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Was ist Machu Picchu?

Machu Picchu ist eine sehr gut erhaltene Inkastadt, die vermutlich um 1450 unter dem Inka-Herrscher Pachacútec Yupanqui erbaut wurde. Dieser ist auch deshalb so bedeutend, weil unter ihm das Inkareich seine größte Ausdehnung erreichte. Die Stadt liegt auf einem Bergplateau im Urubambatal, das durch seine Zahlreichen Tempelanlagen aus der Inkazeit auch den Beinamen Sacred Valley trägt.

Machu Picchu diente vermutlich hauptsächlich zeremoniellen Zwecken und war eine Art Ferienort für die obere Schicht der Inkas. Vermutlich wurde die Stadt dauerhaft von 400-600 Personen bewohnt, die dort Landwirtschaft betrieben. Man geht jedoch davon aus, dass zu religiösen Festen bis zu 1200 Personen hier feierten.  

Machu Picchu ist übrigens nicht der ursprüngliche Name der Stadt. Dieser geriet in Vergessenheit, als die Bewohner die Stadt verließen.

Die Gründe warum Machu Picchu vermutlich im 16 Jahrhundert bereits wieder aufgegeben wurde sind unklar. Theorien gehen davon aus, dass entweder der Bürgerkrieg unter den Inkas, oder mit den Spaniern eingeschleppte Seuchen dafür verantwortlich sind.

Ganz in Vergessenheit geriet die Stadt jedoch nie. Alte Dokumente, Geschichten unter den Einwohnern der Region und zahlreiche Expeditionen zeigen, dass im laufe der Geschichte immer wieder Leute nach Machu Picchu kamen. Die spanischen Eroberer kamen vermutlich nie nach Machu Picchu, weshalb sie auch heute noch gut erhalten ist. Offiziell wiederentdeckt wurde die Stadt erst 1911 von dem Amerikaner Hiram Bingham. Dieser führte eine Expedition der Yale University an, leitete die Ausgrabungen und brachte auch die National Geographic Society hier her. Diese widmete ihre Ausgabe April 1913 der Ruinenstadt, wodurch sie weltweite Berühmtheit erlangte.

Touristen am beliebtesten Fotospot in Machu Picchu

Seit 1983 gilt Machu Picchu als UNESCO Weltkulturerbe. Seit 2007 auch mehr oder weniger offiziell als eines der neuen sieben Weltwunder.

2017 besuchten 411.000 Personen Machu Picchu. Das sind im Schnitt 3.900 Besucher pro Tag. Die Höchstgrenze von Besuchern pro Tag liegt derzeit bei 6.000 und wird in der Hauptsaison durchaus auch erreicht.

Wo liegt Machu Picchu?

Machu Picchu liegt 75 Kilometer von Cusco entfernt im Süden Perus nahe der Ortschaft Aguas Calientes im Urubambatal (auch Sacred Valley genannt). Die verlassene Inkastadt liegt auf einer Hochebene auf 2430 Metern Höhe umgeben von zahlreichen anderen höheren Bergen. Dadurch hat man auf allen Bildern eine grandiose Bergkulisse.

Machu Pichu liegt zwischen den beiden Bergen Huayna Picchu und des namensgebenden Berges Machu Picchu – was so viel bedeutet wie hoher Berg.  Die Berge der Region zählen zu den Ausläufern der Anden.

Warum ist Machu Picchu so besonders?

Vor allem der gute Zustand und die außergewöhnlich schöne Lage machen Machu Picchu so besonders. Machu Picchu ist eine der wenigen Tempelanlagen, die von den Spaniern bei ihrer Ankunft nicht zerstört wurden. Dies liegt vermutlich daran, dass die Bewohner der Stadt den einzigen Zugangsweg (Teil des Inkatrail) zerstörten, als sie die Stadt aufgaben.

Entsprechend steht hier ausnahmsweise auch einmal keine Kirche. Aller Verfall den man sieht geht auf natürliche Ursachen wie Witterung und Baumwurzeln zurück. 75% der Ruinen die man sieht befinden sich noch im Originalzustand. Nur etwa 25% wurden zu Anschauungszwecken wieder aufgemauert, wie beispielsweise die Spitzdächer und einige höhere Mauern.  

