Der Chiang Sean Mekong Fluss in Thailand bei Sonnenaufgang

Das Goldene Dreieck im Norden von Thailand

Das Goldene Dreieck liegt im hohen Norden von Thailand. Es ist ein sagenumwobenes Gebiet und gehört zu den beliebtesten Touristenzielen in einem Thailand Urlaub. Wir erzählen Dir von den schönsten Sehenswürdigkeiten, die Dich bei einer Goldenes Dreieck Rundreise erwarten.

Goldenes Dreieck Rundreise: Ort mit mystischem Ruf

Um das Goldene Dreieck Thailand ranken sich Mythen und Legenden von Warlords und dem Opiumanbau in den nebelverhangenen Bergen. Diese Geschichten haben einen wahren Kern, der die Goldenes Dreieck Rundreise so spannend macht. Eigentlich umfasst die Region etwas mehr als nur Thailand: Es handelt sich um das Dreiländereck beim thailändischen Ort Sop Ruak im Norden, zu welchem Gebiete von Laos und Myanmar gehören. Sie liegen alle am Ufer des Flusses Mekong. Ursprünglich bezeichnete man sogar ein noch viel größeres Areal als das Goldene Dreieck: Es gehörten auch Teile von Südchina und Vietnam dazu. Seit Jahrhunderten bauen die einheimischen Farmer hier Schlafmohn an, den sie traditionell zu Opium verarbeiten, das in früheren Zeiten teilweise in Maßeinheiten des Goldes aufgewogen wurde. Damit entstand der heute noch geläufige Name „Goldenes Dreieck“. Es ist ein relativ schwer zugängliches Gebiet in den Bergen. Seine Bewohner entzogen sich bis ins vorige Jahrhundert hinein einer eindeutigen Staatszugehörigkeit. Bis zur Gegenwart leben sie eher nach ihren eigenen Gesetzen.

Welche Sehenswürdigkeiten bietet das Goldene Dreieck?

Bei einem Thailand Urlaub gehört die Region zu den größten Touristenattraktion, weil es eine über Jahrhunderte zurückreichende Kultur bietet, die von einer wunderschönen Natur umgeben ist. Der Mythos des Mohnanbaus und der Opiumherstellung hat sich gehalten, auch wenn beides höchstens noch vereinzelt und im Verborgenen stattfindet, und zwar eher in den tiefen Bergen von Laos und Myanmar. Dort leben die Völker der Shan, Wa und Akha, die sich nur schwer den Gesetzen beugen. Auf thailändischer Seite hingegen sind kaum Mohnfelder zu entdecken, die meisten Touristen sehen sie nie. Das ist auch gut so, denn die Droge gilt als sehr gefährlich. Die heutige thailändische Königsfamilie warnt daher davor, die Gesetze dagegen sind sehr streng. Für Touristen interessant sind in der Tat die Sehenswürdigkeiten des Goldenen Dreiecks, so etwa das rund zehn Kilometer außerhalb des Ortes Chiang Saen gelegene Doi Tung Development Project. Es ist ein interaktives Museum, über das die thailändische Königin Mutter die Schirmherrschaft übernommen hat. Auf 40 Hektar Fläche ließ sie einen Golden Triangle Park anlegen, der das Goldene Dreieck Thailand abbilden soll. Sein Herzstück ist das besagte Museum, dessen Ausstellungsfläche allein 5.600 Quadratmeter groß ist. Der Realisierung des Projekts gingen zehn Jahre Forschung voraus. Besucher betreten das Museum über einen Tunnel von 140 Metern Länge, der mit Tönen und Bildern die Höllenqualen von Opiumabhängigen darstellt. Er führt durch einen Hügel ins Museum, wo Dich zuerst ein Kinoraum erwartet. Hier läuft ein Film zur Entstehung des Museums und den Intentionen der Königsfamilie. Anschließend erfährst Du in einem Kuppelsaal alles über die 5.000-jährige Geschichte der Region und ihres Opiumanbaus. Es folgt ein nachgebautes Schiff, das den großen Seefahrern gewidmet ist und in welchem auch von den Opiumkriegen zwischen Großbritannien und China erzählt wird. Der chinesische Kaiser und die Queen Victoria erzählen sie höchstpersönlich. Die Ausstellung über das Goldene Dreieck Thailand greift auch Aspekte der wirtschaftlichen Bedeutung von Opium, seiner Herstellung und seiner kunstvollen Gebrauchsgegenstände auf. Weitere Exponate sind unter anderem chinesische Porzellangegenstände. Das Museum ist täglich außer am Montag geöffnet (08:30 – 17.30 h). Kameras sind nicht erlaubt.

