack zu haben. Gerade wenn man wirklich hungrig ist, kann es sehr anstrengend werden, noch etwas zu Essen suchen zu müssen und dann kippt die Laune gerne mal. Um euch damit nicht den Tag zu versauen, sorgt einfach entsprechend vor.

Wenn ihr längere Touren plant solltet ihr vorab auf jeden Fall den Anbieter kontaktieren und fragen, ob es Möglichkeiten gibt vegetarisch oder vegan zu essen. Falls nicht, packt euch ausreichend Proviant ein.

Auch wenn ihr in Regionen reist, bei denen ihr vorab nicht abschätzen könnt, wie die Verpflegungssituation ist und ob es beispielsweise größere Supermärkte gibt, würde ich dazu raten vorher noch Proviant einzukaufen, den man vor Ort vielleicht nicht bekommt. Dann lohnen sich auch Unterkünfte in denen man selbst kochen kann. Gemüse, Hülsenfrüchte und Kartoffeln oder Reis bekommt man allerdings fast überall zu kaufen.

Typische Retter in der Not waren für mich je nach Region: Nüsse, Müsliriegel, frisches Obst, Kakao-Trinkpäckchen (häufig auch als Sojavariante am Kiosk zu haben), Chips, Schokoriegel, Proteinshakes und Proteinpulver (ich hatte stets veganes, was allerdings teilweise schwer zu bekommen war)

Manchmal kann es bisweilen sogar unumgänglich werden sich Nahrungsergänzungsmittel oder Eiweißpulver zu besorgen, um Mangelernährung vorzubeugen.

Supermarktregal mit Tofu -Malaysia
Pan mi mit Ei und Käse – Vietnam
Cassada mit Frijoles – Costa Rica

Wo finde ich vegetarisches und veganes Essen im Ausland?

Eine wirklich große Hilfe, um vegetarische und vegane Restaurants zu Finden ist die App HappyCow, die gerade in touristischeren Gegenden schon viele Lokale gelistet hat. Teilweise ist es sogar einfacher rein vegane Restaurants zu finden, als in herkömmlichen Restaurants etwas Vegetarisches oder Veganes zu bekommen.

In vielen touristischen Hotspots kann man auch einfach in Google Maps nach vegetarischen Lokalen suchen. Bei vielen Lokalen findet man inzwischen auch die Speisekarten online. Auch vegane Lokale sind auf dem Vormarsch. Wer in den Touristenzentren bleibt, hat daher gute Chancen fündig zu werden. Große Städte, sind erfahrungsgemäß am einfachsten zu bereisen.

Schwieriger wird es am Land oder in Gegenden, in die sich seltener Ausländer verirren. Hier sind besonders asiatische Lokale oft eine gute Anlaufstelle.

In manchen asiatischen Ländern gibt es buddhistische oder hinduistische Tempel in denen veganes oder vegetarisches Essen angeboten wird.

Asiatischer Reis mit Pilzen und Pak Choi

Welche Länder sind für Veganer und Vegetarier gut zu bereisen und welche schlecht?

Westliche Nationen sind oftmals einfacher zu bereisen, da das Prinzip Veganismus oder Vegetarismus dort inzwischen weitestgehend bekannt ist.

In Asien bekommt man häufig gute Gemüsegerichte, Obst, Tofu und Pilze so viele das Herz begehrt. Je nach Region bekommt man auch Edamame und gute Gerichte mit Bohnen. Besonders Veganern kommt es zu Gute, dass nur selten Käse und Sahne zum Kochen verwendet werden. In den meisten Supermärkten und Kiosken findet man Sojamilch. Jedoch lauern in Asien häufig Fischsoße, Austernsoße, Shrimps und zerkleinerte Fische im Essen. Suppen werden meistens mit Fisch- oder Fleischbrühe zubereitet. Vor allem in Richtung Indien wird viel mit Butter oder Ghee gekocht.

In Zentral- und Südamerika werden viele Hülsenfrüchte und auch Quinoa und Chiasamen verzehrt. Zudem gibt es tolle Gemüseeintöpfe. Vor allen in größeren Städten sind die Supermärkte gut bestückt. Allerdings werden hier gerne Fleisch und tierische Fette als Geschmacksträger verwendet. Chips und anderes Knabberzeug sind hier oft mit Milchpulver oder Fleischaromen gewürzt. Hier werden Unmengen von Fleisch, Käse und Ei verzehrt.

Der schlimmste Ort für mich als Vegetarierin war mit Abstand jedoch die Karibik. In Kuba gab es hauptsächlich Reis mit Bohnen und Kochbananenchips. Auch in Jamaika gab es viel trockenen Reis mit Bohnen, Ackee und Grünzeug. In Jamaika gab es allerdings eine überraschend gute Auswahl an veganen Produkten in großen Supermärkten – in Restaurants eher weniger. Auch Belize war ziemlich schwierig. Es gab hier viele chinesische Restaurants, die jedoch meistens kein Tofu auf der Karte hatten. Viele Produkte im Supermarkt waren nur chinesisch beschriftet. Auch Ecuador war vergleichsweise schwierig zu bereisen. Mexiko ist für Veganer teilweise einer Herausforderung, da fast alles mit Käse überbacken wird.

