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Die Rainbowmountains in Peru nahe Cusco sind eine wichtige Sehenswürdigkeit

Die Rainbow Mountains heißen eigentlich Vinicunca und sind ein Berg und dessen Flanken in Peru, ungefähr zweieinhalb Stunden Fahrtzeit von der beliebten Touristenstadt Cusco entfernt. Der Vinicunca ist an seiner höchsten Stelle 5200 Meter hoch. Die beeindruckenden Streifen kommen durch Sedimentablagerungen zu stande, die sich über Jahrmillionen aufgetürmt haben. Die einst waagrechten Ablagerungen wurden durch die Plattentektonik, die auch die Anden auftürmte, nach oben gedrückt und stehen inzwischen beinahe senkrecht.

Die unterschiedlichen Farben kommen von unterschiedlichen Mineralien in den Sedimenten.

Die rote Farbe des Berges und auch des Redvalley kommt von Eisenoxid, auch bekannt unter dem Namen Rost. Eher rosane Streifen enthalten mehr Mangan oder Tonerde. Gelbe Streifen sind reich an Kupfer und Schwefel. Weißes Gestein ist reich an Calzium. Bei den grünlichen Streifen handelt es sich wohl um Eisen-Magnesium-Verbindungen.

Eine weniger glamouröse Ansicht der Rainbow Mountains. Zu erkennen sind dennoch die deutlichen Farbunterschiede

Wo buche ich eine Rainbow Mountains Tour?

Die Tour zu den Rainbow Mountains kann man getrost in Cusco buchen. Dort sind die Touren deutlich günstiger als im Internet. Außerdem gibt es unzählige Touren Büros in Cusco, die alle eine Tour zu den Rainbow Mountains im Programm haben. Derzeit (6/2019) gibt es noch keine Besucherbeschränkungen, wie etwa bei Machu Picchu, so dass es auch nicht nötig ist vorzubuchen. In der Hochsaison kann es allerdings so voll werden, dass inzwischen eine Limitierung der täglichen Besucherzahlen im Gespräch ist.

Die Frage “Was kostet eine Rainbow Mountains Tour” lässt sich allerdings nicht beantworten, ohne auch die Unterschiede bei der Rainbow Mountain Tour zu berücksichtigen. Möchte man eine Rainbow Mountain Tour mit Guide und Verpflegung oder ohne, wie groß soll die Gruppe sein und möchte man eine Rainbow Mountain Tour inklusive des Red Valley? Das alles kann den Preis für eine Tour in die Rainbow Mountains natürlich maßgeblich mit beeinflussen. In Cusco haben wir die Tour ab etwa 25$ angeboten gesehen. Wir selbst haben die Tour als Teils eines Paketes zusammen mit Machu Picchu und Sacred Valley für 262$ gebucht. Der größte Kostentreiber dabei war allerdings Machu Picchu.  

Nach unserem Eindruck, ist ein Guide, der einen auf den Gipfel begleitet für die Rainbow Mountain Tour nicht nötig. Allerdings sollte man selbst dann die Uhr im Auge behalten, da manche Touren zeitlich etwas knapp veranschlagt sind. Auch Verpflegung ist für die Rainbow Mountain Tour nicht unbedingt notwendig. Zumindest war das Essen bei unserer Tour nicht sonderlich gut. Möglicherweise zog sich Martina in dem kleinen improvisierten Hinterhof Restaurant bei dem wir hielten sogar ihre Amöbeninfektion zu.

Leider ist die Infrastruktur bei den Rainbow Mountains sehr schlecht. Man kann die Rainbow Mountains sicherlich auch ohne Tour besuchen. Sie sind allerdings einige Kilometer vom nächsten Ort Pitumarca entfernt. Es gibt in der Nähe nur wenige Restaurants und die Straße ist die letzten Kilometer dorthin nur ein einspuriger Schotterweg an einem Abhang, der zweispurig befahren wird. Mit dem eigenen Auto oder einem Leihwagen würden wir uns die Fahrt nur bei Tageslicht, mit einem geländegängigen Wagen und ein paar Stoßgebeten zutrauen (die wir auch als Atheisten und auch im Bus von uns gaben).

