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Ungewöhnliche Fortbewegungsmittel

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Alle Wege führen nach Rom – aber womit?

Lassen wir heute mal das Auto und den Roller stehen und nehmen den Bus? Oder laufen wir zu Fuß zur S-Bahn? Die Einkäufe könnte man aber auch mit dem Rad erledigen. Wobei, die Inliner habe ich auch schon lange nicht mehr benutzt. Wir haben schon viele Möglichkeiten, wenn wir überlegen, welches Fortbewegungsmittel wir für welche Aktivitäten nutzen. Aber wie läuft das in den fernen Ländern dieser Welt? Wird da auch einfach das Auto genommen, um zur Arbeit zu fahren? Kommt man dort mit dem Zug auch problemlos durchs ganze Land? Und welche Möglichkeiten gibt es, wenn ein Gewässer überquert werden muss? Die Welt bietet unglaubliche Fortbewegungsmittel, auf die Menschen angewiesen sind, aber auch solche, die unfassbar Spaß machen. Folgende Beispiele haben es besonders in sich:

1. Das Tuk Tuk aus Thailand

1. Das Tuk Tuk aus Thailand

Eine spitzen Möglichkeit, schnell durch die verstopften Straßen Thailands zu kommen. Das Tuk Tuk ähnelt einer Rikscha, hat aber drei Räder und ist nahezu an jeder Straßenecke in Thailand zu finden. Komfort und Sicherheit können Fahrgäste nicht unbedingt erwarten, dafür sind die abenteuerlichen Fahrten sehr preiswert: Nur zwei Euro kostet das Tuk Tuk für eine Stunde.

2. Der Korbschlitten aus Madeira

2. Der Korbschlitten aus Madeira

Auf der kanarischen Insel erwartet uns ein traditionelles Fortbewegungsmittel. Der Korbschlitten wurde bereits im 19. Jahrhundert von Ernest Hemingway erfunden, der dadurch die Strecke zwischen Monte und Funchal schneller bewerkstelligen wollte. Der Schlitten ist eine Mischung aus Korbsofa und Wäschekorb auf Holzkufen ist zu einer Touristenattraktion geworden, die mittlerweile auch ein langes Anstehen voraussetzt. Mit dem Taxi fährt man den Berg zur Schlittenstation hinauf, wo schließlich die fünf Kilometer lange Strecke wartet. Der Weg hinunter macht zwar Spaß, ist aber auch nicht ganz ungefährlich. Steile, enge Straßen, die von Mauern umgeben sind, dazu eine beachtliche Geschwindigkeit der Schlitten. Doch dafür gibt’s die Schlittenfahrer, die im Lenken und Schieben geübt sind und dafür sorgen, dass jeder heil ankommt. Kostenpunkt für die Fahrt: 25€ für zwei Personen.

3. Floating Dutchman

3. Floating Dutchman

Die Gracht in Amsterdam kennen wohl die meisten, Bus gefahren ist auch schon jeder einmal. Kombinieren? Amsterdam macht dieses verrückte Erlebnis möglich, eine Schifffahrt mit dem Bus! Die Tour, die am Flughafen oder am Hauptbahnhof startet, ist ein einzigartiges Erlebnis und zeigt zahlreiche Attraktionen der Stadt. Knapp zwei Stunden ist man unterwegs, im Wasser fährt man 45 Minuten. Von Dienstag bis Sonntag finden die Fahrten mehrmals täglich statt und kosten 20 Euro, Kinder von 4-12 Jahren zahlen zehn Euro.

4. Central Escalator / Hongkong

4. Central Escalator / Hongkong

Keine Lust zu laufen? Einfach die Rolltreppe nehmen. Nicht nur im Alltag, auch in der Metropole Hongkong ist das möglich, und zwar mitten in der Stadt. Die längste Rolltreppe der Welt verbindet die Bezirke „Central“ und „Mid-Levels“ und erstreckt sich über 800 Meter. 135 Höhenmeter werden dabei überwunden, nicht die schlechteste Idee, diesen Aufstieg nicht selbst laufen zu müssen. Ursprünglich aber wurde die Rolltreppe nicht gebaut, um die müden Beine der Touristen zu entlasten. Mit dem Bau sollte das hohe Verkehrsaufkommen zu den Hauptverkehrszeiten gemindert werden. Die gesamte Strecke dauert knapp 25 Minuten, unterwegs gibt es unter der überdachten Rolltreppenanlage mehrere Shops und Restaurants. Mehr als 55.000 Menschen nutzen den Central Escalator pro Tag.

