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Wer einen wirklich schönen Ausblick über Quito möchte, oder auch dem Trubel der Großstadt für einige Stunden entkommen will, der sollte unbedingt den Pichincha besuchen. Der Pichincha ist der Hausberg von Quito. Der Vulkan verfügt über zwei Gipfel, von denen jedoch nur noch der höhere und von Quito abgewandte Gipfel aktiv ist. Der höhere Gipfel ist der Guagua Pichincha (auch Wawa Pichincha). Er misst 4794 Meter. Der kleinere Gipfel, den man von Quito aus sehen kann heißt Rucu Pichincha und ist 4690 Meter hoch.

Seit 2005 kann man den Rucu Pincha sehr gemütlich ein Stück mit einer Seilbahn hinauf fahren.

Wir packten also an einem sonnigen Mittwoch Vormittag unsere Sachen, riefen ein UBER und fuhren gemütlich zur Talstation TelefériQo Seilbahn.

Wo ist die TelefériQo Seilbahn?

Die  TelefériQo Seilbahn liegt am westlichen Stadtrand von Quito. Allerdings liegt sie selbst bereits ein gutes Stück bergauf. Ihre Talstation liegt auf ungefähr 3050 Metern  Höhe. Sie bringt ihre Passagiere auf die Bergflanke Cruz Loma auf rund 3950 Meter hinauf. Damit war sie zur Zeit ihrer Eröffnung die höchste Seilbahn der Welt.

Wie komme ich zur TelefériQo Seilbahn in Quito?

Der einfachste Weg zur  Talstation ist ein Taxi oder ein UBER, dan einen direkt an der Talstation absetzt.. Wer gut zu Fuß ist und ut mit der dünneren Luft klar kommt, kann jedoch auch mit dem Bus bis zur Haltestelle Antonio Jose de Sucre Y N25 oder Jose Berrutieta Y Antonio Jose de Sucre (2) fahren und von dort aus die knapp drei Kilometer bergauf bis zur Talstation laufen. Weitere Busstationen in der Nähe findet ihr bei Google Maps oder Rome2Rio.

Während wir mit dem UBER den teilweise recht steilen Berg hinauf fuhren, sahen wir auch einige Fußgänger die wir kein Stück beneideten.

Wie viel kostet die  TelefériQo Seilbahn in Quito?

Der Eintritt zur TelefériQo Seilbahn kostet 8,50$ für Erwachsene und 4,50$ für Kinder. Der Preis beinhalten die Fahrt hoch und wieder herunter. Freitag und an den Wochenenden können Erwachsene auch eine Fastpass für 11$ erwerben, mit dem sie an den Schlangen vorbei “vordrängeln dürfen”. Mit diesem Wissen im Hinterkopf empfiehlt es sich daher die Wochenenden für den Besuch zu meiden.

Wir kamen um etwa 10:00 Uhr an der Seilbahn an. Es war Mittwoch und nichts los. Max kaufte die Tickets und musste dazu nicht einmal anstehen. Auch in die Gondeln kamen wir sofort.

Wie hoch kann ich auf den Pichincha mit der Seilbahn fahren?

Die TelefériQo-Seilbahn bringt ihre Besucher auf eine Höhe von 3950 Metern. Dort ist eine Bergstation und ein Restaurant. Von der Bergstation führen mehrere Wege zu verschiedenen Aussichtsplattformen auf bis zu circa 4120 Metern. Von diesen hat man einen grandiosen Blick über Quito.

Wir hatten eine lustige Seilbahnfahrt mit einem langzeitreisenden Rentnerpärchen, mit dem wir uns wunderbar über die Reise austauschen konnten. Generell ist der Pichincha sicherlich der Ort in Quito, an dem man am besten andere Reisende kennenlernen kann. Die Fahrt dauerte knappe zehn Minuten

Was kann ich oben am Berg alles machen?

  • Zunächst einmal kann man natürlich auf dem Berg Pichincha die wunderbare Aussicht über Quito genießen. Dafür gibt es mehrere Aussichtsstellen.
  • Bei gutem Wetter hat man einen tollen Blick auf die Vulkane Cotopaxi, Cayambe und Sumaco.
  • Es gibt auf 4100 Metern eine Schaukel, auf der man in diesen tollen Ausblick hineinschaukeln kann.
  • An mehreren Stellen gibt es Holzliegen, auf denen man gemütlich die Aussicht genießen kann. Wer hier länger bleiben will, sollte allerdings eine Decke mitbringen.
  • In der Cafeteria der Seilbahn kann man mit sehr schönem Panorama kaffeetrinken.
  • Wer eine Drohne hat, kann diese auch auf dem Berg steigen lassen, sollte jedoch beachten, dass sie aufgrund der Höhe und des Windes deutlich längere Bremszeiten hat.
  • Es gibt auf 4100m einen Picknicktisch. We ihn ergattern will, sollte allerdings frühzeitig hier sein. Da er direkt neben der Schaukel ist, wird er allerdings durchgehend von fotografierenden Leuten belagert – er ist der perfekte Ort um andere Reisende kennenzulernen.
  • für 1$ kann man Fotos mit Lamas schießen

Wir haben unsere Drohne fliegen lassen, Martina ist ausgiebig geschaukelt und wir haben den Ausblick in vollen Zügen genossen. Natürlich haben wir auch viele Bilder geschossen. Auf den Gipfel sind wir nicht gestiegen. Das Lama haben wir auch nicht geknuddelt. Dafür haben wir uns mit einigen anderen Reisenden nett unterhalten.

Kann man den Pichincha besteigen?

Natürlich kann man auch den Gipfel des Pichincha besteigen – zumindest den Rucu Pichincha. Von den Aussichtsplattformen führt ein Weg zunächst über die Hochebene und dann in den Hang hinein. Zunächst ist der Weg gut befestigt . Nach und nach wandelt er sich jedoch zunächst immer mehr zu Geröll, später zu Sand. Daher ist gutes Schuhwerk und Trittsicherheit ein Muss. Der Ausblick vom Gipfel ist grandios. Die Wanderung zum Gipfel dauert je nach Konstitution etwas mehr als drei Stunden.

Beachtet, dass das Wetter in den Hochanden schnell umschlagen kann. Nehmt also entsprechende wetterfeste Ausrüstung mit.

Der Rucu Pincha wird gerne für Akklimatisierungswanderungen bestiegen, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Entsprechend sollten Personen, die nicht an die Höhe gewöhnt sind vorsichtig sein. Die Höhenluft kann tückisch sein.

Klar sollte sein, dass der Berggipfel kein Spaziergang wie auf die Aussichtsplattform ist. Wer ihn besteigen will, sollte schon etwas Erfahrung mit Bergen mitbringen.

Was sollte ich zum Pichincha unbedingt mitnehmen

  • Regenjacke / Windbreaker: Auf 4100 Metern ist es kalt und windig
  • Wasser: In der Höhe sollte man viel trinken, da der Körper mehr Wasser verbraucht
  • Picknick wer will: Wer einmal bei einer grandiosen Aussicht futtern will, hat hier die Gelegenheit.
  • Sonnenschutz: Selbst bei bewöltem Himmel solltet ihr euch unbedingt eincremen und ein Cappy aufsetzen. Man bekommt deutlich schneller Sonnenbrand als im Tal.
  • Schuhe mit gutem Profil, falls ihr den Berg weiter hinauf wollt.
  • Geld für Eintritt, Getränke und evtl. Fotos.