Neben des guten Zustands ist vor allem der tolle Ausblick, der die Stadt perfekt für Fotos macht, ausschlaggebend für seine Beliebtheit.

Über die historische Bedeutsamkeit von Machu Picchu sind sich Fachkundige uneins, da keine Zeitzeugenberichte mehr vorhanden sind. Vermutlich was die Stadt jedoch ein wichtiges religiöses und astronomisches Zentrum.

Wie komme ich nach Machu Picchu?

Mit dem Flugzeug nach Machu Picchu

Der nächste Flughafen zu Machu Picchu ist der Flughafen Alejandro Velasco Asteteim etwa 70 Kilometer entfernten Cusco.

Mit dem Zug nach Machu Picchu

Seit 1999 gibt es eine rein touristische Zuglinie, die Besucher nach Aguas Calientes bringt. Ihr Startpunkt ist entweder Cusco (4h Fahrt), Poroy (ca. 3,5h), Urubamba (ca. 3h) oder  Ollantaytambo (ca 2h). Auf der Route verkehren zwei Anbieter, die verschiedene Klassen von Zügen anbieten, die sich etwas im Preis unterscheiden. Die beiden Anbieter heißen Inka Rail und Peru Rail.

Mit dem Bus und dem Zug nach Machu Picchu

Eine oft etwas günstigere Methode, um nach Machu Picchu zu kommen, ist es von Cusco mit einem Bus nach Ollantaytambo zu fahren und dort in den Zug nach Aguas Calientes umzusteigen. Die Fahrzeit bei dieser Variante dauert, je nachdem wie lange die Abholung der einzelnen Touristen dauert und wie viel Puffer ihr einplant nur etwa 3,5h. Wir hatten diese Variante gebucht. Wir wurden um 3:50 Uhr morgens am Hotel abgeholt und erreichten Aguas Calientes um 8:10. Allerdings hatten wir auch 45 Minuten Aufenthalt in Ollantaytambo, die wir für ein Frühstück hätten nutzen können.

Es gibt auch reguläre Busse zwischen den Städten ab etwa 5$

Mit dem Bus oder Auto nach Machu Picchu – über Hidroelectrica

Es gibt eine Straße, die von Cusco nach Hidroelectrica führt. Autofahrten oder Busfahrten dauern ungefähr 7,5 Stunden. Da Straßen in dieser Gegend von Peru in die Berghänge gehauen sind, sind sie extrem kurvig. Daher solltet Ihr, wenn ihr auch nur im geringsten anfällig für Reiseübelkeit seid, entsprechende Tabletten mitnehmen. Zudem werden Straßen oft von Gerölllawinen ganz oder teilweise verschüttet. Daher kann es kurzfristig zu Streckensperrungen oder Verzögerungen kommen. Wir raten davon ab, die Strecke nach Einbruch der Dunkelheit mit dem eigenen Auto oder Leihwagen zu fahren. Rechnet zudem für die Fahrt einen entsprechenden zeitlichen Puffer ein.

Fahrten mit dem Bus, sind die günstigste, aber auch eine der unbequemste Methode, um nach Aguas Calientes zu kommen. Der Bus von Cusco nach Hidroelectrica kostet etwa 15$.

Von Hidroelectrica gibt es keine Straße nach Aguas Calientes. Stattdessen kann man den Gleisen einer Bahnlinie etwa drei Stunden in den Ort entlang wandern. Viele Touristen nutzen diesen Zugang, da es der billigste Weg nach Machu Picchu ist. Die Bahnlinie selbst ist allerdings nicht für den Tourismus gedacht. Unseren Nachforschungen nach geht nur ein Zug täglich und in seltenen Fällen ist es wohl bereits Leuten gelungen Zugtickets in Santa Teresa / Santa Maria  (den Orten vor Hydroelectica) aufzutreiben. Der Preis für den Zug liegt möglicherweise bei 18$.

