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Länderinfo FAQ

Was ist Bolivien und wo liegt Bolivien?

Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika. Der Staat hat eine mehr oder weniger dreieckige Form. Vom Pazifik im Westen trennen Bolivien Peru und Chile ab, nordöstlich liegen Brasilien und im Südosten liegen Paraguay und Argentinien.  

Bolivien wurde offiziell im Jahre 1825 mit seiner Unabhängigkeit von Spanien gegründet. Der Name Bolivien geht sogar auf Simón Bolívar, dem Freiheitskämpfe, der die Unabhängigkeit erreichte, zurück. Im Jahr 2009 kam es allerdings zu einer Neugründung unter neuer Verfassung, was zu einem großen Teil jedoch auch eine politische Finte war, um die Amtszeitenbegrenzung von Präsident Morales von 2 auf 3 Legislaturperioden zu verlängern. Der offizielle Name von Bolivien lautet seit dem Plurinationaler Staat Bolivien.

Welche Sprache spricht man in Bolivien bzw. was ist die Landessprache von Bolivien?

In Bolivien gibt es sage und schreibe 36 offizielle Landessprachen. Neben Spanisch, das von immerhin beinahe 70% der Einwohner gesprochen wird, sind vor allem außerhalb der großen Städte noch die indigenen Sprachen Quechua, Aymara  und Guaraní  anzutreffen. Jedes Departmento von Bolivien muss mindest eine Sprache neben Spanisch als Amtssprache verwenden. 

Wie viel Zeitverschiebung hat Bolivien und wie spät ist es jetzt in Bolivien?

Bolivien hat keine Zeitumstellung zwischen Sommer und Winterzeit.

Nach deutscher Winterzeit hat Bolivien  -5h Zeitverschiebung zu Deutschland

Nach deutscher Sommerzeit hat Bolivien -6h Zeitverschiebung zu Deutschland

Das bedeutet wenn es in Deutschland 18:00 Uhr Abends ist, ist in Bolivien (deutsche Winterzeit) 13:00 Uhr oder (deutsche Sommerzeit) 12:00 Uhr mittags des selben Tages.

Was ist die Hauptstadt von Bolivien?

Die Hauptstadt von Bolivien ist bereits seit der Staatsgründung 1826 Sucre. Allerdings ist der Regierungssitz von Bolivien in La Paz. Dorthin zog die Regierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, da Sucre zu abgelegen liegt. Ähnlich wie Deutschland mit Berlin und Bonn, hat Bolivien damit eine Art zweite Hauptstadt. Der oberste Gerichtshof von Bolivien sitzt weiterhin in Sucre, der Präsidentschaftspalast, der Kongress und die Wahlkommission hingegen sitzen in La Paz. 

Welche Währung hat Bolivien?

Die Währung Boliviens heißt Boliviano (Bs oder BOB). 

Wie nennt man die Einwohner Boliviens?

Die Einwohner Boliviens nennt man Bolivianer (der Bolivianer, die Bolivianerin)

Die Flagge Boliviens: Das Wappen sieht man eher in einem offiziellen Kontext. Normalerweise wird die Flagge ohne Wappen verwendet. Die Kriegsflagge hat zudem noch einen Lorbeerkranz um das Wappen.

Sicherheit in Bolivien:

Wie sicher ist Bolivien?

Wir persönlich hatten Bolivien schlimmer erwartet. Viele Häuser werden nie richtig fertig gestellt, was den Gemeinden eine extrem ärmliches und heruntergekommenes und ärmliches Aussehen verleiht. Schuld daran ist allerdings ein Steuerschlupfloch, da man erst ab Fertigstellung Grundsteuer bezahlen muss. Dennoch darf man nicht vergessen, dass Bolivien nach wie vor als das ärmste Land Südamerikas gilt. 

Wir empfehlen auf jeden Fall die üblichen Sicherheitsvorkehrungen für Touristen zu befolgen, sehr abgelegene arme Gebiete zu meiden, vor allem nachts vorsicht walten zu lassen und Wertgegenstände im Hotel zu lassen und nicht zur Schau zu stellen. 

