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Havanna – die atemberaubende Hauptstadt Kubas

Nachdem wir nun schon 22 Tage in Kuba verbracht haben sollte die nächste Station unserer Kuba-Rundreise die Hauptstadt Havanna oder „La Habana“ werden.

Da wir bereits einige Zeit auf Kuba unterwegs waren, die ein oder andere Masche und Gewohnheiten der Menschen kennengelernt haben waren wir für Havanna gut gewappnet, so dachten wir zumindest. Havanna ist mehr als nur eine Hauptstadt, in Filmen, auf Flaschen, auf Postkarten egal wo man Havanna findet verkörpert die Hauptstadt Kubas ein Stück Lebensgefühl, ein Stück Freiheit. Zugegeben haben wir die Freiheit in Kuba bisher nicht wirklich kennengelernt. Darum sind wir etwas skeptisch ob Havanna das hält was das Marketing verspricht.

Anreise nach Havanna

Die Anreise nach Havanna gestaltet sich eigentlich relativ einfach. Aus Deutschland gibt es unzählige Airlines welche die kubanische Hauptstadt bereits für sehr kleines Geld anfliegen. Wer sich bereits auf Kuba befindet hat noch mehr Möglichkeiten die Stadt zu erreichen. Eine Möglichkeit ist natürlich das Taxi Collectivo. Taxi Collectivos gibt es von allen erdenklichen Standorten auf der gesamten Insel – der Preis ist natürlich, so wie alles auf Kuba, Verhandlungssache. Hier einige Richtwerte mit welchen Kosten man bei einem Taxi Collectivo nach Havanna rechnen darf. Trinidad -> Havanna – etwa 20 CUC je Person, Varadero -> Havanna etwa 15 CUC und von Vinales -> Havanna geht es bereits ab 12 CUC.

Natürlich muss das nun Jeder für sich entscheiden ob er mit anderen Personen in ein volles Auto gestopft werden möchte, dass wohlmöglich keine Klima-Anlage hat und somit eher als Sauna zu sehen ist als Auto. Zudem haben wir auf unserer Kuba-Rundreise festgestellt das die meisten Taxi Collectivo Fahrer die „coolsten“ Menschen auf den gesamten Planeten sind.

Eine weitere Möglichkeit nach Havanna zu kommen ist natürlich der Bus. Hier ist der beste Anbieter wohl Viazul, zwar nicht der günstigste Anbieter aber der Anbieter der sich am stringenten an dem vorgeschriebenen Fahrplan hält. Natürlich kommt es aber auch hier zu ungeplanten Zwischenstopps, wenn die Fahrer z.B. von ihrer Frau noch das Mittagessen holen wollen. Die meisten Buse von Viazul sind für deutsche Verhältnisse etwas heruntergekommen, aber für kubanische Verhältnisse fahren die Dinger wahrscheinlich nochmal 3 Jahrzehnte ohne weitere Wartung.

Unsere Erfahrung hat gezeigt das man mit den Bussen, Pech oder Glück haben kann. Der Bus von Trinidad nach Playa Larga war optisch einwandfrei – allerdings hat die Klimaanlage nur sehr bedingt funktioniert bzw. gar nicht und der Bus-Fahrer war ein recht unsympathischer Zeitgenosse. Im Bus von Vinales nach Havanna wurden wir mit 80s Musik und einem lauten „Ghostbusters“ um 7.45 Uhr im Bus begrüßt und der Bus sowie der Busfahrer waren hoch motiviert und gut klimatisiert ans Ziel zu bringen. Von Vinales nach Havanna geht es bereits ab 12 CUC was im Direktvergleich mit einem Taxi Collectivo definitiv die bessere Wahl ist.

Wenn man mit dem Flugzeug in Havanna ankommt muss man etwa mit 20 – 30 CUC für Taxikosten rechnen. Hier wird man dann je nach Wunsch direkt am Hotel oder an der Casa Particulares abgeliefert.

Unterkünfte in Havanna

Wie in ganz Kuba so üblich gibt es in Havanna auch nur sehr wenige Hotels. Die meisten Hotels gehören direkt zur kubanischen Regierung und tragen meist den Namen Iberostar. Eine gute Alternative zu den Hotels sind natürlich die Casa Particulares die entweder direkt Vor-Ort oder auch über AirBnB gebucht werden können.