Vom Museum nach Chiang Rai

Die nächstgelegene Stadt im Norden ist Chiang Rai, wo die größte Attraktion für Touristen der königliche Tempel Wat Phra Kaew ist. In ihm befand sich früher der weltberühmte Smaragd-Buddha, der eigentlich aus Jade besteht und heute in Bangkok ausgestellt wird. Er ist das Nationalheiligtum der Thailänder, in Chiang Rai ist eine Kopie zu besichtigen. In der Nähe des Tempels Wat Phra Kaew befindet sich Navel City Pillar, ein Denkmal in Form von über 100 Khmer-Säulen. Außerdem ist das Museum Fah Luang mit seinen Lanna-Artefakten zu besichtigen. Beim Thailand Urlaub gehört der Besuch in dieser faszinierenden Stadt zum Pflichtprogramm.

Das Goldene Dreieck in den Nachbarländern

In den letzten Jahren wurde aus der gesamten Region des Dreiländerecks ein Touristenmagnet, der unter anderem in Laos ein kleines Las Vegas entstehen ließ. Die laotische Regierung richtete dort eine Sonderwirtschaftszone mit einem inzwischen schon berühmten Kasino, vielen Hotels und einer gigantischen goldenen Krone ein, die für sich schon wieder eine eigene Attraktion ist. Auch in Myanmar gibt es ein großes Kasino mit angeschlossenem Luxushotel auf einer Landzunge, die thailändische Geschäftsleuten für 99 Jahre pachteten. Wer mit einem Schiff den Mekong weiter flussaufwärts bereist, gelangt dann zum nächsten Dreiländereck zwischen China, Myanmar und Laos.

Der Buddha in Sop Ruak

Sop Ruak ist ein kleiner Ort auf der thailändischen Seite. Eigentlich gibt es hier außer Souvenirständen, einigen Restaurants und Geldautomaten nicht viel zu sehen. Zwar hat auch Sop Ruak ein Opiummuseum, doch es ist relativ klein und eher von nostalgischer Bedeutung. Doch das bunte Treiben wird von einem riesigen goldfarbenen Buddha auf einem Schiff überragt, das am Mekongufer dauerhaft ankert. Diese Statue gilt als Attraktion nicht nur wegen ihrer Dimension, sondern auch wegen ihrer kulturellen und politischen Bedeutung. Man munkelt nämlich im Dreiländereck, dass Thailand damit seinen Nachbarn Laos und Myanmar seine Überlegenheit sichtbar beweisen wollte. Neben dem Buddha gibt es noch Elefantenstatuen, Torbögen und zahllose Golden-Triangle-Tafeln. Dieses Ensemble gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Gegend.

Aussichtspunkt hinter dem alten Museum in Sop Ruak

Hinter dem alten Opiummuseum in Sop Ruak führt ein Weg auf einen Hügel hinauf an einer Tempelanlage vorbei zu einem berühmten Aussichtspunkt. Dieser bietet einen umwerfenden Blick auf fast das gesamte Goldene Dreieck und ist ein Pflichtbesuch für Fotografen. Diese Bilder belegen quasi, dass man hier war. Außerdem kannst Du in Sop Ruak eine Bootstour auf dem Mekong buchen. Das ist eine kleine Abwechslung, die allerdings nicht mit so schönen Ausblicken verbunden ist. Auch ein Kurzausflug nach Laos, das hier unmittelbar angrenzt, lohnt sich nicht unbedingt. Er wird feilgeboten, doch er beinhaltet nichts weiter als eine Überquerung des Grenzflusses Mekong und einen Besuch in einem wenig authentischen laotischen Dorf mit dem üblichen Ramschmarkt für Souvenire.

Besuch in Chiang Saen

Zu einem Besuch in Chiang Saen raten wir Dir. Es liegt nur neun Kilometer flussabwärts von Sop Ruak entfernt und ist die älteste thailändische Stadt, bis heute besiedelt ist. Sie ist von einem zauberhaften Bergpanorama umgeben, schon in prähistorischer Zeit sollen hier Menschen gesiedelt und einst das Königreich Ngoen Yang gegründet haben. Es lag an der Handelsroute nach Yunnan und Jinghong in Südchina. König Mengrai gründete dann das Lanna-Reich, sein Enkel ließ 1329 die modernere Stadt Chiang Saen bauen und ummauern. Die Stadtmauer ist teilweise noch sichtbar. Sie hatte einst fünf Tore, das Chiang-Saen-Tor wurde vollständig restauriert. Viele Touristen betrachten Chiang Saen nur als Durchgangsstation, doch das ist schade, denn die wechselvolle Geschichte der Stadt ist höchst interessant. Sie versucht durchaus die Reisenden anzuziehen. So wird unter anderem allabendlich am Mekong ein BBQ ausgerichtet.

Diesen Urlaub im Goldenen Dreieck Thailands wirst Du nie vergessen!

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