Hier findet ihr unsere Zusammenstellung für Tipps bezüglich Sicherheit beim Reisen

Die App Geosure bewertet Bolivien im Großen und Ganzen mit einem Score von 50-60 (0 sicher, 100 tot, Deutschland 34). Damit liegt es im gleichen Bereich wie seine Nachbarländer. Allerdings können einzelnen Stadtviertel auch Wertungen von bis zu 80 Punkten erzielen, und sollten daher wie eben erwähnt unbedingt gemieden werden. 

Die Bolivianer sind im Vergleich zu vielen anderen Staaten, die wir bereist haben ein eher verschlossenes Volk. Es ist daher oft etwas schwierig mit ihnen in Kontakt zu kommen. Sollten Leute sehr offen und vielleicht sogar etwas aufdringlich auf Euch zugehen, ist das auf jeden Fall ein Grund Misstrauisch zu werden und vermehrt Vorsicht walten zu lassen. 

Bolivien liegt an der seismisch aktiven Zone des zirkumpazifischen Feuergürtels. Hier gibt es Geysire, aktive Vulkane und es kann zu starken Erdbeben kommen. Von den Erdbeben sind die Küstenregionen meist mehr betroffen als die Hochandenregionen oder das Hinterland. Meidet daher Quartiere an steilen Berghängen, direkt am Meeresufer oder Gebäude, die instabil wirken.

Mehr zur Vorsorge und zum richtigen Verhalten bei Erdbeben findet ihr hier. 

Ein weiterer Punkt, den wir Euch sehr nahe legen wollen, ist es die Höhe nicht zu unterschätzen. Die Höhenkrankheit ist nicht nur fürchterlich unangenehm sondern kann auch gefährlich werden. Akklimatisiert Euch daher langsam ab Höhen von ca 2000 Metern und vermeidet es aus tiefliegenden Gebieten in die Hochanden zu fliegen. Auch der Titicacasee, La Paz und die Uyuni sollten nicht direkt angeflogen werden, wenn ihr die Höhe nicht gewohnt seid. 

Informationen zur Höhenkrankheit

Topographische Karte Boliviens (hier seht ihr wie hoch einzelne Orte liegen)

Das Auswärtige Amt hat eine Liste an Warnungen für Bolivien. Diese scheinen uns allesamt sehr vernünftig. Lasst Euch davon nicht verrückt machen, aber werft mal einen Blick hinein.

Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Bolivien

Auch wenn das Auswärtige Amt bei vielen Reisenden als Panikmacher verschrien ist, würden wir euch raten, die Hinweise vor eurer Reise durchzulesen. Lasst euch dadurch nicht total verunsichern, denn Bolivien ist ein vielseitiges und spannendes Reiseland. Dennoch ist es gut im Hinterkopf zu haben, was passieren kann, um im Zweifelsfall angemessen vorsorgen oder reagieren zu können. 

Hier haben wir Euch die Highlights des Auswärtigen Amtes aber auch noch einmal knapp zusammengefasst: 

  • Kurzentführungen in Taxis: Ihr werdet in abgelegene Orte gefahren, zum Geldabheben gezwungen oder Eure Kreditkarte samt Pin erpresst – offizielle Funktaxis verwenden!
  • Falsche Polizisten: Täuschen Personenkontrollen vor. Nehmen Euch Wertgegenstände ab oder nehmen Euch mit aufs “Revier” um Euch in abgelegenen Orten auszurauben. Masche ähnlich wie bei den Taxis – Polizeikontrollen auf offener Straße sind unüblich, daher absolut verdächtig. Dienstausweis zeigen lassen, Polizeidienststelle anrufen und nachfragen.

In Bolivien besteht übrigens Ausweispflicht. Habt daher immer einen Ausweis dabei. In Diskotheken und Bars wird teilweise wirklich kontrolliert und die Polizei darf Euch bis zur Feststellung Eurer Personalien auch festhalten. 

