Sei wie eine Ananas – steh aufrecht, trag eine Krone und sei innen ganz süß!

Die riesige Vielfalt an Obstsorten ist für viele ein echtes Highlight am Somme. Heimische Früchte wie Äpfel, Erdbeeren, Zwetschgen und Kirschen werden ergänzt durch exotische Köstlichkeiten wie der Ananas, einer Mango oder Papaya sowie Litschis und Kiwis. Daneben gibt’s in unseren Supermärkten auch Angebote, die nur wenige Konsumenten kennen. Eine Pomelo oder eine Kaki zum Beispiel sind wohl nur unter Obst-Kennern bekannt. Aber das ist noch lange nicht alles, was das fruchtige Universum zu bieten hat. Unsere Welt hält Schätze für uns bereit, die wir nur auf Reisen genießen können. Fruchtige, aufregende Geschmackserlebnisse aus Südamerika, Asien und Afrika, die uns fernab von Supermärkten begeistern und unsere Reise um die Welt kulinarisch perfekt abrunden!

1. Longan

Die Longan-Frucht ähnelt der aus dem Süden Chinas stammender Litschi, sowohl optisch als auch geschmacklich. Statt der rötlichen und unebenen Oberfläche haben die Longans jedoch eine glatte, hellbraune Schale. Im Inneren befindet sich ein Kern, der ein wenig bitter und nicht genießbar ist. Finden kann man die Frucht neben China in Sri Lanka, Indien, Myanmar, Laos, Kambodscha, Thailand (Hauptanbaugebiet), Vietnam, Malaysia, Indonesien und auf den Philippinen. Die asiatische Frucht wird für Suppen, süß-saure Speisen und Nachspeisen verwendet, kann aber auch getrocknet gegessen werden.

Tipp: Wen es nicht nach Asien verschlägt, der kann die getrocknete Longan-Frucht auf tropenkost-shop.de für Zuhause bestellen.

2. Lucuma

Die Lucuma ist eine subtropische Steinfrucht, die man vor allem in Peru (88%), Chile und Ecuador genießen kann. Die Peruaner verehren die sehr süße Lucuma als Nationalfrucht und lieben vor allem das daraus gewonnen Eis. Bei uns kennt man die Frucht vermutlich eher in Form eines Pulvers. Da sie sehr nährstoffreich (100kcal auf 100g) ist, lässt sie sich als reines Naturprodukt gut als Zuckerersatz einsetzen. Das Pulver besticht durch seine intensive Karamellnote und gibt Desserts so seinen ganz eigenen Geschmack.

3. Cherimoya

Die Cherimoya stammt aus Peru, Bolivien, Ecuador und Kolumbien. Angebaut wird sie heute in allen Regionen, in denen ein subtropisches Klima herrscht. So findet man auch in Europa Plantagen, wie beispielsweise in Spanien (Costa del Sol), Italien (Kalabrien) oder auf Madeira. Die Cherimoya wird in der Regel roh verzehrt, kann aber auch zu Saft oder Eis verarbeitet werden. Der Geschmack ist sehr süß, fast schon sahnig, wodurch Kenner sie zu den am besten schmeckenden Obstsorten der Welt zählen. Vor dem Verzehr unbedingt darauf achten, die Kerne zu entfernen, die Schale aber kann mitgegessen werden.

Kulinarischer Geheimtipp: Die süße Cherimoya mit salzigem Schinken und Mehrrettich zusammen genießen!

4. Kaktusfeige

Ein echter Hingucker ist diese exotische Köstlichkeit, die in Mexiko und Südamerika beheimatet ist. Heute könnt ihr sie auch auf Reisen durch Südafrika, Australien, Kalifornien und viele Mittelmeerländer entdecken. Das gelee-artige Fruchtfleisch schmeckt erfrischend süß und säuerlich, die Kerne können bedenkenlos mitgegessen werden. Eine besondere Delikatesse ist auch der Likör, der aus der Feige gewonnen wird. Kaktusfeigen gibt es übrigens auch als Saft in unseren Reformhäusern zu kaufen, er senkt die Cholersterin- und Insulinwerte nachweislich in nur wenigen Wochen.