5. MiniMetro in Perugia, Italien

5. MiniMetro in Perugia, Italien

Wer zu Gast in der italienischen Region Umbrien ist und dessen Hauptstadt Perugia, die sehr hoch gelegen ist, besuchen möchte, kann seit einigen Jahren mit der MiniMetro „anreisen“. Die engen Straßen der Stadt sind für eine größere Menge Autos ungeeignet, weshalb sich die Stadt eine Alternative ausgedacht hat. Sieben Haltestellen gibt es auf der Fahrt, auf der die Wägen durch ein endlos umlaufendes Stahlseil gezogen werden. Nähern sie sich einer Station, klinken sie sich aus dem Seilbetrieb aus und werden von seitlich in der Fahrbahn angebrachten Gummirädern, die sich in der Geschwindigkeit, in der sich das Fahrzeug bewegt, drehen, aufgefangen. Diese bremsen das Fahrzeug ab und die Bahn bleibt stehen. Das System wird zu 100% automatisch betrieben, sodass die Metro keine Arbeiter erfordert. Viele werden die Art der Metro aus Deutschland kennen: Am Frankfurter Flughafen läuft die Beförderung genauso ab.

6. Der Seabreacher X

6. Der Seabreacher X

Vergesst Jet Skis, hier kommt der Seabreacher, eine Hai-Simulation! Das tauchfähige Wasserfahrzeug wird an der Wasseroberfläche bis zu 80kmh schnell und kann, dank eines Schnorchelsystems, 1,5 Meter tief tauchen. Der Seabreacher wäre kein „echter“ Hai, könnte er nicht auch springen und kleine Rollen hinlegen. Zwei Personen können den Fahrspaß genießen, die Anschaffung ist allerdings wahrlich kein Schnäppchen. Je nach Kundenwünschen kann der Hai die 100.000€ leicht erreichen, ein Standard-Modell kostet circa 46.000€. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Boote noch nicht zugelassen, in den USA dagegen kann man nach Herzenslust übers offene Meer jagen. Wer keinen Hai möchte, kann natürlich auch ein Boot im Design eines Delphins oder Orcas wählen.

7. Walk Car aus Japan

7. Walk Car aus Japan

Das Walk Car ist das Auto für die Aktentasche. Sowohl Größe als auch Aussehen erinnern auf den ersten Blick an ein Laptop, doch bei genauerer Betrachtung fallen die vier kleinen Rädchen auf. Gesteuert wird das Car, das von einem Japaner entwickelt wurde, per Gewichtsverlagerung des Fahrers. Start und Stopp sind ganz einfach: Betritt jemand die Oberfläche, beginnt die Fahrt, springt er ab, bleibt das Walk Car sofort stehen. 10kmh erreicht das elektrisch angetriebene Bord, das eine Reichweite von zwölf Kilometern hat. Das Walk Car ist kein Fortbewegungsmittel, das es nur in Japan gibt. Im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Fahrzeugen ist es von der ganzen Welt aus online zu erwerben. In Japan aber bestehen viele Möglichkeiten, das Bord für ein paar Stunden zu testen.




Mit gewöhnlichen Verkehrsmitteln die Reise beginnen, landestypische, unkonventionelle Fahrzeuge ausprobieren, mit gewöhnlichen Verkehrsmitteln die Reise wieder beenden. Wer genau diese Möglichkeit hat, sollte sie unbedingt nutzen. Die außergewöhnlichen Fahrten sind etwas, das man so schnell nicht mehr vergisst. Wann kommt man schließlich bei uns dazu, in einem Korb durch die Stadt zu fahren, mit dem Bus durchs Wasser kutschiert zu werden oder mit einer Rikscha auf drei Rädern durch die Automassen zu tingeln. Eure Weltreise wird euch sicher an den ein oder anderen Ort führen, an dem Auto, Bus, Bahn und Fahrrad schnell vergessen sind.

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