  • Trickdiebstähle, Taschendiebstähle oder inoffizielle Geldwechsler die mit Geld abhauen. Besonders an Touristischen Orten (Busbahnhöfen, Plätzen, Sehenswürdigkeiten)
  • K.O. Tropfen in Bars und Discotheken, Raub und Vergewaltigungen – Keine offenen Speisen und Getränke annehmen von Fremden – Auch in Nachtbussen! 
  • Vergiftungen bei Ayahuasca Zeremonien – In Bolivien halluzinogene Pflanzen meiden – Im Nachbarland Peru gibt es eine Art offizielle Zertifizierung von Anbietern. 
  • Missbrauch als Drogenkuriere: Kein fremdes Gepäck mitnehmen, Vorsicht mit Lockangeboten im Internet. Gepäck abschließen. 
  • Malaria, Gelbfieber und Dengue-Fieber

Flüge und Anreise nach Bolivien

Bolivien hat drei internationale Flughäfen. Den Flughafen von El Alto, bei La Paz (LPB), den kleineren Flughafen von  Cochabamba (CBB) und den Flughafen von Santa Cruz (VVI). Falls ihr die Höhe von 3500-4000 Metern rund um El Alto / La Paz nicht gewohnt seid, solltet ihr dem niedriger gelegenen Flughafen von Santa Cruz (~430m) den Vorzug geben. Der Flughafen von Cochabamba  liegt mit ~2500 Metern in einem gerade noch akzeptablen Bereich. Der größte Flughafen des Landes ist entsprechend der Flughafen von Santa Cruz „Viru Viru Internacional“. 

Derzeit bietet keine einzige Fluglinie Direktflüge nach Bolivien an. Mit Umsteigen, Beispielsweise in Madrid oder den Nachbarstaaten wie Peru kommt man allerdings mit den Fluglinien Iberia, Copa Airlines, Avianca, Air europa und LATAM Airlines nach Bolivien. 

Der beste Flug nach Bolivien in unserem Test war ein Flug Köln nach Madrid und von da nach Santa Cruz für 430€. Die Flugzeit nach Bolivien beträgt dabei 16h und 35  Minuten

In Bolivien, wie auch in vielen anderen Ländern Zentral und Südamerikas, werden Reisende gelegentlich ohne ihr Wissen als Drogenkuriere missbraucht. Daher solltet ihr Ausschließlich Euer eigenes Gepäck mitnehmen, keine Gepäck von anderen Reisenden, Fremden oder Bekannten denen ihr nicht zu 100% vertraut. Lasst Euer Gepäck auch nicht unbeaufsichtigt, sperrt es wenn möglich ab und vertraut keinen dubiosen Lockvogelangeboten, die versprechen euch Reisen zu finanzieren. 

Man kann aus den meisten Nachbarländern auch Problemfrei über Land nach Bolivien einreisen. Die größten Hindernisse dabei sind das eher dürftige Straßennetz und die Öffnungszeiten der Grenzen. Wichtig ist es an der Grenze wie üblich zu prüfen, dass ihr den Ausreisestempel des Vorgängerlandes und den Einreisestempel für Bolivien bekommt. Die Stempelt müsst ihr euch üblicherweise an getrennten Stationen holen, die auch einige Kilometer auseinander liegen können (z.B. am Grenzübergang bei San Pedro de Atacama von Chile aus). Besonders bei Busreisen ist es wichtig auf die vollständigkeit der Stempel zu achten, da diese bereits in seltenen Fällen durchgewunken wurden.  Auf dem Stempel muss ein Datum vermerkt sein und darauf muss eine Nummer an Tagen notiert sein. Diese zeigt die Länge Eures Visa. Sollte Euch ein Stempel, Zahl oder Datum fehlen, weist den Beamten darauf hin oder wendet Euch umgehend an die nächste Migrationsbehörde. 

Zusammenfassung der Einreisebestimmungen von Bolivien

Für die Einreise nach Bolivien genügt der deutsche Reisepass, der jedoch bei der Einreise mindestens noch sechs Monate gültig sein muss. Normalerweise bekommt ihr ein Visa von 30 Tagen, das ihr durch Verlängerung oder Visahopping (Ausreise und direkte Wiedereinreise) auf bis zu 90 Tage pro Kalenderjahr ausdehnen könnt. Weiterreisetickets werden bei der Einreise nach Bolivien für gewöhnlich nicht verlangt, dafür aber gelegentlich eine Vorlage der Gelbfieberimpfung. Alleinreisende mit minderjährigen Kindern brauchen bisweilen eine Vollmacht des nicht mitreisenden Elternteils. 