5. Kiwano

Die Kiwano ist auch unter dem Namen „Hornmelone“ bekannt, die großen Stacheln der Schale, die an kleine Hörner erinnern, sind quasi ihre Namensgeber. Geschmacklich erinnert sie an eine Kombination aus Banane, Passionsfrucht und Zitrone. Ursprünglich stammt die Frucht aus Zentralafrika, mittlerweile aber wird sie auch in Israel und Neuseeland angebaut. Vereinzelt findet man die Kiwano sogar in deutschen Feinkostläden, hier muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Schale eine orange Farbe hat.

6. Loquat

Die Frucht ist auch unter den Namen japanische Mispel, japanese blum, Nespola di Giappone oder Wollmispel bekannt. Optisch sind sie den Aprikosen sehr ähnlich, nur ist ihre Schale glänzend und mit dünnen Härchen bedeckt. Aus China stammend wird die Loquat heute in Brasilien, Italien, der Türkei, Spanien und Frankreich angebaut. Ein weiterer Unterschied zur ähnlichen Aprikose ist die Anzahl der Kerne, hier kann es vorkommen, dass ihr gleich 3 Stück im Fruchtinneren findet. Außerdem kann bei der Loquat die Schale nicht mitgegessen werden.

7. Mangostane oder auch Mangosteen

Die Mangostane, etwa so groß wie eine Tomate, ähnelt vom Geschmack her der Litschi und der Mango. Ihr weißes Fruchtfleisch besteht aus mehreren Segmenten, ist aber einfach aus der Schale herauszulösen. Probieren könnt ihr die „Königin der Thai-Früchte“, wie sie oft genannt wird, im Osten oder im Süden Thailands im November und Dezember. Allerdings wird der Mangostan-Baum auch bereits nach Mittelamerika, Brasilien und im weiteren asiatischen Raum angepflanzt. Die kleineren Früchte sind meist geschmacklich besser als die großen.

Hinweis: Die Schale der Mangostan-Frucht aufheben! Aus ihr kann Tee gewonnen werden, der die höchste antioxidative Wirkung aller Obst- und Gemüsesorten hat.

8. Tamarillo

Die Tamarillo, auch Baumtomate genannt, können im Innen gelb, orange, rot oder violett sein. Lange war nicht bekannt, woher diese seltene Köstlichkeit kommt, bis Forscher schließlich entdeckten, dass im nordwestlichen Argentinien und südlichen Bolivien ihre Heimat liegt. Heute ist das Hauptanbaugebiet allerdings in Neuseeland zu finden, aber auch in zahlreichen anderen Ländern wie Spanien, Italien, Großbritannien, Uganda, Südafrika oder Bhutan wird die Frucht mittlerweile angebaut. Die Haut, meist etwas fest, sollte man besser abziehen, bevor man die Tamarillo roh oder gekocht genießt. Hier empfiehlt sich, sie mit etwas Zucker zu bestreuen. Nicht nur süß wird sie genossen, auch als Brotaufstrich oder Füllung bei Fleischgerichten sollte man die Kombination unbedingt einmal probieren!

9. Platano Manzanito

Hinter diesem lustigen Namen versteckt sich eine Kreuzung aus Apfel und Banane. Die ungewöhnliche Frucht stammt aus Lima in Peru und liefert ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Während man optisch in eine Banane beißt, kostet man weiches Fruchtfleisch, das sich geschmacklich wie ein Apfel zu erkennen gibt.

Insider-Wissen: Peru ist übrigens der achtgrößte Obst- und Gemüseerzeuger der Welt!

10. Pepino

Die Pepino ist auch unter dem Namen Melonenbirne bekannt und stammt ursprünglich aus Südamerika. Heute wird sie in Kolumbien, Ecuador, Chile, Kalifornien, Florida, Südspanien und der Schweiz angebaut. Optisch erinnert sie ein eine Melone, wie es der Name schon sagt, oder einen Kürbis. Die Schale kann mitgegessen werden, die meisten aber löffeln nur das Innere der Melone heraus. Neben dem Fruchtfleisch an sich ist besonders die Pepino-Marmelade sehr empfehlenswert.

Manche dieser exotischen Obstsorten sind auch bei uns in exquisiten Feinkostläden erhältlich, geschmacklich aber wird das wahre Erlebnis nur frisch gepflückt auf den Teller zu bringen sein. Was, wenn nicht das Essen, könnte ein Anreiz für Jedermann sein, die ganze (kulinarische) Welt entdecken zu wollen!

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