Zu Fuß nach Machu Picchu

Inka Trail

Der klassische Inkatrail ist 43 Kilometer lang und dauert 4-5 Tage. Die peruanische Regierung hat die Zahl der Wanderer, die pro Tag den Trail beginnen dürfen aus Umweltschutzgründen auf 500 begrenzt. Daher ist dieser Trail oft bereits mehrere Monate im Voraus ausgebucht

Salkantay-Trail

Der  Salkantay Trail gilt als weniger überlaufen als der Inkatrail. Er ist allerdings auch länger und anspruchsvoller. Der Weg verläuft auf einer Höhe zwischen 4.600 und 1.900 Metern  über dem Meeresspiegel und durchquert dabei unterschiedlichste Vegetationszonen. Der Trail beginnt meist in Challacancha und dauert ungefähr 5-8 Tage

Lares Route

Die Route durch das Lares Tal ist deutlich ursprünglicher als das inzwischen doch sehr touristische Sacred Valley. Drei bis fünf Tage wandert man durch das ländliche Peru, bis man schließlich von Ollantaytambo den rest des Weges mit dem Zug zurücklegt.

Eintägiger Inka Trail

Bei dieser Wanderung beginnt man den Inkatrail erst an einer späteren Stelle. Da auch sie eine Erlaubnis benötigt, sollte man auch diese Tour frühzeitig buchen. Wer die Tour auf zwei Tage mach und in Wiñay Wayna übernachtet, kann Machu Picchu bei Sonnenaufgang besuchen.

Brauche ich eine Tour nach Machu Picchu?

Nein, generell braucht man keine Tour nach Machu Picchu buchen – Außer natürlich man möchte Wandern, dann empfiehlt sich eine Tour mit Guide und Koch. Aber auch sonst schadet es auch nicht eine Tour zu buchen. Wir haben eine Tour direkt in Cusco bei einer Agentur gebucht. Die Touren vor Ort sind deutlich günstiger als im Internet. Wir hätten vermutlich ohne Agency sogar mehr gezahlt, als mit Touranbieter. Die Agenturen kommen nämlich anscheinend an Kontingente bei Bussen, Bahnen und Eintritten heran, die man als Privatperson gar nicht kaufen kann. Beispielsweise hat unser Touranbieter geschafft die Zugtickets von Ollantaytambo nach Aguas Calientes und zurück für 44$ & 37$ aufzutreiben. Das ist über ein Drittel günstiger, als alles was wir online finden konnten. Auch ein Tourguide hätte, hätten wir ihn privat gebucht um die 50$ gekostet.

Jedoch könnt ihr auch alle Teile der Tour selbst buchen.

Hier findet ihr die verschiedenen Anbieter:

INFO: Wanderungen, Eintrittskarten und Züge können gegebenenfalls in der Hochsaison einige Zeit im Voraus ausgebucht sein. Lokale Agenturen können darüber hinausgehende Kontingente haben. Jedoch können wir Euch nicht garantieren, dass ihr vor Ort in der Hochsaison (Juni-August) auch noch Plätze bekommt. Besonders Wanderungen auf dem Inkatrail sind laut Aussagen anderer Reisender oft bereits Monate im Voraus vergriffen. Wir gehen jedoch davon aus, dass sie zumindest außerhalb der Hauptsaison auch noch vor Ort in Cusco zu bekommen sind.

Was hat Eure Tour nach Machu Picchu gekostet?

Wir haben die Tour nach Machu Picchu in Kombination mit einer Sacred Valley Tour und einer Tour in die Rainbow Mountains gebucht. Wenn ihr mehrere Dinge zusammen bucht, bekommt ihr sie meistens deutlich günstiger. Zudem haben wir in Cusco direkt gebucht.

Das komplette Paket hat 262$ pro Person gekostet.

