Hexenmarkt in La Paz

Die traurigsten und schrecklichsten Städte auf unserer Weltreise

Wenn man sich auf seinen Jahresurlaub vorbereitet sucht man sich meist die schönsten Gegenden der Erde aus, um den Alltag zu entkommen. Auf einer Weltreise sieht das schon etwas anders aus. Auf unserer Weltreise sind wir mittlerweile durch 23 Ländern gereist und haben einige Orte besucht, die sich in unser Gedächtnis festgebrannt haben. Leider nicht aus positiver Sicht…

Grundsätzlich versuchen wir beim Reisen in neue Länder jedem Ort und jedem Land die Chance zu geben sich so zu zeigen wie es Vorort wirklich ist. Wir haben keine Vorurteile und sehen uns auch Städte an von denen uns andere Reisende schon oft abgeraten haben. Bei einigen Orten können wir behaupten „Ja du hattest Recht, dieser Ort ist keine Reise wert“ aber bei vielen Orten haben wir es nie bereut sie besucht zu haben. Dabei sind wir keine Reiseblogger, die nur von den schönen Seiten der Welt berichten. Wir erzählen von unseren Reisen so wie wir diese tatsächlich erlebt haben.

In diesem Beitrag wollen wir eben nicht, wie viele andere Reiseblogger, über die Schönheit berichten, sondern vielmehr um die Städte, die bei uns einen bleibenden negativen Eindruck hinterlassen haben und die wir auf keinen Fall nochmal besuchen würden.

Kingston – Jamaika

Die schlimmste und schrecklichste Stadt, die wir auf unserer Weltreise besucht haben, ist wohl Kingston in Jamaika. Es gibt viele tolle Lieder, Menschen und Künstler, die aus Jamaika kommen, allerdings kann dieser Eindruck von Kingston nicht erwidert werden.  

Wie immer gingen wir durch die Straßen von Kingston und erkundeten die Stadt auf eigne Faust. Nach dem ersten Tag beschlossen wir allerdings unsere Handys in der Wohnung zu lassen, denn unser Host hatte uns hier abgeraten mit einem Smartphone auf der Straße spazieren zu gehen. 

Die Straßen von Kingston sind richtig dreckig. An vielen Ecken riecht es nach Urin und man wird von vielen Menschen sehr direkt angesprochen und angebettelt. Jeder zweite Mensch versucht auf sehr raue Art sein Gras an den Mann zu bringen. Selbst als wir gemeinsam Hand in Hand durch Kingston gingen wurde Martina Sätze wie „Hey Whitey, come here“ zugerufen.  

Ebenfalls wurden wir von vielen schwer verwirrte Menschen angesprochen. Der eine meinte zu uns das seine Mutter ihn umbringen möchte. Kingston war eine Stadt, in der wir uns zu keiner Minute wohl gefühlt hatten. Wir waren froh als wir Kingston endlich wieder verlassen konnten. Kulinarisch beschränkt sich Kingston zu großen Teilen auf Jerk Chicken und Seafood. 

San Pedro Sula – Honduras

Auf unserer Reise von Guatemala Stadt nach Utila mussten wir, um nicht 22 Stunden lang Bus durch gefährliche Gegenden zu fahren, eine Nacht in San Pedro Sula bleiben. Insgesamt hatten wir 18 Stunden Aufenthalt in der zweitgrößten Stadt Honduras. In der Stadt leben etwa 710.000 Einwohner. Als wir am Flughafen in San Pedro Sula angekommen waren, kamen wir schnell mit anderen Reisenden ins Gespräch. Die anderen Reisenden meinten, das sie aus beruflichen Gründen öfter in der Stadt sind und sie uns von einer Stadtbesichtigung dringend abraten würden. Auf die Rückfrage warum sie uns hier so dringlich davon abrieten deutenden sie auf die schwer bewaffneten Sicherheitsleute, die an den Türen des Flughafens Wache hielten. Als wir dann durch den Ausgang gingen meinte auch das Sicherheitspersonal zu uns das wir nachts definitiv nicht auf die Straßen gehen sollten. Wir nahmen uns ein offizielles Taxi, das uns vom Personal zugewiesen wurde. Auch der Fahrer betonte nochmal das lieber im Hotel bleiben würde. Als wir im Hotel angekommen waren, schauten wir uns unglaubwürdig an und fragten uns ob dieser Zwischenstopp so wohl wirklich notwendig war. Wir haben uns an die Ratschläge der Menschen gehalten und haben nur die Stadt aus dem Autofenster besichtigt. Was uns aber selbst hier sehr deutlich aufgefallen ist, war die Tatsache, dass sehr viele Schusswaffen bei Menschen zu sehen waren.