Hotels liegen meist deutlich über den Preis von Casa Particulares in Havanna. Die meisten Hotelzimmer gibt es ab 70 – 100 CUC die Nacht. Casa Particulares fangen je nach Lage und Ausstattung auch schon ab 20 CUC die Nacht im Doppelzimmer an.

Wir hatten eine schöne Unterkunft in der Altstadt von Havanna gebucht. Diese hatten wir über AirBnB gefunden. Ein großes Doppelbett, eine Küche, eine Leise Klimaanlage, ein schönes und geräumiges Badezimmer sowie ein Balkon mit direkten Blick auf die Straße kosteten pro Nacht 44 Euro bzw. 47 CUC.

Restaurants in Havanna

Wir haben in Havanna noch einiges dazu gelernt was die Restaurant Kultur in Kuba betrifft. Leider Nichts Positives. Das Essen ist in Etwa von gleicher Qualität wie im gesamten Kuba und die Preise sind je nach Standort etwas höher. Natürlich gibt es aber auch einige Ecken in Havanna an denen man sehr günstig an Essen kommt (hier haben wir ganz bewusst das Adjektiv „Gut“ weggelassen).

Man findet in einigen Teilen der Stadt sehr viele Restaurants. Besonders im nördlichen Teil von Old Havana bzw. La Havana Vieja (das seit dem Jahr 1982 offiziell zum UNESCO Weltkulturerbe gehört) oberhalb der Calle Brasil, hat man eine große Auswahl an regionaler Küche und Italienern. Gefühlt spielt es hier keine Rolle ob man sich für die kreolische Küche oder doch für einen Italiener entscheidet im mittleren Preissegment sind die meisten Küchen eher einfach. Hähnchen mit schwarzen Reise, Fritierte Bannen, Paela, Pizza (die meist sehr fettig und nicht gut ist), Pasta und Cocktails werden meist von allen Restaurants angeboten.

Was uns in Havanna auch eher negativ aufgefallen ist, sind die Mitarbeiter der Restaurants die mit alle Gewalt einen versuchen in das Restaurant zu locken. Man wird fast schon dazu genötigt einmal in das Restaurant zu gucken. Zweimal ist es uns sogar passiert das wir dann vom Inhaber gefragt wurden warum wir hier nicht essen wollten.

Meist bieten die Restaurants zu den typischen Speisen (Fisch, Pizza, Pasta, Fleisch, Hähnchen und Cocktails) noch immer Live-Musik an. Die Idee der Live-Musik in Havanna ist ja eigentlich ganz charmant aber selbst das schaffen die Kubaner einen zu vermiesen. Man isst gemütlich sein Abendessen mit einem leckeren Mojito und Cuba Libre und lauscht der Live-Musik im Restaurant. Auf einmal unterbricht die Musik und die Künstler gehen von Tisch zu Tisch und versuchen einem eine CD zu verkaufen während man gerade mit dem Essen beschäftigt ist. Wer keine CD kaufen möchte wird sehr innig darum gebeten doch ein paar CUC zu geben. Liebe Kubaner – Live Musik ist super wenn aber die Künstler nach einigen Minuten zu Bettlern mutieren und man während dem Essen gestört wird, dann verfehlt Latino Live Musik definitiv den Sinn den man bei Touristen verfolgen könnte.

Hinweis: Die Bedienungen werden meist über die 10% Service Regelung bezahlt. Bedeutet das hier kein weiteres Trinkgeld notwendig ist. Natürlich versucht die Bedienung in Havanna die Kosten der Rechnung möglichst nach oben zu treiben. Bedeutet das man unbedingt darauf achten sollte, dass man auch das bekommt was man bestellt hat. (z.B. Lokales Wasser und kein importiertes Wasser, Preisunterschied je 0,5 Liter etwa 2 CUC).

Als Geheimtipp können wir euch drei Restaurants empfehlen, einmal das El Chanchullero in Havanna Vieja – hier wird sehr gutes lokales Essen serviert. Auch die Tapas sind hier wirklich lecker.