Die Rainbow Mountains Tour ab Cusco

Unsere Tour begann um kurz vor vier Uhr morgens. Eine alternative Tour hätte erst um sieben begonnen, was auch unserer Sicht auch angenehmer gewesen wäre.

Der erste Stopp unserer Tour war nach etwa zwei Stunden Fahrt in einem Lokal, dass diesen Namen eher nicht verdient. Es handelte sich um den Rohbau eines Hauses, der zwar Fenster hatte, ansonsten aber auf alle anderen Annehmlichkeiten wie eine Toilette verzichtete. Toiletten gab es übrigens im Hinterhof. Die Toiletten wurde sogar mite einem Duschvorhang vor Blicken abgeschirmt. Im Lokal waren lange Holztafeln aufgebaut. Es gab Omelett aus einem Ei für jeden, süßliches Brot mit Butter und Marmelade. Dazu Tee, Kaffee oder Kakao. Alles in Allem ein ausreichendes aber nicht reichhaltiges Frühstück.

Dann ging es weiter zum Vinicunca. Die Straße dorthin ist erst holprig und dann ein Schotterweg. Wir fuhren noch durch ein paar Dörfer. Der letzte Teil der Strecke ging sehr steil an einem Hang entlang und ist definitiv nichts für Fahrer mit Höhenangst.

An einem Stand am Straßenrand noch vor dem Parkplatz gilt es die Summe von 10 Soles Eintritt für die Rainbow Mountains oder  20 Soles für die Rainbow Mountains inklusive Red Valley zu bezahlen.

Dann hielten wir auf einem Parkplatz auf ungefähr 4600 Metern. Von dort aus ist die Strecke in die Rainbow Mountains nicht zu verfehlen. Ein breiter Strom an Touristen zieht sich den Berg hinauf. Zunächst geht es sehr flach die Bergflanke entlang.

We möchte kann sich für 60 Soles mit einem der zahlreichen Pferde auf den Berg bringen lassen. Allerdings sollten Leute die reiten wollen etwas auf den Zustand der Tiere achten und auch darauf, dass das Pferd eine geeignete Größe für sie hat. Bei dem ein oder anderen Pony mit ausgewachsenen und übergewichtigen Reitern hatten wir ein wenig Mitleid.

Der Aufstieg auf die Rainbow Mountains

Erst gegen Ende der Rainbow Mountains Tour kommt ein steiler Anstieg. Die Höhe sollte man dennoch nicht unterschätzen. Auch geübte Wanderer kommen hier aus der Puste. Die Höhe birgt generell immer das Risiko an der Höhenkrankheit zu erkranken.

Der Weg ist breit und gut begehbar. Beim letzten Anstieg liegt jedoch einiges an Schnee, der von den Füßen der zahlreichen Touristen zu kompakten Eisfeldern zertreten wurde. Auf halber Höhe des Gipfels gibt es zwei kleine improvisierte Stände, die Schokoriegel und Kaltgetränke verkaufen.

Kurz unterhalb des Gipfels gibt es bereits eine beliebte Aussichtsstelle über dem berühmten Regenbogen Felsen. Hier verkaufen ein paar ältere Damen auch Tee an die Touristen, die bei unserem Besuch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und kaltem Wind vor sich hin zitterten.

Außerdem kann man hier einen Stempel für seinen Pass als Andenken bekommen. Dieser kostet 2 Soles.

Dann geht es die letzten Meter auf den Berg hinauf. Bei unserem Besuch war es ziemlich eisig und ein paar Leute in Turnschuhen kamen uns entgegen gerutscht.  Am kompletten Gipfel sollte man etwas aufpassen, denn er hat die Form einer Halbkugel und an den Seiten geht es ungesichert sehr steil hinunter.

der Blick am Gipfel ist natürlich grandios, dennoch ist es schwer gute Bilder zu machen, denn es ist viel los.

