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Weltreise – Wie sage ich es meiner Familie?

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Vorbereitung für die Weltreise

Sich selbst zu einer Weltreise zu entschließen ist das eine, aber dann kommt die nächste Herausforderung – wie sage ich es meiner Familie und Freunden?

Max hat die Herausforderung recht lässig genommen und seine Familie knallhart mit den Tatsachen konfrontiert. Seine Eltern waren zwar skeptisch, andererseits wissen sie um den Sturkopf ihres Sohnes und sein Organisationstalent, daher haben sie einmal geschluckt und es dann akzeptiert.

Bei mir sieht die Sache etwas anders aus. Ich bin die Jüngste im Hause, meine Eltern tun sich daher bei mir immer noch sehr hart mich nicht als ihr kleines Mädchen zu sehen. Zu wissen, dass ich so weit weg bin in der großen bösen Welt ist für sie schwierig. Daher wollte ich sie nicht unvorbereitet mit der Entscheidung für längere Zeit ins Ausland zu gehen konfrontieren. Ich habe mir also eine Strategie erarbeitet die ich gerne mit dir teilen möchte

Tipp #1 Unterschwellige Vorbereitung

Versuche das Thema Reisen regelmäßig in Gespräche einfließen zu lassen – zunächst nicht als Plan, sondern als Wunsch. “Ich würde so gerne mal Angkor Wat sehen“, erzähle von tollen Reisefilmen, geh mit deinen Lieben auf Vorträge über andere Kulturen und sieh dir Filme mit ihnen zum Thema andere Kulturen an.
Damit zeigst du dein Interesse an der Welt und deine Lieben können sich selbst etwas mehr mit der Welt auseinandersetzen. Dinge die wir kennen sind weniger gruselig.

Tipp #2 Bereite dich selbst gut vor.

Du darfst nie vergessen, dass sich deine Lieben Sorgen um dich machen. Sie wollen nicht, dass dir etwas passiert. Je besser vorbereitet deine Reise ist, desto besser wird das Gefühl sein das sie haben, wenn sie dich ziehen lassen. Wenn sie wissen, dass du alles im Griff hast, ist es für sie deutlich einfacher als wenn du dich blauäugig ins Abenteuer stürzt. Daher bereite dich auch ordentlich auf Fragen vor, die sie stellen werden. Dazu gehört : Route, Krankenversicherung, Impfungen, weitere Gesundheitsvorsorge, Versicherungen, Finanzen, Sicherheitslage, Kultur, der Umgang mit dem Arbeitgeber/ Arbeitslosigkeit und Sprachen in den Ländern etc

Wenn du jede ihrer Fragen selbstbewusst und fundiert beantworten kannst, dann wissen sie: du kennst dich aus, du weißt was du tust!

Tipp #3 Bleibe hartnäckig

Oft halten Angehörige Reisepläne, gerade wenn es so umfangreiche sind, für eine Träumerei und fixe Idee und warten nur darauf, dass du es dir wieder anders überlegst. Doch je öfter und je konkreter du deine Pläne formulierst, desto mehr müssen sie einsehen, dass du ernst machst. Dann kommt die Phase in der sie sich ernsthaft damit auseinander setzen werden, in der sie konkrete Fragen stellen, auf realistische Gefahren hinweisen oder versuchen dich aktiv zu unterstützen.Beispielsweise weisen sie dich dann darauf hin, dass in Laden XY gerade bestimmte Ausrüstungsgegenstände reduziert sind. An diesen Punkt gilt es zu kommen. Solange sie denken du überlegst es dir eh bald wieder anders, werden sie sich nicht ernsthaft mit deiner Reise auseinandersetzen und auch keine Vorbereitungen ihrerseits treffen.

Tipp #4 Reise vorher bereits.

Wenn du Wanne-Eickel nie verlassen hast, wird es für deine Lieben schwer zu glauben, dass du nun die ganze Welt bereisen wirst. Daher reise schon vorher so viel du kannst. Auch für dich können Kurztrips ein guter Test sein, ob du es wirklich länger Zeit abseits der Heimat aushältst und ob du in fremden Kulturen zurechtkommst. Einerseits wissen deine Lieben dann, dass du das öfter machst und quasi Profi bist und du bisher noch immer heil zurück gekommen bist. Andererseits kannst du bei vorherigen Reisen bereits testen, ob deine Reisebegleitung auch für eine längere Reise zu gebrauchen ist, bzw. ob du eine Reisebegleitung haben möchtest.

Tipp #5 Plane Treffen.

Gerade wenn du für längere Zeit weg bist, ist es wichtig, dass du nicht aus der Welt bist. Gib deinen Lieben die Möglichkeit über Telefonate und Videos an deiner Reise teilzuhaben. Versuche den Kontakt auch über Zeitgrenzen zu halten, so dass sie wissen im Notfall bist du nur einen Anruf und einige Stunden entfernt.
Plane auch vorher welche Orte sich vielleicht gut dafür eignen würden, dass dich Leute aus der Heimat besuchen. Letztendlich ist es wichtig dir selbst und deinen Lieben klar zu machen, du bist nicht aus der Welt, sondern nur wo anderes.

Tipp #6 Ein Tag nach dem anderen.

Gerade bei längeren Reisen kann es am Anfang hart erscheinen zu wissen, man ist nun ein Jahr, zwei oder länger weg. Dann sollte man sich klar machen, es ist immer nur ein Tag und dann der nächste. Es ist unmöglich so lange mit 100 % Sicherheit voraus zu planen, also gibt es auch keinen Grund sich vorab schon zu viele Gedanken zu machen, wie es sein wird so lange weg zu sein. Ein Ziel der Reise ist es auch zu lernen, den Tag zu leben. Deshalb ist es auch unmöglich jede Eventualität vorab durchzuplanen. Sorgen kann man sich immer noch machen, wenn etwas schief geht. Vorher sollte man sein Leben leben, viel Zeit mit seinen Lieben verbringen und sich gemeinsam auf das Abenteuer freuen. (Das ist allerdings keine Ausrede für schlechte Planung! Man sollte schon wissen worauf man sich einlässt!)

Tipp #7 Schreibe eine Bucketlist.

Schreibe eine Liste an Dingen, die du noch erledigen willst, bevor du weg bist und plane deine Lieben ausreichend ein. Frag auch deine Lieben, was sie noch unbedingt mit dir machen wollen. Mach dir mit ihnen eine schöne Zeit, bevor sie einige Zeit auf dich verzichten müssen. Schreibe außerdem eine Liste an Dingen, die du auf der Weltreise machen möchtest. Teile sie mit deinen Lieben, damit sie wissen, warum du diese Reise machst und dass sie großartig wird. Dann haben sie einen Grund sich gemeinsam mit dir zu freuen.

Eine Weltreise ist eine Herausforderung. Oft stößt sie vor allem auf Ablehnung bei Menschen, die sich Sorgen um dich machen oder dich sehr vermissen werden. Daher sei nicht gekränkt, wenn nicht jeder gleich Feuer und Flamme für deine Idee ist. Ihre Kritik und Zweifel können dir wichtige Hinweise darauf geben, wo du noch Lücken in deiner Planung hast, oder wo du dich nicht ausreichend vorbereitet hast. Lass deine Lieben teilhaben an deiner Reise, zeige ihnen dass du alles im Griff hast und vielleicht kannst du dann auch den einen oder anderen Lust machen dich unterwegs zu besuchen und einen kleinen Abschnitt deiner Reise live mitzuerleben.

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