Ein weiterer Geheimtipp ist das Paladar La Guarida etwas Außerhalb der Altstadt von Havanna. Man findet das Lokal in der 418 Concordia – hier gibt es auch hervorragende Lokale Küche.

Wer lieber einmal wieder etwas mehr deftige Küche essen möchte ist super im taBARish aufgehoben. Es soll, so denken wir, einem russischen Restaurant nachempfunden sein. Allerdings gibt es hier auch super leckere BBQ Ribs die wirklich ein Highlight waren. Das Lokal liegt an der Kreuzung von Villegas und der Straße O’Reilly.

Sicherheit in Havanna

Zugegeben ist Havanna eine Stadt der Kontraste. Einige Viertel wirken auch sehr heruntergekommen. Alte Menschen stehen an den vergitterten Fenstern, Kinder spiele auf der Straße, alte und laute Drucks fahren mit hoher Geschwindigkeit durch die Straßen – man verliert schnell den Überblick und wird vielleicht auch Etwas überfordert, aber wir haben uns zu keiner Zeit in Havanna unsicher oder unwohl gefühlt. (obwohl wir immer mit unseren teuren Kameras durch die Straßen gelaufen sind)

Die Menschen haben wir als sehr freundlich kennengelernt. Natürlich gibt es auch einige schwarze Schafe die für Informationen dann Geld verlangen, aber diese sollte man dann einfach ignorieren.

Die Einwohner der Stadt wirken vielleicht auf den ersten Blick etwas einschüchternd, aber sie wirken eben nur einschüchternd. Mit den meisten Leuten kann man sich sehr freundlich unterhalten (wenn sie gerade Englisch sprechen oder man selbst Spanisch spricht). Wir haben uns in keinem Moment in Havanna unsicher gefühlt – daher finden wir ist Havanna eine Stadt mit hoher Sicherheit.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Havanna

In Havanna kann man so einiges erleben. Egal ob man einfach nur die Stadt kennenlernen möchte oder auch die Geschichte dahinter verstehen. Havanna bietet eigentlich für jeden Geschmack das passende Angebot.

Das Captiolio Nacional in Havanna

Blick auf das Capitol von Havanna

Wer in Havanna ist sieht das National Capitol natürlich schon von Weitem. Das Kapitol von Havanna wurde 1929 als Sitz für die damalige Legislative gebaut. Die Legislative von Kuba war hier bis 1959 untergebracht. Da das Gebäude aber eher im schlechten Zustand war, wurde es 2018 erst wieder für Besucher geöffnet. Vorher wurde es 8 Jahre lang renoviert. Als wir im November 2018 in Havanna waren war immer noch ein Gerüst um das Gebäude, allerdings war es zu großen Teilen schon fertiggestellt und man konnte es gut besichtigen.

Geheimtipp: Gegenüber vom Capitol (Aufgang) in Havanna sind einige kleinere Häuser die ein super Fotomotiv abgeben.

Havana Vieja – die Altstadt Havannas

Wir hatten das große Glück eine tolle Unterkunft mitten in Havana Vieja – in der Altstadt von Havanna zu haben. Die Altstadt ist schlecht mit deutschen Altstädten zu vergleichen, sondern eher vielmehr mit einem Stadtteil der auf eine längere Geschichte zurückblicken kann.

In der Altstadt von Havanna gibt es einige tolle Plätze, der Old Square in Havana Vieja ist einer von den 7 Consejos Populares und hat mit den zugehörigen Straßen und Gebäuden eine Bevölkerung von etwa 17.500 Menschen.

Ein weiterer schöner Platz ist der Square of Arms. Dieser Platz hat einen schönen Park der zum Verweilen einlädt. Alte Bäume spenden Schatten und sorgen für ein angenehmes Klima. In der Mitte findet man einen schönen Springbrunnen (der tatsächlich noch funktioniert) wo Spatzen und Tauben den ganzen Tag baden.
Vor der Basilica Menor de San Franciso de Asis findet man den dazugehörigen Platz der mit einigen schönen Restaurants und Cafes zum Verweilen einlädt. Mittlerweile wird die Kirche nicht mehr für Messen verwendet, sondern dient als Konzertsaal oder für andere Veranstaltungen. Die Kirche von San Francisco de Asis wurde Ende des 16 Jahrhunderts errichtet und diente als Zuhause der Francisco de Asis Gemeinde ab 1730.

