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Eine Weltreise ist ein Abendteuer. Eine Weltreise dient dazu sich selbst zu finden und sich selbst weiter zu entwickeln. Eine Weltreise bedeutet auch sich mit seinen Ängsten zu stellen und neue Herausforderungen anzunehmen. Wie wäre es mit dem Mountainbike Downhill die Yungas Street oder auch Death Road genannt? Ist das eine Herausforderung die einen helft sich selbst weiterzuentwickeln und mit Ängsten anderweitig umzugehen? Ja! Mit dem Mountainbike die Death Road bei La Paz in den Amazonas zu fahren ist eine ganz besondere Erfahrung die wir nicht mehr missen wollen.

Der erste Teil der Downhill Strecke

Death Road Bolivien – was ist das überhaupt für eine Straße?

Die Yungas Straße oder auch Yungas Pass war bis in das Jahr 2007 eine zweispurig befahrene Straße die nicht wirklich befestigt war und als sehr wichtige Verbindungsstraße zwischen den Hochanden und den Amazonas von Bolivien galt. Im Jahr 2007 wurde eine neue geteerte Straße eröffnet um die Todeszahlen beim Pass zu reduzieren. Seitdem ist die Straße nur selten von Fahrzeugen befahren aber ist nun ein beliebter Hotspot für Downhill Mountainbiker. Insgesamt geht es von etwa 4.700 Höhenmeter auf 1.200 Höhenmeter. Die Länge für Mountainbiker beträgt 65 Kilometer.  Eine Strecke von etwa 15 Kilometer wird mit dem Bus zurückgelegt da hier einige Meter Steigung zu bewältigen sind.  Das größte Unglück passierte im Jahre 1983 auf der Yungas Straße – hier fiel ein voll beladener LKW mit 100 Personen in die Tiefe. Alle Insassen starben bei diesem Unglück. Bis in das Jahr 2007 wurden schätzungsweise zwischen 200 – 300 Personen pro Jahr Opfer der Todesstraße in Bolivien. Eröffnet wurde die Camino de la Muerte im Jahre 1936.

Rechts ging es etwa 100 Meter die Felswand hinab.

Welchen Tourenanbieter sollte man wählen, wenn man die Todesstraße mit dem Mountainbike fahren möchte?

Es gibt unzählige Anbieter in La Paz welche die Mountainbike Touren entlang der Todesstraße anbieten. Allerdings gibt es nur zwei offizielle Anbieter die auch offiziell lizenziert sind diese Touren entlang der Yungas Straße anzubieten.

Barracuda Tours La Paz

https://www.barracudabiking.com/

Gravity Assisted Mountain Biking

https://www.gravitybolivia.com

Wir haben uns für die Barracuda Tours in La Paz entschieden, da das Angebot sehr ähnlich war und der Preis aber fast 50% günstiger. Bei Gravity Tours zahlt man meist zwischen 100 – 120 USD je Person, wir konnten den Preis bei Barracuda Tours auf 66 USD je Person für ein vollgefedertes Rad herunterhandeln – also vergleichen lohnt sich!

Gut ausgerüstet ging es die Death Road mit dem Mountainbike hinunter.

Was war bei der Death Road Mountainbike Tour inklusive?

Natürlich spricht nicht nur immer der Preis, sondern auch das Paket was man für sein Geld erhält – wie bereits erwähnt haben wir Barracuda Tours und Gravity Tours verglichen und es gibt eigentlich nur Unterschiede bei der Endstation. Bei unserer Tour war ein vollgefedertes Markenmountainbike, die passende Helme (Full-Face), Handschuhe, Jacken und Hosen inkludiert – am Ende hat man noch ein T-Shirt geschenkt bekommen, neben der Ausrüstung die man unbedingt verwenden sollte (da es auf 4.700 Meter doch relativ kalt ist) bekam man den Transfer zum Startpunkt, einen Snack, einen weiteren Snack, ein Mittagsbuffet + kostenlose Handtücher und die Möglichkeit zu Duschen und noch einen schönen Pool zum Abkühlen. Der Rücktransport war natürlich auch inklusive. Nicht inklusive waren die Eintrittsgelder an den Kontrollposten entlang der Death Road – hier wurden nochmals 50 Bolivianos (etwa 6 Euro) je Person fällig.

Hier kann man sehr deutlich erkennen das man aufpassen sollte – da es links steil den Abhang hinab geht.

Wie läuft die Death Road Downhill Tour ab?