Klima & Wetter in Bolivien

Die Regenzeit in Bolivien geht von November bis April. Von Mai bis Oktober ist es hingegen trocken. Dies ist auch für den Besuch des wichtigsten Touristen Ziels dem Salar de Uyuni wichtig, da man nur in der Regenzeit hier einen riesigen Spiegel hat, der Salar dafür aber nur eingeschränkt befahrbar ist. 

Der wichtigste Faktor bei Klima und Wetter in Bolivien ist die Högenlage. Große Teile des Landes liegen in den Hochanden bei über 1500 Metern und höher. Besonders dicht besiedelt ist dabei das Altiplano, eine Hochebene zwischen 3000 und 4000 Meter. Dort ist das Klima gemäßigt frisch. Die Temperaturen schwanken zwischen Tag und Nacht stärker als zwischen Sommer und Winter. Wer das Altiplano besuchen möchte sollte mit herbstlichen Temperaturen rechnen und warme Kleidung einpacken. Eine dicke Jacke und eine Mütze sind hier unerlässlich. 

Im Salar Uyuni und dieser Region können die Temperaturen nachts auch deutlich unter den Gefrierpunkt sinken und auch tagsüber ist es meist alles andere als warm. 

Im Nordosten des Landes sind jedoch keine Berge. Hier ist das Klima ganzjährig tropisch heiß mit Temperaturen über dreißig Grad und viel Regen. Hier solltet ihr auf jeden Fall leichte Kleidung und Mückenschutz mitbringen. 

Sehenswürdigkeiten in Bolivien

Städte in Bolivien

  • La Paz: Regierungssitz in Talkessel mit Seilbahnen 
  • El Alto: Ehemaliger Bezirk von La Paz, höchste Metropole der Welt
  • Sucre:  Kolonialstadt der Spanier aus dem 16. Jahrhundert, Hauptstadt Boliviens, UNESCO Weltkulturerbe. Berühmt für weiße Häuser und Schokolade. 
  • Santa Cruz de la Sierra: größte Stadt Boliviens, Wirtschaftszentrum (eher wenig touristisch)
  • Cochabamba: Berühmt für das Marienfest im August die  Fiesta de la Virgen de Urkupiña
  • Oruro: Berühmter Karneval im Februar, drei Tage bis Rosenmontag. Indigenenfasching am Gründonnerstag. Hotels und Busse oft weit im Voraus ausgebucht. 
  • Potosí: Bergbaustadt mit Silberminen  aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Weltberühmte Innenstadt di zu den prachtvollsten und best erhaltensten Kolonialstädten der Welt zählt. 
  • Tarija: Landschaftlich schön, alte Gebäude, Kultur, Paläontologie und Astronomie
  • Copacabana: Kleinstadt am Titicacasee
  • Coroico und Chulumani: Dörfer nahe der Death Road, schön um das ländliche Bolivien kennenzulernen

Natur & Nationalparks in Bolivien

Kulturelle Stätten und Ruinen in Bolivien

  • El Fuerte: Inkastädte bei Samaipata. Erste Siedlun aus der Präinkazeit ab ca. 1500 v. Chr
  • Tiwanaku (auch Tiahuanaco): Archäologische Stätte aus der Prä-Inka Zeit ab ca. 1500 v. Chr
  • Jesuiten Mission der Chiquitos: Die sechs Stätten wurden als ideale Städte gegründet. 

Transport in Bolivien

Leihwagen in Bolivien

Der Verkehr, vor allem in den Städten in Bolivien ist chaotisch und die meisten Verkehrsteilnehmer halten sich kein bisschen an Verkehrsregeln. Außerorts sind die Straßen häufig schlecht ausgebaut und löchrig. Viele Strecken sind nur mit einem Offroadfahrzeug befahrbar

Tankstellen gibt es in manchen Gebieten nur wenige. Ihr solltet daher tanken wann immer möglich. 

Falls ihr die Salar de Uyuni Tour mit einem eigenen Fahrzeug fahren wollt, tut dies in einer Gruppe, mit mindestens einem Fahrer der die Strecke kennt. Die Strecke ist nicht ausgeschildert, teilweise ohne Straßen und es besteht die Gefahr, dass in der Salzwüste das Auto versinkt. Zudem solltet ihr auf jeden Fall Offroad-Erfahrung mitbringen. 