Neben den ganzen Plätzen findet man in Havana Vieja auch noch das Havana Club Museum – wo man die Geschichte des Havana Club Rum verfolgen kann. Der Eintritt ist hier 7 CUC. Das Museum ist an der Avenida del Puerto 262 zu finden.

Einfach mal mit der Kamera losziehen

Wer in Kuba oder noch genauer gesagt in Havanna unterwegs ist, wird schnell feststellen das die Uhren hier irgendwie anders ticken. Die Kombination aus Pferden, Kutschen, Menschen und außergewöhnlicher Architektur die vor 50 Jahren ihre Glanzzeit erlebt hat ergibt eine außergewöhnliche Kulisse für wunderbare Fotos.

Wer gerne schöne Fotos macht sollte in Havanna die Chance ergreifen und zu seiner Kamera greifen. Egal ob mit dem Smartphone oder mit eine DSLR Kamera in Havanna wird man sicher den einen oder anderen Schnappschuss landen, wenn man sich für einige Stunden auf die Lauer nach guten Fotos macht.
Besonders können wir hier die Altstadt Havannas empfehlen oder auch direkt die Straße Neptuno entlang. Hier sieht man das echte und authentische Havanna.

Havanna Streetlife 1

Havanna Streetlife 2

Havanna Streetlife 3

Havanna Streetlife 4

Havanna Streetlife 5

Museum der Revolution

Wenn man schon einmal in Havanna ist muss man ja auch einmal über die Revolution aufgeklärt werden, so dachten wir und beschlossen kurzerhand das Museum der Revolution im Zentrum von Havanna zu besuchen.

Eingang Museum der Revolution

Die Wartezeit betrug etwa 25 Minuten. Je Person wurden 8 CUC fällig. Am Eingang hing ein Schild das die Information beinhaltete, dass man keine Topfplanzen mit ins oder aus dem Museum nehmen darf. Natürlich hatten wir keine Topfplanzen dabei, aber eine Handtasche die wir am kostenlosen Gardrobenschalter im Erdgeschoss des Museums der Revolution hinterlassen konnten.

Das Museum bestand zu 80% aus Plakaten die nur zum Teil auf Englisch übersetzt waren. Die Plakate und Poster waren meist schlecht ausgedruckte Bilder zur Revolution. Untergebracht ist das Museum der Revolution im ehemaligen Präsidentenpalast Kubas. Entworfen wurde das Gebäude vom Architekten Carlos Maruri und Paul Belau.

Neben den Postern und ganzen Bildern die in den wenigen Räumen hängen kann man im hinteren Teil des Museums noch einige Fahrzeuge besichtigen. Diesen Teil fanden wir den spannendsten Teil des Rundgangs, da man hier die Geschichte doch etwas mehr live mitbekommen konnte als auf Postern. Hier findet man auch das wohl bekannteste Boot der Revolution Granma.

Wir können das Museum der Revolution in Havanna leider nicht empfehlen. Oft wirkt die Geschichte die das Museum erzählt sehr propagandistisch und die unzähligen Souvenirläden, welche Fest in den Rundgang integriert sind nerven. Hier wird nicht wirklich viel an Wissen vermittelt. Die Fahrzeuge am Ende des Rundgangs waren für uns persönlich der Höhepunkt des Besuchs im Museo de la Revolucion an der Calle Refugio No 1.

Der sagenumwobene Malecon

In vielen Ländern würde man wahrscheinlich den Malecon als hässlichsten Teil der Stadt bezeichnen. In Havanna soll es eine Prachtstraße mit viel Verkehr darstellen. Malecon bedeutet auf Spanisch „Ufermauer aus Stein“ – daher weiß man auch relativ schnell wie der Malecon in Havanna zu seinen Namen kommt.

Wir sind einige Male den Malecon auf und abgelaufen. Untertags ist es echt sehr anstrengend der Straße zu folgen – da die Sonne direkt auf den Stein und die Straße prallt und keinerlei Schatten vorhanden ist. Fußüberwege zur Ufermauer gibt es eigentlich nur sehr selten – daher muss man das Risiko auf sich nehmen und einfach über die Straße gehen.