Weitere Informationen zu den anderen Touren findet ihr hier:

Tickets die wir von unserem Touranbieter bekommen haben, weisen folgende Preise aus

  • Bus-Shuttle von Cusco nach Aguas Calientes: unbekannt
  • Zug mit Inca Rail (Voyager Klasse) von Ollantaytambo Aguas Calientes: 44$
  • Bus von Aguas Calientes nach Machu Picchu: 12$ p.P.
  • Eintritt in Machu Picchu: 152 Soles / 40,50 Euro
  • Guide in Machu Picchu für 2h: unbekannt
  • Den Weg den Berg hinab sind wir gelaufen (Dauer ca 1-1,5h)
  • Zug von Aguas Calientes nach Ollantaytambo: 37$
  • Bus von Ollantaytambo nach Cusco: unbekannt

Zusätzliche Kosten, die nicht in der Tour inklusive waren

  • Hotel in Aguas Calientes in dem wir geduscht und 4h geschlafen haben: 20$
  • Mittagessen und Abendessen zusammen: 135 Soles

Was kostet eine Reise nach Machu Picchu?

Zug nach Aguas Caliente, Machu Picchu

Die Preise schwanken deutlich nach Saison und Tageszeit. Oft bekommt man lastminute noch richtige Schnäppchen, manchmal werden Fahrten dann aber auch erst so richtig teuer oder sind schlichtweg ausgebucht. Generell gilt, dass Fahrten von und nach Machu Picchu zu grässlichen Zeiten (sehr früh oder sehr spät) günstiger sind. Entsprechend sind die nachfolgenden Preise eher ein grober Richtwert.

Ollantaytambo nach Aguas Calientes

  • Inca Rail   44-105$
  • Perurail: 70-105$

Poroy nach Aguas Calientes

  • Inca Rail: 105$

Urubamba nach Aguas Calientes

  • Perurail: 105-195$

Cusco nach Aguas Calientes

  • Inca Rail: 80-110$
  • Perurail: 80-105$

Bus von Cusco nach Ollantaytambo

Den Bus von Cusco nach Ollantaytambo gibt es ab etwa 5$. Bei unserer nächtlichen Ankunft in Aguas Calientes boten Taxi Colectivo Fahrer ihre Dienste ab 10 soles (3€) an.

Bus von Cusco nach Hydroelectrica

Den Bus nach Hydroelectriaca gibt es ab etwa 15$

Bus von Aguas Calientes nach Machu Picchu

Der Bus der Touristen von Aguas Calientes den Berg hinauf nach Machu Picchu bringt kostet 12$ – Für den Weg wieder hinab wird die gleiche Summe fällig.

Eintritt in Machu Picchu

Der Eintritt in Machu Picchu kostet 152 Soles (ca. 40,50€)

Guide in Machu Picchu

Wir selbst wissen nicht genau was unser Guide in einer Gruppe von 8 Personen kostete. Nimmt man jedoch einen privaten Guide vor Ort, muss man mit Kosten von etwa 50$ rechnen. In Gruppen kostet der Guide ca. 20$ pro Person.

Essen in Aguas Calientes

Essen in Aguas Calientes ist deutlich teurer als im Rest Perus. Für eine Mahlzeit kann man in abgelegenen Teilen des Orts ab 20 Soles fündig werden. Lomo Saltado, ein sehr verbreitetes Gericht in Peru kostet jedoch um die 44 Soles.  Empanadas oder Sandwiches am Straßenrand kosten ca 10,5 Soles (zum Vergleich, in anderen Orten kosten Empanadas 3 Soles)

Hotel in Aguas Calientes

Ein privates Doppelzimmer mit Bad inklusive Frühstück kostet ab ungefähr 20$ pro Nacht in einem günstigen aber brauchbaren Hotel.

Was kann man in Machu Picchu sehen?

Die Stadt Machu Picchu besteht aus 216 steinernen Gebäuden, die von ungefähr 3000 Terrassen umgeben sind, auf denen Landwirtschaft betrieben wurden. Einige der Gebäude wurden teilweise oder ganz rekonstruiert.

Neben den Stadt selbst hat man das grandiose Bergpanorama und Lamas und Alpakas die frei in der Anlage herumlaufen.