Blick vom Gipfel auf die Rainbow Mountains

An diesem Punkt verlor sich unsere Gruppe komplett aus den Augen und wurde erst nach und nach im Gedränge am Berghang wieder eingesammelt.

Red Valley

Der weitere Weg ins Red Valley führt einen Berghang schräg hinauf. Er ist zwar nicht ausgeschildert aber bis auf den weg, den man gekommen ist, der einzige Weg, auf dem Leute unterwegs sind. An einem Bergrutsch standen ein paar Angestellte und weisen den weiteren Weg.  Wir wurden hier von einem Schneesturm erwischt. Mit den Köpfen vom Wind abgewandt mussten wir einige Minuten ausharren, bis es überhaupt möglich war weiter zu laufen.

Weg ins Red Valley bei gutem Wetter: Foto IG @venture_of_life

Anschließend klarte es zum Glück auf, so dass wir auf dem Grad und einem anschließenden Hügel einen weiteren tollen Blick über die Rainbow Mountains und das komplette Red Valley hatten.  Von hier aus trennte sich der Weg. einer ging zurück in Richtung Parkplatz, ein weiterer würde tiefer in die bunten Täler führen. Leider mussten wir zurück. Durchgefroren wie wir waren, hielt sich der Entdeckergeist auch etwas in Grenzen.

Red Valley bei unserem Besuch mit Schnee
Red Valley bei schönem Wetter. Foto @venture_of_life

Die Landschaft im Red Valley ist außergewöhnlich. Die Hänge der Berge erstrahlen in verschiedenen Rottönen. Nach und nach heben sich sattgrünen Feuchtwiesen kontrastreich davon ab.

Wir haben es eilig, denn es ist Regen vorhergesagt. Im Falle von Gewitter wurde uns vorab eingebläut alle elektronischen Geräte auszuschalten.

Tal und Weg der Rainbow Mountains. Im Hintergrund sieht man einen Gletscher

Der Weg führt das Tal entlang und am Ende um einen Hügel herum. Im Tal gibt es ein paar vereinzelte Häuser, die wir aus der Ferne sehen, Alpakas und ein paar kleine Seen.

Am Ende sitzen wir erschöpft und durchgefroren wieder im Bus.

Es geht zurück in das kleine “Lokal” um dort Mittag zu essen. Es gibt Guacamole, Salat, Süßkartoffeln und zwei verschiedene Hähnchengerichte als Buffet.

Fazit Rainbow Mountains Tour

Die Rainbow Mountains Tour ist ein schöner Tagesausflug ab Cusco. Die Fahrzeit von insgesamt über fünf Stunden ist etwas lästig. Die Tour ist nur für Leute geeignet, die auf die Höhe von mindestens Cusco ausreichend akklimatisiert sind. Das Wetter in den Rainbow Mountains ist sehr wechselhaft. Daher sollte man den Zwiebellook bevorzugen. Freunde, die zwei Tage vor uns da waren sie, hatten keinerlei Schnee und liefen ohne Jacke herum .

Das Red Valley: Foto IG: @venture_of_life

Die Berge sind bei weitem nicht so strahlend, wie manche Bilder vermuten lassen, aber die bunten Streifen sind deutlich zu sehen. Dank Instagram und Co sind sie auch kein Geheimtipp mehr und man muss um schöne Bilder kämpfen. Dennoch ist es faszinierend die Landschaft zu sehen und wir würden die Tour auf jeden Fall empfehlen. Das Red Valley würden wir auf jeden Fall als Abstieg empfehlen. Es ist deutlich weniger touristisch, sehr schön und kein großer Umweg, so dass man es gut auf dem Rückweg noch mitnehmen kann.


Vielen Dank Jenny und Moritz @ventue_of_life für die tollen Fotos bei Sonnenschein, darunter auch das Beitrags-Titelbild 🙂