Die besten Länder waren für mich als Vegetarierin kulinarisch bisher: Kolumbien (nur die großen Städte), Malaysia, Indonesien (vor allem Bali), Costa Rica und sämtliche „hippen“ Touristenzentren weltweit.

Meistens war die Versorgung auf Inseln und in ländlichen Regionen schlechter, da es hier oft keine größeren Supermärkte gibt.

Nach zwei Jahren unterwegs sind wir inzwischen dazu übergegangen meistens nicht mehr zu frühstücken und Unterkünfte ohne Frühstück zu buchen. Denn fast überall bekommt man zum Frühstück Toast und Ei in irgendeiner Zubereitungsart. Wir können es inzwischen nicht mehr sehen!

Der beste Salat der Welt – Medellin, Kolumbien
Trockenes Gemüse, Bohnen, Maisfladen mit Kochbanane und Käse – Quito, Ecuador
Smoothie Bowl – Bali, Indonesien
Omelette, Aubergine, Reis – Playa Larga, Kuba

Die besten vegetarischen oder veganen Gerichte, die ich auf meiner Weltreise kennengelernt habe

Ich habe auf meiner Reise auch einige Dinge probieren dürfen, die ich definitiv langfristig in meinen Speiseplan einbauen werde – zumindest wenn ich sie bekommen kann. Viele davon kennt man in Deutschland so gar nicht. Wenn ihr unterwegs die Möglichkeit habt, solltet ihr sie unbedingt probieren.

  • Arepas: Kleine Fladen aus frischem Mais, werden mit Käse und Kakao verzehrt. Venezuela / Zentralamerika.
  • Frijoles: Bohneneintopf oder Bohnen Püree (im Original teilweise mit Speck!)
  • Linseneintopf:  zum Beispiel mit Gemüse und dazu Kartoffelbrei. Zentralamerika.
  • Pilze: In Asien gibt es unzählige verschiedene Sorten – Monkey Head Mushroom, Enoki, Judasohr, Strohpilze, etc. Sie alle sind super lecker und gesund.
  • Miso Suppe: Suppe mit Algen, weichem Tofu und Sojapaste (auf vegetarische Brühe achten) – Japan
  • Ramen: Suppe mit Nudeln, Algen und Ei (Oft mit Fleisch und Krabben – vegetarische Variante wählen). Japan.
  • Edamame: Sojabohnen mit Salz und teilweise Sake, werden „ausgezuzelt“ – Schale nicht mitessen. Japan
  • Tacco mit Feur de Jamaica: Taccos mit Hibiskusblüten – Mexiko
  • Tapiokapudding: Pudding aus Kokosmilch mit Kugeln aus Tapioka und frischem Obst – SOA
  • Mango Sticky Rice: Süßer Klebereis Reis mit Kokosmilch und Mango – SOA
  • Balleadas: Pfannkuchen mit Bohnenmus, Käse und Salat – Hunduras.
  • Cassada: Gemischter Teller mit Eintopf, Gemüse, Reise, Pommes, Ei und Salat – Zentralamerika
  • Buddha Bowl / Poke Powl: Schüsseln mit Reis und verschiedenem Gemüse, Eintöpfen, Obst oder Ei (häufig auch mit Fisch oder Fleisch)
  • Gado Gado: Reis mit Gemüse, Tofu, Tempeh, Sprossen und Erdnusssoße – Indonesien
  • Fried Tofu:  Frittierter Tofu mit verschiedenen Soßen. Die Tofu Auswahl in Asien ist sowieso grandios – SOA
  • Dal: Eintopf mit Linsen, Gemüse oder Bohnen (Vorsicht teilweise scharf) – Indien
  • Bubbletea: Frischer Tee mit Tapioka Kugeln und Saft  oder Milch (nicht mit der Chemievariante verwechseln) – SOA
  • Bananenblüteneintopf: Eintopf aus der Blüte der Banane – SOA
  • Sommerrollen: Kalte Reispapierrollen mit Nudeln, frischen Kräutern, Salat, Tofu oder Pilzen – SOA
  • Trinkkokosnuss: Junge Kokosnüsse werden mit der Machete aufgehackt und an Ort und Stelle leer getrunken. Sehr erfrischend. – Tropen
  • Morning Glory: Wasserspinat, der mit Sojasauce, Chili und Knoblauch zubereitet wird (es gibt auch Varianten mit Austernsoße oder Shripms!) – SOA
  • Hot Pot / Steam Boat: Topf mit Brühe kommt auf den Tisch zusammen mit einem Teller mit Gemüse, Tofu und Pilzen. Zubereitung ähnlich Raclette (auf Brühe achten!) – SOA
  • Obst: Es gibt so viel tolles Obst. Auch viele Sachen, die man in Deutschland bekommt, sind so viel besser in ihren Erzeugerländern. Allen voran Papaya und Ananas schmecken völlig anders. Daneben gibt es auch unzählige Früchte, die man so in Deutschland nicht kennt. – Weiltweit.