Blick über das religiöse Zentrum und die Intihuatana-Pyramide

Die Stadt unterteilt sich in vier verschiedene Zonen:

  • Eine landwirtschaftliche Zone aus Stufenterrassen inklusive Friedhof
  • Eine Zone mit Wohnhäusern und Handwerksstätten
  • Festplätze in der Mitte der Anlage
  • Einem religiösen Zentrum
Der Sonnentempel in Machu Picchu

Die wichtigsten Gebäude in Machu Picchu sind:

  • Das Stadttor
  • Der Sonnentempel mit Fenstern die zu den Sonnwenden ausgerichtet sind.
  • Der Herrscherpalast mit der einzigen Sanitäranlage der Stadt
  • Intihuatana-Pyramide mit Sonnenuhr
  • Das Paqchas-Wasserversorgungssystem mit 16 Brunnen
  • Der Haupttempel aus sehr exakt gehauenen Steinen
  • Der Tempel der drei Fenster
  • Das königliche Mausoleum
  • Der Tempel des Kondor
  • Der Hauptplatz der Stadt
  • Die Inka Bridge

Welche Ticketregelungen gibt es in Machu Picchu?

Es gibt ein Ticket für Machu Picchu und auch Kombitickets. Die vier verfügbaren Optionen sind:

  • Nur Machu Picchu: 152 Soles
  • Machu Picchu + Berg Waynapicchu (Huayna Picchu): 200 Soles
  • Machu Picchu + Berg Machupicchu: 200 Soles
  • Manuel Chavez Ballon Museum: 22 Soles

Offiziell berechtigt das Ticket in Machu Picchu nur für einen Aufenthalt von 4h in der Anlage, nachdem man sie betreten hat. Man bekommt zudem eine Uhrzeit zu der man ungefähr da sein soll auf dem Ticket. Genaue Angaben wie lange das Ticket gilt, haben wir nicht gefunden. Vermutlich gilt ein Ticket für 9am für den Zutritt zwischen 9 -10 Uhr. Während unseres Aufenthalts wurde nicht kontrolliert wie lange wir schon in der Anlage sind oder wann wir sie verlassen.

Allerdings gibt es andere Möglichkeiten die Besucher dazu zu bringen nicht zu lange auf dem Gelände zu bleiben. Zum einen ist der Weg offiziell nur in eine Richtung zugänglich. Zum anderen gibt es in der Anlage weder einen Kiosk, ein Restaurant noch Toiletten.

Wir hatten Picknick dabei hatten also keine Eile, sind den Weg auch ein Stück in die Gegenrichtung gelaufen, ohne dass sich daran jemand gestört hätte, und waren insgesamt etwas über vier Stunden in der Anlage. All zu streng werden die Regeln also nicht durchgesetzt. Allerdings waren wir auch im Mai, in der Nebensaison da. Daher ist es durchaus möglich, dass es an anderen Tagen, vor allem in der Hauptsaison, strenger gehandhabt wird.

Die Tickets mit Berg sind sehr begehrt und sollten daher einige Zeit vor dem Besuch bereits online erworben werden. Vor allem Tickets für den Waynapicchu muss man bereits bis zu 3 Monate im Voraus kaufen. Beachtet, dass der Waynapicchu nur von Personen über 12 Jahren besucht werden darf. Offiziell ist das Ticket inklusive des Machu Picchu Berges 8 Stunden gültig und das Ticket inklusive des Waynapicchu 6 Stunden. Die Stadt und die Berge müssen also am gleichen Tag in einem Besuch erkundet werden.

Was sollte man sonst noch zu Machu Picchu wissen?

  • Am Ausgang von Macchu Picchu kann man sich kostenlos einen Stempel für seinen Reisepass als Andenken holen.
  • In der kompletten Anlage von Macchu Picchu gibt es keine Sanitäranlagen. Die letzte Möglichkeit ein Toilette aufzusuchen ist daher vor dem Eingang in die Anlage. Die Toiletten kosten 2 Soles. Entsprechend empfiehlt es sich zu Beginn der Tour nicht zu viel zu trinken.
  • Wer die Anlage verlässt, kann sie nicht wieder betreten. Mit den Tickets für die Berge ist angeblich ein einmaliger Wiedereintritt möglich (keine Garantie) .
  • Es gibt keine Restaurants, Imbisse oder andere Möglichkeiten Proviant in der Anlage zu kaufen. Daher solltet ihr genug Wasser und einen Snack mitnehmen.
  • Die Lamas in der Anlage sind staubig und färben ab. Außerdem werden sie teilweise sehr aufdringlich wenn man etwas isst. Bitte füttert sie nicht, denn dadurch wird es noch schlimmer. Lamas können spucken.
Lama in Machu Picchu

Welche Attraktionen kann man von Aguas Calientes aus noch besuchen?