Los ging es um 7.00 – 7.30 Uhr. Hier war der Treffpunkt ein kleines italienisches Restaurant das bereits Frühstück servierte. Frischen Coca Tee gab es auch! Nachdem sich hier alle Teilnehmer versammelt hatten ging es etwa 1,5 – 2 Stunden mit dem Bus von La Paz an den Startpunkt der Tour auf 4.700 Meter über den Meeresspiegel.

Dort angekommen wurden die Bikes verteilt und jeder Teilnehmer bekam seine Ausrüstung die er bereits bei der Anmeldung anprobiert hatte. Ersatzteile und weitere Ausrüstung hätte es auch noch gegeben – falls der ein oder andere Ausrüstungsgegenstand nicht gepasst hätte.

Hinunterfallen sollte man hier nicht!

Nachdem alle eingekleidet und mit dem Bike ausgestattet waren bekamen wir eine Einweisung wie man bei der Death Road am besten bremsen sollte. Unsere Bikes hatten hydraulische Scheibenbremsen die wirklich sehr gut funktionierten. Die Mountainbikes waren in sehr guten Zustand und wurden auch sehr sorgfältig von unseren Guides geprüft. Nachdem wir dann einen Schluck Alkohol auf Pacha Mama getrunken hatten ging die Downhill Tour die Death Road von La Paz in den Amazonas dann auch endlich los.

Die erste Strecke war geteert und ging etwa 22 Kilometer. Hier konnte man sein Fahrrad gut kennenlernen um den ungeteerten Teil besser bewältigen zu können. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei rund 35 km/h. Ein Guide übernahm die Führung und ein anderer Guide war als Rücklicht platziert. Nach den ersten 1300 Höhenmeter ging es dann nach einem Snack zurück in den Bus um den steilen Teil der Strecke mit dem Bus zurückzulegen.

Unsere Death Road Gruppe

Nach den etwa 15 Kilometer ging es auf den alten Teil der Yungas Road. Hier wurden die Klamotten der Temperatur angepasst und die Fahrt der nächsten 40 Kilometer ging los. In regelmäßigen Abständen wurden Pausen eingelegt und man hatte die Möglichkeit seine Wasserflasche aufzufüllen. Der Bus folgte uns und wäre im Notfall da gewesen falls Jemand seine Angst nicht überwinden könnte.

Die nächsten 40 Kilometer waren wirklich atemberaubend. Die Natur wandelte sich und man fuhr entlang eines steilen Abhangs. Auf der rechten Seite konnte man immer wieder Wasserfälle beobachten die sich den Weg entlang der unbefestigten Straße bahnten.  

Unsere Guides haben während der Abfahrt Actionfotos von uns gemacht!

Nach den ersten 20 Kilometer gab es nochmal einen Snack und etwas zu trinken. Danach ging es nochmal 19 Kilometer bergab und etwa 1 Kilometer bergauf. Als wir dann den letzten Anstieg geschafft hatten ging es auf einen kleinen Hof mit Pool und Duschen sowie einem Buffet. Hier konnte man dann duschen und wieder zu Kräften kommen. Um etwa 16.30 ging es auf dem neuen Yungas Pass zurück nach La Paz. Nach etwa 3 Stunden Fahrt sind wir wohl behalten aber erschöpft in La Paz angekommen.

Die Yungas Road schlängelt sich durch den Berg und durch den Amazonas

Unser Fazit – Lohnt sich die Downhill Tour Death Road?

Hat man erst einmal seine Ängste überwältigt und sich an das eigne Fahrrad gewohnt ist die Death Road Downhill Tour ein echtes Highlight. Natürlich ist die Death Road nicht mehr so tödlich wie früher da nur noch selten Busse und Autos die Straße fahren und somit keine „engen“ Situationen mehr auf der Straße entstehen. Allerdings muss einem als Mountainbiker auch klar sein – wenn man hier übertreibt hat man wahrscheinlich keine zweite Chance mehr. Meist geht der Abhang sehr steil hinab und man würde höchst wahrscheinlich nicht mit dem Leben davonkommen. Es ist ein geniales Gefühl von 4700 Meter auf 1200 Meter zu fahren und so durch mehrere Klimazonen zu kommen. Unser persönliches Highlight waren wohl die genialen Ausblicke die man während der Tour hat sowie der Nervenkitzel die einst gefährlichste Straße der Welt zu fahren. Das Preis Leistungsverhältnis mit Barracuda Tours La Paz war sehr gut und die Guides die uns begleitet haben konnten gutes Englisch und waren sehr freundlich, sympathisch und rücksichtsvoll.

Die Death Road Downhill Crew