Meine Tipps um im Ausland als Vegetarier und Veganer zu überleben:

  • Bereite dich auf dein Reiseland vor und ließ dich vorab schon einmal in die länderspezifische Küche ein, damit du weißt, welche Gerichte du bekommen kannst, oder in welchen sich tierische Produkte verstecken.
  • Such dir vegetarische oder vegane Restaurants entlang deiner Reiseroute vorab heraus. Gerade wenn du nicht immer Internet hast, ist es gut sich Karten vorab herunterzuladen und Restaurants darin zu markieren.
  • Suche große Supermärkte und Unterkünfte mit Kochgelegenheit. Dann musst du dich nicht auf Restaurants verlassen
  • Benutze Übersetzungen oder Bildertafeln, um dich verständlich zu machen und das Konzept Veganismus und Vegetarismus zu veranschaulichen.
  • Frag freundlich nach und biete Informationen und Vorschläge. Mach es deinen Gastgebern einfacher deinen Bedürfnissen nachzukommen. Erwarte nicht, dass sie sich proaktiv schlau machen oder kreativ werden.
  • Fehler sind menschlich. Normalerweise versucht einem niemand absichtlich etwas unterzuschieben. Erkläre freundlich wo das Problem liegt und lass das Gericht zurückgehen, oder finde eine andere Lösung. Du wirst vielleicht einmal etwas aus Versehen essen. Wenn du nicht allergisch bist, wirst du nicht daran sterben. Pass nächstes Mal einfach besser auf und mach dich nicht verrückt. Ändern kannst du es eh nicht mehr.
  • Leg dir einen Notvorrat an – Riegel, Nüsse, Eiweißpulver etc.
  • Lass dich nicht von Fastfood verführen. Wenn man sich zwei Wochen im Urlaub nur von Pizza, Nudeln, Pommes und veggi Burgern ernährt, ist das ja noch vertretbar. Aber auf einer längeren Weltreise solltest du dich so ernähren, dass es auch auf Dauer gesund ist.
  • Achte auf deine Gesundheit. Gerade bei längeren Aufenthalten im Ausland solltest du darauf Achten keine Mangelerscheinungen zu bekommen. Lass dich zudem gegen Hepatitis und Typhus impfen und evtl. auch gegen Cholera. Als Pflanzenfresser hat man einfach ein höheres Risiko.
Obst – Granola Bowl – Siargao, Philippinen
Salat Bowl – Kuala Lumpur, Malaysia

Mein Fazit: Ist eine vegetarische oder vegane Weltreise möglich.

Ich bin nun seit zwei Jahren unterwegs und lebe nach wie vor durchgehend vegetarisch. Allerdings weiß ich auch, dass mir vermutlich schon unwissentlich die ein oder andere Brühe und Soße untergeschoben wurde, die nicht vegetarisch war.  In manchen Ländern war es wirklich schwer vegetarisches Essen zu finden, da die Essensauswahl sehr gering ist und auf Dauer so eintönig war, dass es schon ungesund war. Als Veganerin, wäre das nochmal ein Stück schwieriger gewesen.

In vielen Ländern wiederum, war es erstaunlich einfach vegetarisches Essen zu bekommen und auch die vegane Küche ist weltweit auf dem Vormarsch. Das beste Beispiel dafür ist Columbien, das in den Ballungszentren momentan einen großen Trend hin zum gesunden Essen erlebt (Creps & Waffels und Mundo Verde sind grandiose Lokalketten)

Ich denke sowohl eine vegetarische als auch die vegane Ernährung ist auf einer Weltreise möglich. Je mehr man seine Ernährung jedoch einschränkt, desto mehr Mühe sollte man dafür aufwenden weiterhin ausgewogen zu leben. Als Veganer sollte man sich weitestgehend an größere Städte und Touristenzentren halten. Bei längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten kann es hilfreich sein Unterkünfte auszuwählen, die in der Nähe von veganen Restaurants sind oder eine eigene Küche bieten. Außerdem sollte man in Erwägung ziehen Vorräte aus der nächsten größeren Stadt mitzubringen, da erfahrungsgemäß die kleineren Supermärkte nur ein miserables Angebot haben.

Dass es möglich ist, heißt jedoch nicht, dass es auch einfach ist. Rechnet definitiv damit, dass sich ein großer Teil eurer Reise um die Essensbeschaffung drehen wird.

Außerdem ist es natürlich deutlich einfacher, wenn man alleine oder mit einem Partner reist, der sich genauso ernährt. Dann ist auch die Auswahl der Lokale einfacher.

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