In Bolivien benötigt ihr den internationalen Führerschein, der nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein gültig ist. 

Taxi in Bolivien

Taxis in Bolivien sind im Vergleich zu Taxis in Deutschland sehr günstig. Als Tourist zahlt man jedoch meist etwas mehr als als Einheimischer. Vor allem allein reisenden Frauen sollten darauf achten nur offizielle Funktaxis zu nehmen und nicht mit dem Taxi alleine überland reisen. Achtet bei Taxis in Städten darauf, dass sie sichtbar als Taxis gekennzeichnet sind und auch der Firmenname gut erkennbar ist. Falls ihr nachts Taxi fahren wollt, lasst Euch eines von Eurem Hotel oder den Restaurants rufen. Neben Taxis gibt es auch Fahrdienstleister wie UBER in Bolivien. Allerdings gibt es je nach Region nur wenige Fahrer, wenn überhaupt, so dass das System nicht wirklich gut und nur mit vielen Abbrüchen und langen Wartezeiten funktioniert. 

Busse und öffentlicher Nahverkehr in Bolivien

Bolivien hat ein gut funktionierendes und günstiges Bussystem. Busanbieter sind gesetzlich verpflichtet sich an ihre Fahrpläne zu halten, daher sind diese sehr zuverlässig. Es gibt verschiedene Arten von Bussen in Bolivien. Je nach Zielort, kann es sein, dass auch nur Minibusse fahren. Normalerweise sind Busse günstiger, wenn ihr sie nicht im Voraus bucht. Das ist normalerweise auch nicht notwendig. Wenn ihr sehr aufs Budget schauen müsst, kommt erst eine Stunde vor Abfahrt (je knapper desto günstiger) und lasst Euch nicht von den herumlaufenden Herren ansprechen, da diese meist teurer sind. Falls ihr es jedoch gemütlich haben wollt, sind die Herren auch nicht so viel teurer und meist sehr hilfsbereit. 

In bolivianischen Bussen gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. Lasst Euer Gepäck nicht unbeaufsichtigt, legt das Handgepäck unter Eure Beine, nicht auf die Ablage über Kopf. Nehmt zudem wie oben beschrieben keine offenen Getränke oder Speisen von Mitreisenden an, da es hier vereinzelt Fälle von Raub mittels K.O. Tropfen gab. 

Flüge innerhalb Boliviens

Flüge innerhalb Boliviens sind meist relativ günstig und auf Langstrecken einfacher als Busfahrten. Die wichtigsten Fluggesellschaften innerhalb Boliiviens sind Amaszonas, Boliviana de Aviación – BoA und Ecojet 

Züge innerhalb Boliviens

In Bolivien gibt es vier Zugstrecken. Die Hauptstrecken dabei sind Uyuni – Oruro und Puerto Quijarro – Santa Cruz. Diese Strecken können auch online gebucht werden. Die Strecken insgesamt laufen von Villazón an der argentinischen Grenze über Tupiza und Uyuni nach Oruro beziehungsweise von der brasilianischen Grenze nach Santa Cruz und von dort in Richtung Süden nach Yacuiba. Eine weitere kleine Strecke führt von Sucre nach Potosi. 

Die Zugfahrten sehen im Ruf dank der Landschaft vor den Fenstern sehr schön zu sein, aber manchmal auch Zeit und Nervenaufreibend. 

Hotels in Bolivien

Wie die meisten Wohnhäuser und Restaurants in Bolivien, wirken auch viele Hotels nicht ganz fertig oder etwas heruntergewohnt. Wirklich schöne Hotels sind eher rar und eher im gehobenen Preissegment anzutreffen. Wichtig bei der Wahl des Hotels ist in Bolivien darauf zu achten, dass es Warmwasser und eine Heizung gibt. Beides ist keine Selbstverständlichkeit. Da in Bolivien Einfachverglasungen üblich sind, kühlen Räume nachts sehr leicht aus.

Falls ihr plant den Salar de Uyuni zu durchqueren, packt Euch warme Kleidung ein, da die Hotels hier teilweise so richtig kalt werden nachts. Auch ein eigener Schlafsack, Wärmflaschen und Taschenwärmer, können Euch hier durch die Nächte retten. 