Manila – Philippinen

Als wir den Text gerade schreiben sind wir in Manila. Von Manila hört man relative wenig Gutes, aber wir wollten dieser Stadt trotzdem eine Chance geben.

Viele der Menschen, die man im Alltag trifft, sind sehr freundlich und suchen auch aktiv das Gespräch, allerdings hat Manila auch seine Schattenseiten. Wir versuchen eine Stadt immer zu Fuß zu erkunden, um uns selbst einen Eindruck zu verschaffen und wir haben uns in Manila wirklich unwohl gefühlt 

Fährt man mit dem Auto durch die Stadt merkt man die Armut nicht wirklich, dabei sieht es dann zu Fuß leider gleich ganz anders aus. In regelmäßigen Abständen sieht man Menschen am Straßenrand liegen, betrunkene Mütter setzen ihre Kinder auf Touristen an, um sie anzubetteln und die lautenden und krachenden Autos fahren an einem vorbei, es riecht nach Urin. An den einzelnen Häuser stehen bewaffnete Sicherheitsleute, man hört alle paar Minuten Sirenen und vor jeder Tür eines besseren Hauses wird man nach Waffen durchleuchtet. Ein Erlebnis das man sich sparen kann.

San Jose – Costa Rica

San Jose in Costa Rica war unsere erste Anlaufstation in Costa Rica und ein echtes Trauerspiel. Die Stadt wirkt dreckig und düster, für Fußgänger gibt es nicht wirklich Wege. So haben wir von unserem Hotel aus die. Autobahn überqueren müssen, um überhaupt in die Innenstadt kommen zu können. 

Die Stadt an sich selbst besteht zu einem Großteil aus unzähligen Fastfood Lokalen – tolle Restaurants gibt es in San Jose leider nicht wirklich. Wenn man in San Jose ankommt, fragt man sich direkt, wo die schöne Natur von Costa Rica geblieben ist von denen die Reisebüros und Werbeanzeigen immer sprechen.

Wir haben San Jose in Costa Rica als sehr trostlosen und hässlichen Ort kennengelernt.

Über diese Autobahn mussten wir als wir vom Hotel in die Stadt wollten!

David – Panama

Eine weitere Stadt, die wir nur wegen Transit besucht hatten, war die Stadt David in Panama. Eine Stadt die man wohl nicht als zentrales Reiseziel plant und deshalb eigentlich auch nicht so oft bei Reiseberichten zu finden ist. David hat etwa 125.000 Einwohner. Insgesamt hatten wir in der Stadt 24 Stunden bis uns ein Bus uns weiter nach Panama City bringen sollte.

Die Stadt selbst ist trostlos, dreckig und man hat nur wenige Möglichkeiten etwas Essbares zu finden. Der Großteil aller Restaurants in David ist in chinesischer Hand. Wenn man sich dann für ein Restaurant entschieden hat, fängt das Trauerspiel aber erst an. Man sitzt dort und isst sein Essen und alle 2 Minuten wird man von einem anderen Bettler angebettelt ob man nicht Geld für ihn hätte. Wir wollen einem Bettler dann eine Mahlzeit ausgeben, die er aber abgelehnt hatte. 

Der Ton auf der Straße ist im Allgemeinen sehr rau und laut. Es fallen viele laute Autos auf den Straßen von David und man wird alle paar Meter lauthals angeschrien ob man nicht irgendwas kaufen möchte (von Unterhosen bis hin zu Drogen war hier wirklich alles dabei). Nach unseren 24 Stunden Aufenthalt in David waren wir froh als wir in unserem Anschlussbus weiter nach Panama City saßen.

La Paz – Bolivien

La Paz unterscheidet sich zu den anderen 5 Städten dadurch, dass die Stadt selbst charmant ist, allerdings die Tatsache das man sich zwischen 3.600 – 4.200 Meter bewegt sehr anstrengend ist und man regelmäßig mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat. Die Akklimatisierung an diese Höhe ist für uns Flachland Europäer gar nicht so einfach wie man denkt. So hat man dauerhaft das Gefühl unter einer leichten Höhenkrankheit zu leiden, sowie die Kurzatmigkeit, die in diesen Höhen ein ständiger Begleiter ist.

2 Kommentare zu „Die traurigsten und schrecklichsten Städte auf unserer Weltreise“

    1. Hallo Eddy, vielen Dank für das motivierende Kommentar. Wir haben lang überlegt ob wir solch einen Artikel bringen, haben uns dann aber doch dafür entschieden weil die meisten Blogger wirklich alles hoch loben – klar wir haben das Privileg solch eine Reise machen zu können und sollten deshalb alles positiv sein – aber es ist einfach nicht alles Gold was glänzt 🙂

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