Hat man einmal die Steinmauer erreicht kann man super auf der Steinmauer entlanglaufen und das Panorama von Havanna genießen.

Ansonsten hat der Malecon eigentlich Nichts zu bieten, aber, wenn man schon einmal in Havanna ist, und der Besuch einer Promenade auch noch umsonst ist kann man diesen Ort schon einmal besuchen.

Blick auf den Malecon

Rundfahrt mit einem Oldtimer durch die Stadt

Spätestens wenn man in Havanna landet wird man sich in die farbenfrohen, sehr lauten und stinkigen Oldtimer aus den 50iger Jahren verlieben. Eine Rundfahrt und ein Foto mit solch ein Oldtimer ist wohl ein Muss für Jeden Touristen der Havanna erlebt haben will. Zugegeben ist der Spaß nicht ganz günstig. Für eine Stunde Fahrt in einem Oldtimer muss man im Schnitt zwischen 25 – 35 CUC zahlen. Der Einstiegspreis der Fahrer liegt meist bei 25 CUC je Person oder 60 CUC die Stunde. Auf diesen Preis sollte man sich aber auf keinen Fall einlassen, da es hier bessere Angebot geben wird.

Mit dem Oldtimer durch Havanna gehört zum Pflichtprogramm

Direkt am Platz vor dem Capitol und am nahegelegenen Park warten unzählige Fahrer mit einem Oldtimer auf Touristen.

Meist werden auf den Touren die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angefahren. Das Haus mit Che Guevara, der John-Lennon-Park und natürlich der Malecon sind feste Ziele auf jeder Oldtimertour durch Havanna. Wer möchte kann sich natürlich im Oldtimer als Fahrer ablichten lassen!

Blick auf das Gebäude mit dem Che Guevara Portrait

Hinweis: Lasst euch ansprechen und geht nicht proaktiv auf die Fahrer zu, so habt ihr eine bessere Verhandlungsposition.
Wir fanden die Tour ganz witzig, bis auf, dass das unser Wagen auf dem Rückweg eine Panne bzw. Getriebeschaden hatte und wir dann den Weg zurücklaufen mussten.

Rundfahrt mit Panoramic Bus Tours Havanna

Blick vom Panoramic Bus Tours Bus in Havanna

Eine weitere gute und kostengünstigere Möglichkeit Havanna zu erkunden stellt die Panoramic Bus Tours in Havanna dar. Der Bus fährt alle paar Minuten direkt aus dem Zentrum einige Stationen quer durch die Stadt verteilt an. Sieht man die Panoramic Bus Tours nicht als Fortbewegungsmittel sondern als Chance die Stadt innerhalb einer kostengünstigen Rundfahrt zu erkunden so zahlt man für die etwa 2 stündige Rundfahrt 10 CUC je Person.

Es handelt sich hierbei um ein Tagesticket. Bedeutet also das man sich den ganzen Tag mit diesem Bus durch die Stadt bewegen kann oder auch einmal 3 Rundfahrten hintereinander machen kann.

Natürlich kommt hier auch wieder das Prinzip Hop on & Hop off zum Einsatz. Der hintere Teil der Tour fährt hauptsächlich die Hotelburgen an um die Touristen in die Stadt zu befördern. Hier hat man aber auch Einblicke zum Stadtstrand von Havanna der im Osten allerdings schöner ist. Der Westen (der Teil der Tour der angefahren wird) erinnert eher an zusammengequetschte Hotels kombiniert mit einem Zugang zum Wasser.

Natürlich steht auch das Capitol, der Friedhof und die Universität auf dem Fahrplan des Havanna Panoramic Bus Tours.
Im beigefügten Busplan könnt ihr die Stationen im Detail sehen und die Abfahrtszeiten aus dem Stadtzentrum (gefühlt fährt der Bus alle 5 Minuten).

Busplan in Havanna

Eisdiele Coppelia

Wir haben diese „Eisdiele“ oder besser gesagt „Eispark“ in verschiedenen Blogs und Reiseführer als Geheimtipp gesehen. Natürlich dachten wir uns, nach einem etwas längeren Spaziergang kann so ein Eis ja nicht schaden. So haben wir auch beschlossen Coppelia in Havanna zu besuchen.