Bei Touren mit Gruppenzimmern hört man häufig, dass Wertgegenstände abhanden gekommen sind. Schießt Eure Taschen daher nach Möglichkeit ab.

Erfrischungstücher können notfalls für ein paar Tage die Dusche ersetzen. 

Generell ist es auch in Kolumbien üblich, dass es in den Hotels Handtücher und Toilettenpapier gibt. Doch gerade in billigen Absteigen würden wir uns nicht komplett darauf verlassen und selbst etwas dabei haben. Auch in öffentlichen Toiletten gibt es nicht immer Klopapier, daher ist es besser immer ein wenig in der Jackentasche zu haben. 

Viele Hotels in Bolivien haben kein WIFI. Vorhandenes WIFI ist meist sehr langsam. 

Essen in Bolivien

Die meisten klassischen Gerichte in Bolivien bestehen aus Kartoffel, Reis, Gemüse und Fleisch. Auch Quinoasuppe mit Gemüse ist ein verbreitetes Gericht. Allgemein ist die bolivianische Küche eher sehr mild gewürzt, so dass Touristen gerne zum Salzstreuer greifen. Vorsicht ist allerdings bei den Soßen geboten, die sind gerne auch einmal scharf. 

Bolivien gilt als das Geburtsland der Kartoffel. Kein Wunder also, dass die Knolle allgegenwärtig zu sein scheint. Daneben essen die Bolivianer gerne Fleisch. Rind ist sehr verbreitet, Huhn ebenso. Aber auch Schwein und Lama finden sich auf vielen Speisekarten. Im ländlichen Raum gibt es zudem bisweilen Kaninchen und Meerschwein.

Das Mittagessen (Almuerzo) in Bolivien besteht klassischerweise aus einer Suppe, einem Hauptgericht und einem Nachtisch. Manchmal gibt es auch noch einen Appetizer vorne weg. Das ganze wird als Menü in vielen Lokalen ab ca. 15 Bs. angeboten.  

In Städten wird die lokale Küche auch von Streetfood-Ständen geprägt. Hier kann man Empanadas, gegrillten Fisch und Eintöpfe kaufen. In manchen Gemeinden brauchen Streetfood-Stände sogar spezielle Hygiene-Lizenzen. Wir würden den Ständen mit einem kritischen Auge begegnen aber ihnen auf jeden Fall eine Chance geben. Was wir empfehlen können, ist das Riesenpopcorn, das vor allem in der Gegend um den Titicacasee an den Straßenständen verkauft wird. 

Fazit: Lohnt sich eine Reise nach Bolivien

Bolivien ist ein landschaftlich überragend vielseitiges Land, dessen Naturschönheit noch viel zu wenig internationale Beachtung findet. Wegen der extremen Höhe von oft über 4000 Metern eignet es sich allerdings für Europäer nicht als Urlaubsland. Zu lange sind die Zeiträume, die an für die Akklimatisierung einrechnen muss. Zudem ist Bolivien ein Land, das wirtschaftlich noch viel nachzuholen hat. Das fängt bei der Infrastruktur an, betrifft aber auch die Gesundheitsversorgung und nicht zuletzt auch die touristische Infrastruktur. Es gibt zwar eine touristische Infrastruktur, doch die Standards sind so viel niedriger als in vielen anderen Ländern (auch dem Klima und der Höhe geschuldet), dass es insgesamt ein sehr anstrengendes Reiseland ist. Auch das Risiko von Malaria und anderen Tropenkrankheiten ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, der Reisen in flachere Gebiete unattraktiv macht. 

Andererseits möchten wir gerne eine Lanze für Bolivien brechen. So froh wir waren anschließend in Chile wieder in flachere und westlichere Regionen zu kommen, so sehr haben wir auch unsere Zeit im Hochland genossen. Die Eindrücke die wir in der Zeit gewinnen konnten waren unbeschreiblich. Dennoch ist Bolivien kein Tourismusland um seine ein bis zwei Wochen Jahresurlaub zu verbringen. Als Reiseland bei längeren Aufenthalten in Südamerika und vor allem der Andenregion, würden wir es Euch aber absolut ans Herz legen.