Aguas Calientes ist an sich keine Stadt, die sonderlich viel zu bieten hat. Es gibt einige Cafes und Restaurants. Außerdem gibt es eine Therme, die aus einer warmen Quelle gespeist wird. Die Wassertemperatur liegt jedoch “nur” bei 37°C was bei kälterer Witterung nicht zu einem längeren Aufenthalt einlädt. Zudem sind die Bewertungen der Anlage in Punkto Hygiene nicht die Besten.

Des Weiteren gibt ein kleines Schmetterlingsmuseum, das man gut auf dem Rückweg von Machu Picchu ansehen kann. Naturliebhaber können zudem den Wasserfall-Wanderweg Cascadas Allcamayo und den Naturpfad durch die  Los Jardines de Mandor besuchen.

Die Hauptattraktion von Aguas Calientes ist und bleibt die Ruine selbst, so wie die darum liegenden Berge. Der Machu Picchu Berg und der Waynapicchu (Huayna Picchu) müssen als Teil des Machu Picchu Eintritts erworben werden. Der freistehende Putucusi hingegen kann eigenständig besichtigt werden.

Auch über die Ticketseite von Machu Picchu können Karten für das Manuel Chavez Ballon Museum erworben werden. Dies ist nicht, wie der Name vermuten lässt, ein Museum für Ballone, sondern ein Museum zur Geschichte der Inkas. Für alle die gerne das Gesehene in Machu Picchu besser einordnen wollen und sich für den historischen Kontext interessieren, gibt das Museum interessante Informationen in einer ca. 45 Minuten dauernden Rundtour. Das kleine aber moderne Museum liegt ca 25 Minuten außerhalb von Aguas Calientes.

Lohnt sich eine Tour nach Machu Picchu?

Machu Picchu hat uns persönlich positiv überrascht. Eigentlich hatten wir es vorab ein wenig als Pflichtprogramm betrachtet und unsere Vorfreude hielt sich daher in Grenzen. Aber wenn man schon einmal in Cusco ist, kann man es ja schlecht nicht ansehen. Die kostspielige Tour, die für uns noch dazu um kurz nach drei Uhr morgens begann, tat ihr übriges, die Vorfreude zu schmälern. Dann sahen wir bereits im Tal die Touristenmassen und fühlten uns, nicht zum ersten Mal, ungut an Chichén Itzá erinnert..

Dann betraten wir die Anlage. Es war in gewisser Weise zwar voll und man musste für Selfies aller Art stets anstehen. Doch durch seine Lage in den Bergen wirkte der Ort auf uns erstaunlich ruhig. Die Ruinen sind zu einem großen Teil original belassen und wirken nicht “kitschig” wie bei einem Freizeitpark. In der ganzen Anlage gibt es keine Souvenirs zu kaufen, keine Händler oder ähnliches die nerven. Dafür gibt es Lamas die etwas frech und teilweise auch sehr desinteressiert durch die Menschenmengen stromern und gelegentlich auch die ein oder andere Führung durcheinander bringen.

Uns hat Machu Picchu gut gefallen. Allerdings muss man auch sagen, dass uns einmal gereicht hat. Nochmals würden wir vermutlich den doch hohen Preis für einen sehr strapaziösen Ausflug nicht zahlen. Ein unvergessliches Erlebnis an das wir gerne zurückdenken werden war es jedoch auf jeden Fall. Wer jedoch von den Preisen und der Anreise abgeschreckt ist, dem können wir sehr die Sacred Valley Tour ans Herz legen. Denn tolle Landschaften und faszinierende Inkaruinen kann man dort zu einem deutlich geringeren Preis sehen.