Hochmotiviert liefen wir nun also in diesen Park und freuten uns auf ein hoffentlich leckeres Eis, doch auf einmal wurden wir von einem Wachmann angehalten, wir versuchen ihn deutlich zu machen, dass wir ein Eis haben möchte und wo wir das bitte kaufen könnten. Er rief seinen Kollegen herbei der auf Italienisch versuchte die Situation zu klären. Bis wir ihm klar gemacht haben das er bitte in Englisch mit uns sprechen sollte da wir keine Italiener sind.

Nun deutete er unsanft auf eine wartende Reihe die gut versteckt unter den Bäumen darauf wartet ein Eis kaufen zu dürfen. Wir wollten natürlich wissen warum wir uns in die Reihe eingliedern sollten da etwa noch (gefühlt) Tausende von freien Plätzen in diesem Gelände frei waren, leider haben wir auf diese Frage nie eine Antwort erhalten, so haben wir kein Eis von Coppelia in Havanna bekommen und haben uns eine andere Eisdiele gesucht.

Daher ist unsere ganz klare Empfehlung, macht einen weiten Bogen um diese Eisdiele – außer ihr wollt an stupiden Beschäftigungsmaßnahmen teilnehmen.
Hinweis: Eis ist in Havanna relativ teuer – für eine Kugel 60 Gramm werden gerne 1 CUC verlangt. Geschmacklich kommt das Eis nicht an das europäische Eis, schmeckt irgendwie alles sehr künstlich!

Shopping und Einkaufen in Havanna

Wie auch in den anderen Städten ist das Shoppen in Havanna nicht zu empfehlen. Außer Zigarren und Alkohol kann man hier wohl schlecht tolle Schnäppchen jagen. Natürlich gibt es auch noch einige Märkte die eine Vielzahl von Souvenirs und Bilder anbieten. Also wer auf der Suche nach schönen Geschenken ist wird in Havanna sicher fündig werden.

Leider gibt es in Havanna auch nicht viele Supermärkte die ein gutes Sortiment an Produkten haben. Die Wahrscheinlichkeit das man in den Supermärkten das regionale Bier bekommt ist höher, als dass man Wasser bekommt. Gibt es einmal das lokale Mineralwasser wird für 500 ml meist 1 CUC fällig und für 1500 ml 1,50 – 2,00 CUC – teilweise ist es sogar billiger das Wasser im Restaurant zu kaufen als dass man es im Supermarkt kauft.

Kosten Havanna

Havanna ist im Vergleich zu den anderen Orten etwas teurer. Das liegt einmal daran das die Aktivitäten die in der Hauptstadt Kubas angeboten werden preislich natürlich auf einen anderen Level liegen aber auch daran das man hier einfach mehr erleben kann als in den anderen Städten auf Kuba.

Für die Unterkünfte in Havanna werden im Schnitt zwischen 20 CUC – 60 CUC fällig. Dafür bekommt man dann eine schöne Casa Particulares im Herzen von Havanna. Für einen Restaurant-Besuch für 2 Personen inkl. Getränke liegt man etwa bei 20 – 25 CUC.

Das teuerste in Havanna ist auch wieder einmal der Transport. Egal ob man Taxi, Bus oder auch Collectivo fährt – es ist immer Verhandlungssache. Aber auch wenn man günstig verhandelt ist der Preis für die Fortbewegung auf Kuba unproportional hoch.

Der Charme von Havanna ist Einzigartig

Fazit Havanna

Havanna war wohl der kulturelle Höhepunkt unser Kuba Rundreise. Uns hat die Stadt gut gefallen. Aber man sollte vor den typischen Sehenswürdigkeiten vielleicht einen größeren Bogen Drumherum machen. Die kubanische Regierung versucht natürlich mit aller Gewalt an Divisen zu kommen, und wie geht das einfacher als bei den öffentlichen Sehenswürdigkeiten richtig zuzugreifen.

Insgesamt hatten wir 4,5 Tage Zeit die Stadt zu erkunden, was auch völlig ausreichend ist. Man benötigt auch innerhalb der Stadt wenig Taxis oder andere Transportmittel da eigentlich alles Fußläufig zu erreichen ist.

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